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Aktuelle Reise-Infos - vom Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 27. September 2017

Italien

Seit Anfang September wurden in der Region Latium (Lazio) 92 Chikungunya- Erkran­kungen gemeldet. Betroffen sind die Städte Anzio, Rom und Latina. Es sind die ersten lokal erworbenen Infektionen in Italien seit einem Ausbruch im Jahr 2007 in der Region Emilia-Romagna. Das Chikungunya-Virus Virus wird durch Stechmücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich mit starken Kopf-, Gelenk- und Muskelschmer­zen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Madagaskar

Im September sind mindestens fünf Menschen an Lungenpest verstorben, es gab mehr als 25 weitere Verdachtsfälle. Die meisten Infektionen stammen aus der Provinz Toamasina im Nordosten der Insel, zwei Fälle wurden auch in der Region um die Haupt­stadt Antananarivo gemeldet. Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Der überwiegende Teil der Patienten entwickelt eine sog. Beulenpest. Laut WHO ist es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

Nepal

In Besisahar (Distrikt Lamjung) sind im September acht Menschen an Hepatitis A (infek­tiöse Gelbsucht) erkrankt. Die Stadt ist ein beliebter Ausgangspunkt für Trekking­touren, u.a. für den „Annapurna Circuit". Reisende sollten Hygiene und Impfschutz beachten.

Philippinen

Von Jahresbeginn bis Anfang September wurden fast 1.200 Fälle von Leptospirose registriert, das sind etwa 38% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die meisten Infektionen wurden im Großraum Manila und den Regionen Davao, Western Visayas, Northern Mindanao und Eastern Visayas verzeichnet. Auch im Norden der Insel Luzon haben die Fallzahlen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeit­raum um etwa 40% zugenommen. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzun­gen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Kontakt zu Überschwemmungswasser sollte unbedingt vermieden werden.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 13. September 2017

Brasilien

Nach einer Pause von etwa zwei Monaten wurden im Bundesstaat Rio de Janeiro Mitte August drei Fälle von Gelbfieber gemeldet, ein Mensch ist verstorben. Anfang Januar hatte der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre begonnen. Seitdem haben die Gesundheitsbehörden ca. 3.240 Verdachtsfälle und 435 Todesfälle in den Bundes­staaten Minas Gerais, Espirito Santo, Rio de Janeiro, Bahia, Maranhao, Sao Paulo, Tocantins, Rondonia, Para, Amapa, Mato Grosso do Sul, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Parana, Goias und im Distrito Federal gemeldet. 792 Infektionen wurden bestätigt. In den betroffenen Gebieten wurden Impfkampagnen gestartet. Anfang September hat das Gesundheitsministerium den Ausbruch für beendet erklärt. Derzeit wird für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

 

Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)

Ende April wurde eine Dengue-Erkrankung im Distrikt Abidjan (SO) bestätigt. Seit­dem ist die Zahl der Erkrankungen auf mehr als 1.230 gestiegen, 311 Infektionen wurden bestätigt. Mindestens zwei Menschen sind verstorben. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

Kap Verde

Im Juli, noch vor Beginn der Regenzeit, wurden 49 lokale Malaria-Infektionen in der Hauptstadt Praia (Insel Santiago) gemeldet. Bis Anfang September ist die Zahl der Fälle auf 184 gestiegen, 170 davon wurden in Praia registriert. Es sind die höchsten Fallzahlen auf den Kapverdischen Inseln seit 1991. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation ist während und nach der Regen­zeit (August bis Oktober) sinnvoll.

 

Nigeria

Cholera-Ausbrüche kommen landesweit vor, besonders während der Regenzeit von April bis Oktober. Seit April dieses Jahres gibt es einen Ausbruch mit bisher

ca. 1.620 Erkrankten und 22 Todesfällen im Bundesstaat Kwara im Westen des Landes. Seit Mitte August wurden im Bundesstaat Borno (Nordosten) ca. 1.280 Verdachtsfälle gemeldet, 35 Menschen sind verstorben. Kleinere Ausbrüche gab es in den Bundes­staaten Zamfara und Lagos. Hygiene beachten, Impfung ist zu empfehlen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 30. August 2017

Frankreich

Im August wurden vier lokale Chikungunya-lnfektionen in Le Cannet-des-Maures im Departement Var (Region Provence-Alpes-Cöte d'Azur im Süden des Landes) bestätigt. Es gab weitere neun Verdachtsfälle. Es sind die ersten Fälle seit drei Jahren im Land. Das Chikungunya-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Maßnahmen zur Mückenbekämpfung wurden eingeleitet. Die Erkrankung verläuft mit hohem Fieber und sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Reisende sollten sich vor Mücken­stichen schützen.

 

Indien, Myanmar, Thailand

Mehr als 22.000 Infektionen mit Influenza A(H1N1), der sog. Schweinegrippe, wurden in diesem Jahr in Indien gemeldet, mindestens 1.094 Menschen sind ver­storben. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Maharashtra und Gujarat

im Westen, sowie Kerala im Südwesten und Rajasthan im Nordwesten des Landes. Im vergangenen Jahr wurden ca. 1.790 Erkrankungen und 265 Todesfälle verzeich­net. In Myanmar gab es seit Ende Juli mehr als 300 bestätigte Influenza-Erkrankun­gen mit mindestens 33 Todesfällen. In Thailand, wo in diesem Jahr mehr als 67.000 Menschen erkrankt sind, sind die Provinzen Rayong, Bangkok, Chiang Mai, Chan­thaburi und Lamphun besonders betroffen. Auch in Myanmar und Thailand handelt es sich überwiegend um Infektionen mit Influenza A(H1N1). Risikoreisende sollten Impfschutz beachten.

 

Österreich

Mitte August wurden vier Fälle von West Nile-Fieber, einer von Mücken übertrage­nen Virusinfektion, im Wiener Umland bestätigt. Im vergangenen Jahr kam es lan­desweit zu sechs Erkrankungen, 2015 waren es acht. Mückenschutz beachten.

 

Sambia

Eine deutsche Touristin ist im August nach ihrer Rückkehr aus Sambia in Frankfurt an Schlafkrankheit erkrankt. Solche Fälle kommen immer wieder vor. Die Erkran­kung wird durch Einzeller hervorgerufen, die nur im tropischen Afrika vorkommen. Übertragen werden sie durch Tsetse-Fliegen, die in Regenwaldgebieten, Savannen, Galeriewäldern, Tierreservaten und Rinderfarmen leben. Infektionsgefahr besteht insbesondere bei Aufenthalten in den Nationalparks. Reisende sollten sich vor Sti­chen von Tsetse-Fliegen schützen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 16. August 2017

Chile

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Fallzahlen von Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht) im ersten Halbjahr landesweit mehr als verdoppelt. Am stärksten betroffen sind die Regionen Metropolitana de Santiago, Biobio, Antofagasta und Valparaiso. Reisende sollten Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene beachten, eine Impfung ist zu empfehlen.

 

Griechenland

Im Osten der Halbinsel Peloponnes wurde Mitte Juli der erste Fall von West Nile­ Fieber, einer von Mücken übertragenen Virusinfektion, in diesem Jahr gemeldet. Bis Anfang August ist die Zahl der registrierten Erkrankungen auf insgesamt 20 angestiegen, zwei Menschen sind verstorben. 2010 wurde das Virus erstmals in Griechenland nachgewiesen, seitdem kam es immer wieder zu Infektionen. 2015 und 2016 wurden keine Fälle registriert. Mückenschutz beachten.

 

Sri Lanka

Mit einem Übertragungsrisiko von Dengue ist landesweit zu rechnen, insbeson­dere während und nach der Regenzeit. Die grippeähnliche, von Mücken übertra­gene Viruskrankheit kommt in Sri Lanka regelmäßig vor. In diesem Jahr sind die Fallzahlen besonders hoch, Presseberichten zufolge handelt es sich um den bislang größten erfassten Ausbruch auf der Insel. Es wurden bisher ca. 132.500 Erkrankun­gen gemeldet, das sind bereits mehr als doppelt so viele wie im gesamten letzten Jahr. Etwa 330 Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist die West­provinz mit den Verwaltungsdistrikten Colombo, Gampaha und Kalutara. In der Hauptstadt Colombo ist im April die größte Müllkippe des Landes eingestürzt, seitdem wird der Müll in der Stadt nur unzureichend entsorgt. Dies bietet Mücken ideale Brutbedingungen und lässt ihre Zahl stark steigen. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen.

 

Thailand

Anfang August wurden in Hua Hin im Süden des Landes 15 Menschen, darunter auch Touristen, von einem tollwütigen Hund gebissen. Alle Betroffenen haben eine postexpositionelle Behandlung gegen Tollwut erhalten. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 26. Juli 2017

Côte d'lvoire

Ende April wurde eine Dengue-lnfektion im Distrikt Abidjan (SO) bestätigt. Seitdem ist die Zahl der Erkrankungen auf mehr als 620 gestiegen, 130 Infektionen wurden bestätigt. Mindestens zwei Menschen sind verstorben. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

 

Grenada, Guadeloupe u.a.

Seit Anfang Juni wurde auf verschiedenen Inseln der Karibik eine Zunahme der Fälle von Epidemischer Konjunktivitis gemeldet. Kontakte mit Erkrankten und gemeinsame Benutzung von Gegenständen (z.B. Handtüchern) meiden. Hygiene beachten, bei Auftreten von Symptomen sofort Arzt aufsuchen.

 

Kenia

Seit Mitte Mai wurden mehrfach unterschiedlich große Cholera-Ausbrüche aus Nairobi gemeldet, etwa 340 Menschen sind erkrankt. 50 Verdachtsfälle wurden bei einem Ärztekongress gemeldet und zuletzt gab es 33 Erkrankte während einer Handelsmesse. Mitte Juli wurden zwei Hotels vorübergehend geschlossen, sie hatten Veranstaltungen mit Essen beliefert, bei denen es zu Erkrankungen gekommen ist. Insgesamt wurden in diesem Jahr landesweit ca.1.300 Infektionen und mindestens 14 Todesfälle registriert. Seit Ende Dezember 2014 wurden landesweit ca. 17 .600 Infektionen mit mindestens 245 Todesfällen gemeldet. Etwa 10.570 davon wurden 2015 registriert und auch in 2016 wurden aus verschiedenen Teilen des Landes Ausbrüche mit insgesamt 6.450 Fällen gemeldet. Hygiene beachten, Impfschutz für Risikoreisende erwägen.

 

USA

Die Gesundheitsbehörden von Michigan warnen vor einem Hepatitis A-Ausbruch im Südosten des Bundesstaates, der innerhalb eines Jahres zu ca. 200 bestätigten Infektionen und zehn Todesfälle geführt hat. Besonders betroffen ist die Stadt Detroit. Die Fallzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa verzehnfacht. Die Sterberate ist ungewöhnlich hoch, die Ursache dafür wird noch untersucht. Etwa die Hälfte der Betroffen hatten Kontakt zu illegalen Drogen. Das Risiko für Reisende ist relativ gering.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 5. Juli 2017

Kenia

Mitte Mai sind in Karen, einem Stadtteil von Nairobi, drei Gäste einer Hochzeit an Cholera verstorben und fünf weitere erkrankt. Mitte Juni wurden aus Nairobi erneut vier Erkrankungen und ein Todesfall gemeldet. Ende Juni gab es sechs bestätigte Fälle und ca. 20 weitere Verdachtsfälle im Weston Hotel in der Stadt. Betroffen sind Teilnehmer eines medizinischen Kongresses. Insgesamt wurden in diesem Jahr landesweit mehr als 920 Infektionen und mindestens fünf Todesfälle registriert. Seit Ende Dezember 2014 kam es landesweit zu ca. 16.000 Infektionen mit mindestens 245 Todesfällen. Hygiene beachten, Risikoreisende sollten Impfschutz erwägen.

 

Kongo, Demokratische Republik

Nachdem über einen Zeitraum von 42 Tagen keine neuen Verdachtsfälle mehr ge­meldet wurden, hat die WHO Anfang Juli den Ebola-Ausbruch in der Provinz Bas-Uele im Nordosten des Landes für beendet erklärt. Seit Ende April waren im Bezirk Likati mehr als 100 Menschen an Symptomen eines hämorrhagischen Fiebers erkrankt, es gab vier Todesfälle. Bis Mitte Juni hat die WHO fünf Ebola-lnfektionen bestätigt.

 

Tansania

Seit Anfang Mai sind sechs Crewmitglieder der Fluggesellschaft SWISS nach einem Auf­enthalt von ein bis zwei Tagen ausschließlich in Dar es Salaam an Malaria erkrankt. Bereits im Februar wurde auch bei einem dänischen Touristen nach seinem Aufenthalt in der Küstenstadt eine Malaria diagnostiziert. Infolge dessen hat das Schweizerische Experten Komitee für Reisemedizin (EKRM) seine Prophylaxeempfehlungen ange­passt. Neben einem sorgfältigen Mückenschutz wird für das gesamte Festland eine Chemoprophylaxe empfohlen.

 

USA

Seit Anfang Juni wurden drei menschliche Fälle von Pest im County Santa Fe (Bundes­staat New Mexico) gemeldet. Die Krankheit ist im mittleren Westen der USA verbrei­tet. Sie kommt überwiegend in Wildtieren (z.B. Hörnchen) vor und kann von Flöhen auf Haustiere und den Menschen übertragen werden. Übliche Repellents schützen auch vor Flohbissen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 22. Juni 2017

Chile

Presseberichten zufolge sind im Juni in der Region Antofagasta im Norden des Landes 74 Menschen an Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht) erkrankt. Als Infektionsquelle werden Imbissstände vermutet. Reisende sollten Nahrungsmittel- und Trinkwasser­hygiene beachten, eine Impfung wird empfohlen.

 

Kenia

Bis Mitte Juni wurden insgesamt mehr als 830 Dengue-Erkrankungen gemeldet, 90% davon im Raum Mombasa. Außerdem sind die Countys Kilifi, Kwale und Nairobi betroffen. Das Virus wurde Ende der 1970er Jahre erstmals in Ostafrika nachgewiesen. Seitdem kam es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Die Krankheit verläuft grippeähnlich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

 

Tansania

Auf der Insel Sansibar wurden seit Ende Mai 180 Cholera-Fälle gemeldet, ein zehn­jähriges Kind ist verstorben. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden Imbiss­stände vorübergehend geschlossen. In Tansania besteht ein landesweites Risiko für Durchfallerkrankungen. Regelmäßig kommt es zu örtlich begrenzten Cholera­Ausbrüchen, am häufigsten während der Regenzeit zwischen Dezember und März. Den letzten großen landesweiten Ausbruch mit mehr als 25.000 Fällen gab es 2015/2016. Hygiene sorgfältig beachten, Risikoreisende sollten Impfschutz erwägen.

 

Vietnam

Im Juni ist in Ho Chi Minh Stadt (Saigon) im Süden des Landes erstmals seit sieben Jahren ein Mensch an einer Tollwut-Infektion verstorben. Die 52-Jährige war von einem Nachbarshund gebissen worden. Landesweit sind in diesem Jahr bereits zwölf Menschen verstorben, 2016 waren es 91. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei länge­ren Aufenthalten dringend zu empfehlen. Geeignete Impfstoffe und Immunglobulin sind im Land nur in Hanoi und Ho Chi Minh Stadt verfügbar.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 08. Juni 2017

Brasilien

Im März ist im Bundesstaat Bahia im Osten des Landes ein 46-Jähriger an Tollwut verstorben. Der Mann war beim Melken seiner Kühe auf einer Farm in Paramirim von einer Vampirfledermaus gebissen worden. Es ist landesweit die erste Infektion beim Menschen seit 2004, die durch den Biss einer Vampirfledermaus übertragen wurde. Im Mai mussten etwa 40 Menschen in Salvador da Bahia nach Fledermausbissen postexpositionell behandelt werden. Die Zerstörung ihres Lebensraums z.B. durch Abholzung des Waldes hat große Gruppen der Tiere in die Stadt getrieben. Neben Hunden, Katzen und Fledermäusen sind in Brasilien auch Affen (Krallenaffen), die häufig als Haustiere gehalten werden, Überträger der Infektion. Eine Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt sollte rechtzeitig vor der Reise erfolgen.

Indien

Nach offiziellen Angaben sind 2016 ca. 1.680 Menschen in 17 Bundesstaaten an Japanischer Enzephalitis erkrankt. Es gab 283 Todesfälle. In diesem Jahr wurden bisher offiziell 111 Erkrankungen und 20 Todesfälle gemeldet. Die meisten Infek­tionen wurden aus Assam und West Bengal im Nordosten sowie Uttar Pradesh im Norden des Landes gemeldet. Die Virusinfektion kann zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen. Die Übertragung erfolgt durch nachtaktive Stech­mücken, die zu bestimmten Jahreszeiten in Feuchtgebieten (Reisfeldern) brüten. Reservoir für das Virus sind Haustiere, insbesondere Schweine, aber auch Nager und Vögel. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen, ggf. ist eine Impfung in Betracht zu ziehen.

Sri Lanka

Mit einem Übertragungsrisiko von Dengue, einer grippeähnlichen, von Mücken übertragenen Viruskrankheit, ist landesweit zu rechnen, insbesondere während und nach der Regenzeit. Seit November letzten Jahres ist die Zahl der Infektionen erneut stark gestiegen und infolge der starken Regenfälle im Mai wird eine weitere Zunahme befürchtet. Seit Jahresbeginn wurden bisher ca. 55.380 Erkrankungen gemeldet,

das sind bereits mehr als im gesamten letzten Jahr. Mindestens 131 Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist die Westprovinz mit den Verwaltungsdistrikten Colombo, Gampaha und Kalutara. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträger­mücken beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 24. Mai 2017

Jemen

Bei einem Cholera-Ausbruch wurden seit Oktober 2016 bis Ende März dieses Jahres ca. 23.500 Fälle gemeldet, 108 Menschen sind verstorben. Seit Ende April nehmen die Erkrankungen erneut stark zu. Mitte Mai hat die Regierung für die Hauptstadt Sanaa den Notstand erklärt. Seit Ende April sind dort mehr als 4.000 Menschen erkrankt. Landesweit kam es seither in 19 der 22 Gouvernements zu insgesamt etwa 29.300 Erkrankungen mit 315 Todesfällen. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.

Kongo, Demokratische Republik

Seit Ende April sind im Bezirk Likati (Provinz Bas-Uele im Nordosten des Landes) 37 Menschen an Symptomen eines hämorrhagischen Fiebers erkrankt, es gab vier Todesfälle. Im Mai hat die WHO zwei Ebola-lnfektionen bestätigt. Eine Ausbreitung auf andere Regionen wird aufgrund der Abgeschiedenheit und schweren Erreichbar­keit nicht befürchtet. Das Infektionsrisiko für (touristisch) Reisende ist gering.

Tansania

Mitte Mai wurde bei einem Niederländer die Schlafkrankheit diagnostiziert. Er hatte sich zuvor während einer Reise im Nordwesten Tansanias (u.a. in der Serengeti) auf­gehalten. Im Verlauf der letzten Jahre sind einzelne Besucher des Serengeti-National­parks nach der Rückkehr an dieser gefährlichen Parasitose erkrankt. Der Erreger wird von tagaktiven Tsetse-Fliegen übertragen. Reisende sollten sich entsprechend schützen und bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort einen Arzt aufsuchen.

 

Vietnam

Im Mai wurde aus der im Norden des Landes gelegenen Hauptstadt Hanoi der erste Todesfall an Dengue-Fieber in diesem Jahr gemeldet. Bisher wurden dort seit Jahres­beginn 700 Infektionen registriert, das sind mehr als doppelt so viele wie im Ver­gleichszeitraum des Vorjahres. Auch in der Provinz Ca Mau im äußersten Süden des Landes wurden bereits mehr als 1.400 Infektionen bestätigt. In Ho Chi Minh Stadt sind drei Menschen verstorben. Im Süden des Landes waren die Fallzahlen bereits 2016 gestiegen. landesweit wurden in diesem Jahr bislang 26.205 Erkrankungen und acht Todesfälle gemeldet, im vergangenen Jahr waren es ca. 122.000 Erkrankungen, 43 Menschen sind verstorben. Schutz vor Stechmücken beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 10. Mai 2017

Dominikanische Republik, Französich-Polynesien

Infolge starker Regenfälle mit Überschwemmungen im April sind in der Dominikanischen Republik (Karibik) die Fallzahlen von Leptospirose gestiegen. Seit Anfang des Jahres wurden 213 Infektionen registriert, 21 Menschen sind verstorben. Auch aus Französisch-Polynesien (Ozeanien) wurden seit Jahresbeginn infolge heftiger Regenfälle landesweit mindestens 39 Infektionen gemeldet. Die meisten Erkrankungen wurden auf der Insel Tahiti verzeichnet.

Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Entspre­chende Kontakte sind zu meiden.

 

Kenia

Anfang Mai wurden in Mombasa im Südosten des Landes 153 Dengue-Erkrankungen gemeldet. Das Virus wurde Ende der 1970er Jahre erstmals in Ostafrika nachgewiesen. Seitdem kam es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken, das Krankheitsbild ist grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mücken­stichen schützen.

 

Neuseeland

In diesem Jahr wurden in Auckland (Nordinsel) bereits 62 Mumps-Infektionen registriert. Die meisten Betroffenen sind Schüler zwischen 10 und 19 Jahren. Solche lokalen Aus­brüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impf­schutz vor der Abreise überprüfen.

 

Südafrika

Zum Ende der aktuellen Saison, die im Oktober letzten Jahres begann, sind die Malaria­-Fallzahlen im April noch einmal gestiegen. Insgesamt wurden ca. 4.300 Erkrankungen und 76 Todesfälle gemeldet. Am stärksten betroffen sind die Verbreitungsgebiete in der Provinz Limpopo im Nordosten des Landes. Sorgfältiger Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation in der Regel sinnvoll. Je nach Reise­route, Reisezeit und Ausbruchslage ist auch eine Chemoprophylaxe in Betracht zu ziehen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 26. April 2017

Äthiopien

Landesweit besteht ein hohes Risiko für Durchfallerkrankungen. Seit Beginn des Jahres wurden ca. 24.580 Cholera-Fälle gemeldet, 667 Menschen sind verstorben. Hygiene sowie ggf. Impfschutz gegen Cholera beachten.

Brasilien

Seit März sind in Petropolis, einer Stadt ca. 70 km nördlich von Rio de Janeiro, fünf Männer im Alter von 16 bis 54 Jahren an Malaria erkrankt. Im vergangenen Jahr wurden dort zwei Infektionen registriert. In der auch bei Touristen beliebten Region werden immer wieder vereinzelte Fälle von Malaria tertiana gemeldet. Reisende sollten auf sorgfältigen Mückenschutz achten und bei Fieber einen Arzt aufsuchen.

 

Deutschland

In diesem Frühjahr werden in Baden-Württemberg deutlich mehr Hantavirus-lnfektio­nen gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bis Mitte April wurden bereits 121 Fälle diagnostiziert. Neben Baden-Württemberg sind auch Bayern und NRW beson­ders betroffen. Das Virus wird durch die Ausscheidungen von infizierten Tieren (Mäusen) übertragen. Infektionsgefahr besteht beim Einatmen des Erregers, der bei der Garten­arbeit oder beim Fegen von Gartenhäusern und Kellern mit dem Staub aufgewirbelt wird.

 

Neuseeland

Seit Ende März sind in Auckland (Nordinsel) 22 Menschen an Typhus erkrankt, eine Frau ist verstorben. Alle betroffenen sind Mitglieder derselben Kirchengemeinde. Der Infek­tionsweg konnte noch nicht aufgeklärt werden. Für Reisende ist das Infektionsrisiko gering, trotzdem sollte auf sorgfältige Nahrungs- und Trinkwasserhygiene geachtet und Kontakt zu Erkrankten gemieden werden.

 

Portugal

Im April ist in Lissabon ein 17-jähriges Mädchen an einer Lungenentzündung infolge einer Masern-Infektion verstorben. Sie war nicht geimpft. Seit Anfang des Jahres wurden 23 Verdachtsfälle gemeldet, besonders betroffen sind die Distrikte Lissabon im Westen und Faro im Süden des Landes. Auch Bulgarien, Frankreich, Rumänien und die Schweiz verzeichnen steigende Erkrankungszahlen, zum Teil mit Todesfällen. Reisende sollten Impfschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 05. April 2017

Japan

Im März sind 40 Menschen nach dem Besuch des Thermalbads "Miharashi Hot Spring" (Präfektur Hiroshima) an Legionellose erkrankt. 37 von ihnen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, ein Mann ist verstorben. Das Bad wurde vorübergehend geschlossen. Die Infektion erfolgt meist durch Inhalation bakterienhaltigen Wassers als Aerosol. Gefährdet sind insbesondere ältere und abwehrgeschwächte Personen.

 

Nigeria

Während der Trockenzeit (Dezember-April) kommt es in den Ländern des "Afrikanischen Meningitisgürtels" regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Seit Dezember letzten Jahres wurden landesweit ca. 2.530 Erkrankungen, darunter mindestens 328 Todesfälle, gemeldet. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Zamfara, Katsina, Sokoto, Kebbi und Niger im Norden des Landes. Reisenden wird eine tetravalente Meningokokken-lmpfung empfohlen.

 

Peru

Seit Beginn des Jahres wurden landesweit bereits 1.025 Leptospirose-lnfektionen gemeldet. Besonders betroffen sind die Küstenregionen Tumbes, Lambayeque, Piura, La Libertad, Ancash und lca. Infolge der heftigen Überschwemmungen im März werden die Fallzahlen vermutlich weiter ansteigen. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Erreger lange überleben und werden über kleine Hautverletzungen oder die Schleimhäute auf den Menschen übertragen. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

 

Südliches Afrika

Während der derzeitigen Regenzeit ist es in Namibia, Botswana, Südafrika und Simbabwe zu einem deutlichen Anstieg der Malaria-Fälle gekommen. Besonders betroffen sind die traditionellen Infektionsgebiete, es wurden aber auch Fälle aus Regionen berichtet, die als malariafrei gelten. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation in der Regel sinnvoll und je nach Ausbruchslage und Reiseroute auch eine Chemoprophylaxe zu erwägen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 22. März 2017

Belgien, Italien, Österreich u.a.

In einigen europäischen Ländern ist eine Zunahme der Masern-Fälle zu beobachten.

Bei einem Ausbruch in Belgien wurden seit Ende Dezember letzten Jahres in der Wallo­nischen Region 163 Erkrankungen gemeldet, 30 davon bestätigt. Seit Anfang des Jahres wurden in Italien landesweit ca. 700 Infektionen verzeichnet. Am stärksten betroffen sind die Regionen Piemont, Lazio, Lombardei und Toskana. Es sind überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene erkrankt. Auch in Österreich kam es seit Januar dieses Jahres in sieben Bundesländern bereits zu 69 Infektionen, im letzten Jahr waren es landesweit insge­samt nur 28. Impfschutz beachten.

Brasilien

Der Gelbfieber-Ausbruch, der Anfang Januar begonnen hat, breitet sich weiter in Richtung Atlantikküste aus. Im März wurden zwei Fälle aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro gemeldet. Seit Jahresbeginn haben die Gesundheitsbehörden landesweit 1.538 Ver­dachtsfälle und 255 Todesfälle in den Bundesstaaten Minas Gerais, Espirito Santo, Sao Paulo, Bahia, Tocantins, Rio Grande do Norte, Goias und dem Distrito Federal gemeldet. Da der weitere Verlauf des Ausbruchs nicht absehbar ist, wird derzeit für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

Ecuador

Anfang März ist in der Provinz Sucumbios im Norden des Landes ein 31-jähriger Mann an Gelbfieber erkrankt. Der letzte bestätigte Fall in Ecuador wurde 2012 aus der südlich angrenzenden Provinz Napo gemeldet. Bei Reisen ins Amazonasgebiet östlich der Anden wird eine Impfung empfohlen. Vorgeschrieben ist eine Gelbfieber-impfung bei Einreise aus Endemiegebieten für alle, die älter als ein Jahr sind.

Namibia, Botswana

Während der derzeitigen Regenzeit ist es im Norden der beiden Länder seit Ende Dezem­ber letzten Jahres zu einem Anstieg der Malaria-Fälle gekommen. In Namibia wurden ca. 6.000 Infektionen und 15 Todesfälle gemeldet. Nach anfänglich großen Erfolgen bei Ausrottungsmaßnahmen zwischen 2000 und 2012 haben die Fallzahlen seit 2013 wieder zugenommen. In Botswana sind neben den traditionellen Infektionsgebieten im Norden des Landes auch Regionen betroffen, die als malariafrei gelten (darunter die Distrikte North East, Kgatleng, Kweneng, Kgalagadi und Gantsi). Reisende sollten sorgfältigen Mückenschutz beachten, ggf. ist eine Chemoprophylaxe in Betracht zu ziehen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 08. März 2017

Australien

Im Bundesstaat Victoria im Südosten des Kontinents wurden seit Januar die höchsten Fallzahlen der letzten zehn Jahre von Ross River-Krankheit gemeldet. Mehr als 1.010 Infektionen wurden registriert, durchschnittlich erkranken jährlich nur 252 Menschen. Betroffen sind auch die bei Touristen beliebten Gebiete an der Surf Coast.

Die Bundesstaaten New South Wales und Western Australia melden mit ca. 470 bzw. 222 Erkrankungen seit Jahresbeginn ebenfalls einen starken Anstieg der Fallzahlen. Die Infektion wird durch Stechmücken übertragen und kommt in Australien regel­mäßig vor. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Belgien

Bei einem Masern-Ausbruch wurden seit Ende Dezember letzten Jahres in der Wallonischen Region 56 Erkrankungen gemeldet, 30 davon bestätigt. Der Indexfall hat sich in Rumänien infiziert. Impfschutz beachten.

Brasilien

Anfang Januar hat der größte Gelbfieber-Ausbruch der letzten 30 Jahre begonnen. Am stärksten betroffen ist der Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes. Darüber hinaus kam es inzwischen auch in den Bundesstaaten Espirito Santo, Bahia, Sao Paulo, Tocantins, Rio Grande do Norte, Goias und im Distrito Federal zu Infek­tionen. Insgesamt wurden 1.457 Verdachtsfälle gemeldet, 361 Infektionen wurden bestätigt, es gab 234 Todesfälle. Die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen geht inzwischen zurück. Da der weitere Verlauf des Ausbruchs nicht absehbar ist, wird derzeit für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

Pakistan

Seit Mitte Dezember letzten Jahres wurden ca. 800 Verdachtsfälle von Chikungunya in der Provinz Sindh im Süden Pakistans gemeldet. Es sind die ersten Fälle in Pakistan. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich mit starken Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 22.Februar 2017

Australien

Im Bundesstaat Victoria im Südosten des Kontinents wurden seit Januar mit mehr als 1.000 Infektionen die höchsten Fallzahlen von Ross River-Krankheit der letzten zehn Jahre gemeldet. Durchschnittlich erkranken jährlich nur 252 Menschen. Betroffen sind auch die bei Touristen beliebten Gebiete an der Surf Coast. Im benachbarten Bundesstaat New South Wales ist ebenfalls ein starker Anstieg der Fallzahlen zu beob­achten. Die Infektion wird durch Stechmücken übertragen und kommt in Australien regelmäßig vor. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Deutschland

Seit Mitte Januar wurden in Leipzig (Sachsen) 36 Masern-Infektionen bestätigt, es gibt mindestens drei weitere Verdachtsfälle. Betroffen sind überwiegend ungeimpfte Kinder, aber auch nicht oder unzureichend geimpfte Jugendliche und Erwachsene. In Berlin traten seit Anfang des Jahres 21 Infektionen auf. Duisburg (NRW) verzeich­net in diesem Jahr bereits 26 Erkrankungen, Hessen 27 Fälle seit Jahresbeginn.

Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 323 Erkrankungen gemeldet. Neben Berlin waren besonders Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern betroffen. Der Impfstatus sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachse­nen überprüft und ggf. ergänzt werden.

Kongo, Dem. Republik

Nach sechs Monaten ohne Neuinfektion hat die Regierung Mitte Februar den Gelbfieber­Ausbruch für beendet erklärt. Seit Ende April 2016 wurden fast 3.000 Verdachtsfälle mit 120 Todesfällen registriert. Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter zwölf Monaten).

USA

Im vergangenen Jahr wurden landesweit ca. 5.310 Mumps-Erkrankungen gemeldet, es sind die höchsten Fallzahlen seit zehn Jahren. Darunter waren auch zahlreiche kleine Ausbrüche an Universitäten. Am stärksten betroffen waren die Bundesstaaten Arkansas und lowa, gefolgt von lllinois, Oklahoma, Massachusetts und Indiana.

In Arkansas, Oklahoma und Washington wurden auch 2017 neue Fälle registriert. landesweit kam es seit Anfang dieses Jahres zu 767 Erkrankungen. Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 08.Februar 2017

Brasilien

Seit Anfang Januar haben die Gesundheitsbehörden 921 Verdachts- und 150 Todes­fälle von Gelbfieber in den Bundesstaaten Minas Gerais, Espirito Santo, Sao Paulo, Bahia, Tocantins und dem Distrito Federal gemeldet. 161 Infektionen wurden bestä­tigt. Einzelne Verdachtsfälle wurden in den Bundesstaaten Goias und Mato Grosso do Sul verzeichnet. Es ist der größte Ausbruch in den letzten 30 Jahren. Die Behörden haben Impfkampagnen gestartet. Im vergangenen Jahr wurden landesweit sechs autoch­thone Infektionen registriert, die meisten im Bundesstaat Sao Paulo. Derzeit wird für alle Brasilienreisenden eine Impfung empfohlen.

Infolge des Gelbfieber-Ausbruchs in Brasilien haben die mittelamerikanischen Länder Nicaragua und Panama eine Impfvorschrift für Einreisende aus Gelbfieber-Endemie­gebieten erlassen.

 

Namibia

Während der derzeitigen Regenzeit ist es im Norden des Landes seit Ende Dezember letzten Jahres zu einem Anstieg der Malaria-Fälle gekommen. In der Region Oshi­koto sind im Januar 102 Menschen erkrankt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 25. Nach anfänglich großen Erfolgen bei Ausrottungsmaßnahmen zwischen 2000 und 2012, haben die Fallzahlen seit 2013 wieder zugenommen.

Sehr guter Mückenschutz ist daher immer zu beachten. Derzeit wird Reisenden in den Norden des Landes eine Chemoprophylaxe empfohlen.

 

Thailand

In diesem Jahr wurden bisher 650 Fälle von Dengue-Fieber gemeldet, die meisten aus dem Süden des Landes. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres sind auf der bei Touristen beliebten Insel Koh Samui 128 Menschen erkrankt. landesweit wurden 2016 etwa 58.560 Erkrankungen und 57 Todesfälle verzeichnet, 2015 waren es

ca. 143.000 Erkrankungen und 141 Todesfälle. Ein Infektionsrisiko besteht ganzjährig, die Hauptübertragungszeit sind die Monate Juli und August. Die Übertragung des Virus erfolgt durch überwiegend tagaktive Stechmücken, das Krankheitsbild ist grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 25. Januar 2017

Brasilien

Der seit Jahresbeginn gemeldete Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien weitet sich aus. Seit Anfang Januar haben die Gesundheitsbehörden 214 Verdachts- und 53 Todesfälle in den benachbarten Bundesstaaten Minas Gerais und Espirito Santo im Südosten des Landes gemeldet. 34 Infektionen sind bestätigt. Im vergangenen Jahr wurden landesweit sechs autochthone Infektionen verzeichnet, die meisten im Bundesstaat Sao Paulo. Bei Reisen in die genannten Regionen ist generell eine Impfung empfohlen.

Frankreich

Die diesjährige Influenza-Welle steigt in Europa weiter an. Besonders betroffen ist der­zeit Frankreich, wo landesweit bislang mehr als 780.000 Infektionen und 86 Todesfälle gemeldet wurden. Einige Krankenhäuser sind überlastet. Bisher wurde überwiegend Influenza A(H3N2) nachgewiesen. Dieser Stamm ist im aktuellen Grippe-Impfstoff ent­halten.

Indonesien

Mitte Januar wurde erstmals nach mehr als einem Jahr wieder eine Vogelgrippe-Erkran­kung beim Menschen gemeldet. Betroffen ist ein zehnjähriger Junge in Bandar Lampung auf der Insel Sumatra, der Virustyp wurde bisher nicht bekannt.

Seit November 2003 hat sich die gefährliche Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1) mit örtlichen und regionalen Ausbrüchen bei Geflügeltieren landesweit ausgebreitet. Seither gab es in Indonesien 199 menschliche Erkrankungsfälle, 167 endeten tödlich. Die meisten stammen aus Java, einige aus Sumatra, einzelne aus Süd-Sulawesi und Bali. Fast alle hatten unmittelbare Kontakte zu kranken oder verendeten Tieren. Reisende sollten Kontakte mit lebendem Geflügel oder kranken Menschen meiden und Hygiene beachten.

Nigeria

Seit Beginn der Trockenzeit im Dezember letzten Jahres wurden 20 Infektionen mit Lassa-Fieber und neun Todesfälle bestätigt, es gibt weitere Verdachtsfälle. Die sieben Bundes­staaten Edo, Nasarawai, Ogun, Ondo, Plateau, Rivers und Taraba sind betroffen. Lassa, eine schwere, häufig tödlich verlaufende Erkrankung, kommt in Nigeria regelmäßig vor. Das Virus verbreitet sich vor allem über Nager. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 11. Januar 2017

Angola

Nach sechs Monaten ohne Neuinfektion hat die Regierung Ende Dezember einen Gelbfieber-Ausbruch für beendet erklärt. Entsprechend den Angaben der WHO gab es seit Ende 2015 landesweit 4.347 Verdachtsfälle, 884 Infektionen wurden bestätigt. 377 Menschen sind verstorben, bei 121 wurde die Infektion nachgewie­sen. Bis Anfang Juni 2016 wurden mehr als zehn Millionen Menschen geimpft. Reisende sollten Impfschutz beachten. Bei der Einreise ist eine (einmalige) Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Presseberichten zufolge wird aktuell auch bei der Ausreise ein Impfnachweis verlangt.

Brasilien

Anfang Januar haben die Gesundheitsbehörden 23 Verdachtsfälle von Gelbfieber und 14 Todesfälle in zehn Gemeinden im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes gemeldet. Die endgültige Diagnose steht noch aus. Im vergangenen Jahr wurden fünf Erkrankungen verzeichnet, die meisten im Bundesstaat Sao Paulo. Bei Reisen in die genannten Regionen ist generell eine Impfung empfohlen.

Madagaskar

Die Zahl der seit Ende November 2016 im Südosten der Insel (Regionen Atsimo­Atsinanana und lhorombe) registrierten Pest-Erkrankungen ist auf 62 angestiegen, 26 Menschen sind verstorben. Infolge anhaltender Dürre ist es zu Buschfeuern gekommen, die vermehrt Nagetiere in die Siedlungen treiben. Es sind die ersten Infektionen seit 1950 in diesem Teil des Landes. Auf Madagaskar ist die Krankheit endemisch und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Laut WHO ist es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizier­ten Menschen meiden.

Sambia

Ein amerikanischer Tourist ist Anfang Dezember letzten Jahres nach seiner Rück­kehr aus Sambia und Botswana an Schlafkrankheit erkrankt. Im November hatte er mit seiner Familie verschiedene Wildparks besucht. Die Schlafkrankheit ist in Sambia endemisch; insbesondere bei Aufenthalten in den Nationalparks besteht Infektionsgefahr. Reisende sollten sich vor Stichen der Tsetse-Fliege, die den Erreger überträgt, schützen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 14. Dezember 2016

Bangladesh

Die Behörden melden die höchsten Dengue-Fallzahlen seit zehn Jahren. In diesem Jahr wurden bis Ende November ca. 6.000 Infektionen gemeldet, zehn Menschen sind verstorben. Im vergangenen Jahr gab es etwa 3.160 Fälle. Das Dengue-Virus wird von vorwiegend tagaktiven Mücken übertragen, das Krankheitsbild ist grippe­ähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Kolumbien

Im zentralen Departement Tolima hat sich die Zahl der Erkrankungen an Leishmaniase im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Bis Ende November dieses Jahres wurden 2. 770 Fälle gemeldet. Bereits Anfang des Jahres gab es einen Ausbruch im Departement Norte de Santander im Nordosten des Landes.

Die durch Parasiten verursachte Erkrankung kommt in Kolumbien regelmäßig vor, rund 50% der Infektionen werden in den Departements Antioquia, Tolima und Norte de Santander verzeichnet. landesweit wurden in diesem Jahr 9.575 Erkran­kungen registriert. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft als Hautleishmaniase. Die Erreger (Einzeller) werden durch den Stich der dämmerungs- und nachtaktiven Schmetterlings- bzw. Sandmücken übertragen. Expositionsprophylaxe mit Repellentien und Gebrauch engmaschiger Mückennetze beachten.

Madagaskar

Ende November sind in zwei Gemeinden in der Region Atsimo-Atsinanana im Süd­osten der Insel 31 Menschen an Beulenpest verstorben. Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Laut WHO ist es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Reisende sollten Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

Tschechische Republik

Im November sind in der Südmährischen Region innerhalb weniger Wochen mehr als 400 Menschen an Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht) erkrankt. Die meisten Infektionen wurden in Brünn, dem Verwaltungssitz der Region und zweitgrößten Stadt des Landes, registriert. Es ist der größte Ausbruch seit 1990. Als Infektions­quelle wird mangelnde Hygiene und Drogenkonsum vermutet. Sorgfältige Hygiene beachten, eine Impfung ist zu empfehlen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 30. November 2016

Indien

Bis Mitte November sind landesweit ca. 94.520 Menschen an Dengue-Fieber erkrankt, es gab 193 Todesfälle. Die meisten Fälle wurden in den Bundesstaaten West Bengal, Punjab, Orissa, Kerala, Uttar Pradesh, Gujarat, Punjab und Karnataka verzeichnet. Auch in der Hauptstadt Neu Delhi steigen die Fallzahlen an. Bis Mitte November wurden mehr als 4.065 Infektionen gemeldet, fünf Menschen sind verstor­ben. Erstmals seit 2012 wurden in Mumbai mehr als 1.000 Fälle gemeldet, dort kam es in diesem Jahr bereits zu 1.088 Erkrankungen und vier Todesfällen. Es sind die höchsten Fallzahlen seit sechs Jahren. Das Krankheitsbild ist grippeähnlich. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Malaysia

In einem Dorf nahe der Stadt Gerik (Hulu Perak Distrikt) im Norden der malaysi­schen Halbinsel sind im November mindestens 64 Menschen an Malaria tertiana erkrankt. Es handelt sich um die ersten Infektionen seit 2009 in dieser Region. Reisende sollten sorgfältigen Mückenschutz beachten und die Mitnahme einer Notfallmedikation erwägen.

USA

Ende November wurde die erste autochthone Zika-Virus-lnfektion im Bundesstaat Texas bestätigt, betroffen ist eine Frau aus Brownsville. Seit Ende Juli wurden im Bundesstaat Florida 238 lokale Infektionen bestätigt. Besonders betroffen ist das Miami-Dade County. landesweit wurden bis Mitte November 4.261 importierte Fälle gemeldet. Das Zika-Virus wird in der Regel von Mücken übertragen. In 36 Fällen wurde eine auch eine sexuelle Übertragung beobachtet. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. Schwangeren ist derzeit von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete abzuraten.

Venezuela

Im Bundesstaat Bolivar im Osten des Landes sind seit Ende September 86 Men­schen an Diphtherie erkrankt. Insgesamt wurden bis Mitte November in sieben Bundes­staaten etwa 300 Infektionen verzeichnet. Es sind die ersten bestätigten Infektio­nen seit mehr als 20 Jahren in Venezuela. Impfschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 16. November 2016

Burkina Faso

Zwischen August und Ende Oktober wurden in der Hauptstadt Ouagadougou 645 Dengue-lnfektionen registriert. Auch aus den Städten Dori im Nordosten und Bobo-Dioulasso im Westen des Landes werden Fälle gemeldet. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Deutschland, Österreich, Polen u.a.

Seit Anfang November sind in mehreren Regionen des Landes zahlreiche Wildvögel an der Infektion mit Influenza A(HSNS), der sogenannten Vogelgrippe, verendet. Neben Schleswig-Holstein (Plöner See) und Baden-Württemberg (Bodensee) sind auch Regionen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen betroffen. Um eine Ausbreitung in landwirtschaftliche Betriebe zu verhindern, wurde in weiten Teilen des Landes die Stallpflicht verhängt. Ähnliche Ausbrüche gab es auch in weiteren europäischen Ländern, u.a. in Polen, Ungarn, Österreich und der Schweiz. Die zeitnahen Ereignisse lassen einen Zusammenhang mit dem Vogelzug vermuten. Die nachgewiesene Virusvariante ist für Geflügel hoch infektiös. Menschliche Erkrankungen gab es bisher aber nicht.

Indien

In Neu-Delhi und im die Hauptstadt umgebenden National Capital Territory of Delhi (NCT) ist derzeit die Luftverschmutzung (Smog) extrem hoch. Schulen wurden vorübergehend geschlossen. Kohlekraftwerke wurden stillgelegt und Bau- bzw. Abrissmaßnahmen gestoppt. Gefährdet sind besonders Kleinkinder, ältere Menschen und solche mit chronischen Atemwegserkrankungen. Ihnen wird empfohlen, bei Spitzenbelastungen in geschlossenen Räumen zu bleiben, körper­liche Anstrengungen zu vermeiden, evtl. Atemmasken zu tragen. Reisende sollten die lokale Medienberichterstattung aufmerksam verfolgen.

Palau

Anfang November wurde die erste lokale Infektion mit Zika-Virus bestätigt. Sorgfältigen Mückenschutz beachten. Schwangere sollten derzeit von nicht not­wendigen Reisen in die betroffenen Gebiete absehen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 3. November 2016

Italien

Im Oktober ist erneut ein junger Mann an einer Meningokokken-Meningitis erkrankt. Er wird in einer Klinik in der Provinz Prato intensivmedizinisch behandelt. In diesem Jahr wurden in der Toskana 23 Fälle registriert, vier Menschen sind ver­storben. Bereits im vergangenen Jahr wurden ungewöhnlich viele Infektionen in der Region gemeldet. Es sind 31 Menschen erkrankt, sechs von ihnen sind verstorben. Als Erreger wurden Meningokokken der Serogruppe C identifiziert. Zehn der Betroffenen waren gegen die Infektion geimpft, bei den meisten lag die Impfung mehr als fünf Jahre zurück. Impfkampagnen für Jugendliche und Erwachsene wurden durchgeführt. Eine offizielle Impfempfehlung für Touristen wurde nicht ausge­sprochen. Reisende in die Region sollten rechtzeitig vor der Abreise den Rat eines Arztes einholen.

Rumänien

Bis Mitte Oktober dieses Jahres wurden ca. 800 Masern-Erkrankungen gemeldet, vier Personen sind verstorben. 30 der 41 Kreise des Landes sind betroffen. In 2015 gab es lediglich sieben Fälle. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

Venezuela

Seit Ende September sind im östlichen Bundesstaat Bolivar 23 Menschen an Diphtherie erkrankt. Aus den Bundesstaaten Sucre und Nueva Esparta im Nord­osten des Landes wurden insgesamt vier Fälle gemeldet. Es sind die ersten bestäti­gten Infektionen seit mehr als 20 Jahren in Venezuela. Impfschutz beachten.

Vietnam

Seit April wurden landesweit 23 lokale Infektionen mit Zika-Virus bestätigt, die meisten davon in Ho-Chi-Minh-Stadt. Betroffen ist auch die bei Touristen beliebte, im Südosten des Landes gelegene Stadt Nha Trang (Provinz Khanh Hoa).

Das Zika-Virus wird von vorwiegend tagaktiven Mücken übertragen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. Eine Impfung oder medikamentöse Pro­phylaxe gegen die Erkrankung existiert nicht. Schwangeren ist derzeit von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete abzuraten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 19. Oktober 2016

Haiti

Seit Oktober 2010 gibt es einen landesweiten Cholera-Ausbruch, betroffen ist auch die Hauptstadt Port-au-Prince. Insgesamt sind bisher etwa 792.800 Personen erkrankt, mehr als 9.000 Menschen sind verstorben. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden bereits mehr als 27.700 Infektionen gemeldet. Infolge des Hurrikans „Matthew" Ende September 2016 haben verschiedene Hilfsorganisatio­nen im Departement Grand'Anse im Südwesten des Landes bereits ca. 500 Ver­dachts- und 60 Todesfälle gemeldet. Die Ursachen für die Epidemie liegen vor allem in den sanitären Verhältnissen der nach dem schweren Erdbeben errichteten Flüchtlingslager. Es besteht nur begrenzt Zugang zu sauberem Trinkwasser und kein funktionierendes Abwassersystem. Außerdem gibt es in der Bevölkerung keine Immunität gegen das Bakterium. Reisende sollten Nahrungs- und Trink­wasserhygiene beachten, ggf. ist die Impfung zu erwägen.

Italien

In Parma (Region Emilia-Romagna im Norden des Landes) sind seit Anfang Oktober 41 Menschen an Legionellose erkrankt. 16 Patienten wurden stationär behandelt, es gab zwei Todesfälle. Die Erreger wurden in mehreren Kühltürmen der Region nach­gewiesen, die genaue Infektionsquelle ist aber noch nicht identifiziert. Die Infek­tion mit Legionellen erfolgt über die Inhalation bakterienhaltigen Wassers als Aerosol, das klinische Spektrum reicht von asymptomatischen Verläufen bis zu schweren Lungenentzündungen mit tödlichem Verlauf. Gefährdet sind insbeson­dere ältere und abwehrgeschwächte Personen.

Kenia, Tansania

Anfang Oktober wurde bei einer Niederländerin Schlafkrankheit diagnostiziert. Sie hatte sich zuvor während einer Urlaubsreise in Kenia (Masai Mara) und im Nordwesten Tansanias (u.a. Serengeti und Ngorongoro Krater) aufgehalten.

Im Jahr 2012 kam es zu zwei Erkrankungen bei Touristen, die durch die Masai Mara gereist waren. Seit 2000 wurden vereinzelt Fälle diagnostiziert bei Reisenden, die Nationalparks in Tansania, Malawi, Sambia und Simbabwe besucht hatten. Safari­-Reisende in Ostafrika, speziell in Wildreservate, sollten das potenzielle Übertra­gungsrisiko und die Primärsymptome kennen, Schutz vor Tsetse-Fliegen beachten und bei verdächtigen Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 6. Oktober 2016

Indien
Im Bundesstaat Himachal Pradesh im Norden des Landes sind mehr als 700 Men­schen an Tsutsugamushi-Fieber erkrankt, 20 Personen sind verstorben. Die Übertragung des Erregers auf den Menschen erfolgt über den Stich von Milben. Diese sitzen meist auf Sträuchern, d.h. die Gefährdung besteht bei Aktivitäten in der Natur. Nach zehn bis zwölf Tagen entwickelt sich an der Stichstelle eine kleine Entzün­dung mit schwärzlicher Kruste. Es kommt zu Fieber, Kopfschmerzen und oft zu fleckförmigem Hautausschlag. Eine frühe Behandlung ist notwendig, um das Auftreten von Komplikationen (und Todesfällen) zu verhindern. Langärmelige Kleidung bei Outdoor-Aktivitäten tragen und Sitzen auf dem Boden vermeiden.

Rumänien

Bis Ende August dieses Jahres wurden 675 Masern-Erkrankungen gemeldet, zwei Patienten sind verstorben. Im Jahr 2015 wurden lediglich sieben Fälle registriert. Verantwortlich für den starken Anstieg sind vermutlich Anti-Impfkampagnen. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

St. Kitts & Nevis

Mitte September wurden auch auf den Karibik-Inseln St. Kitts & Nevis die ersten drei lokal erworbenen Infektionen mit dem Zika-Virus gemeldet, das sich seit dem vergangenen Jahr im gesamten karibischen Raum sowie in Süd- und Mittelamerika ausgebreitet hat. Die Übertragung des Erregers auf den Menschen erfolgt durch überwiegend tag-, aber auch nachtaktive Mücken. Reisende, insbesondere Schwangere, sollten auf sorgfältigen Mückenschutz achten.

Thailand

Seit Anfang des Jahres wurden ca. 350 Zika-Virus-Erkrankungen gemeldet, mindestens zehn Provinzen sind betroffen. Auch in Bangkok wurden 29 Infektionen gemeldet, 22 allein im Bezirk Sathon im Süden der Hauptstadt. Die Infektion wurde 2012 erstmals in Thailand nachgewiesen, seitdem wurden im Jahr durchschnittlich fünf Fälle registriert. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 21. September 2016

Malaysia, Philippinen, Thailand

Anfang September wurde in Malaysia die erste lokale Infektion mit Zika-Virus bestätigt. Inzwischen ist die Zahl der Fälle auf sechs gestiegen. Auch eine Schwangere ist erkrankt.

Ebenfalls Anfang September wurde ein lokaler Fall auf den Philippinen bestätigt. Eine 45-Jährige ist in lloilo City (Insel Panay) erkrankt. Inzwischen wurden zwei weitere Infektionen bestätigt, alle drei Betroffenen leben im gleichen Haushalt. Die erste und bisher einzige autochthone Infektion wurde 2012 gemeldet. Damals war ein 15-jähriger Junge auf der Insel Cebu erkrankt.

In Thailand wurden seit Anfang des Jahres ca. 200 Erkrankungen registriert, es sind mindestens 10 Provinzen betroffen. Auch in Bangkok kam es zu 29 Infektionen,

22 allein im Bezirk Sathon im Süden der Hauptstadt. Zika wurde 2012 erstmals in Thailand nachgewiesen, seitdem gab es im Jahr durchschnittlich fünf Fälle.

Die Übertragung des Erregers auf den Menschen erfolgt durch überwiegend tag-, aber auch nachtaktive Mücken. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen die Erkrankung existiert nicht. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Panama

Im Juni 2014 wurden die ersten beiden importierten Fälle von Chikungunya bestä­tigt, bis Ende 2014 erhöhte sich die Zahl auf 43, es gab 25 lokal erworbene Infek­tionen. 2015 wurden 183 Erkrankungen registriert, 22 gelten als importiert. In diesem Jahr wurden bislang sechs lokale Infektionen bestätigt. Es gibt ca. 1. 790 weitere Verdachtsfälle. Das Virus wird von Stechmücken übertragen und führt in der Regel zu hohem Fieber sowie starken Muskel- und Gelenkschmerzen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

Sudan

Darminfektionen, vor allem Durchfallerkrankungen, sind landesweit verbreitet.

Im September sind im Bundesstaat Blue Nile im Südosten des Landes mindestens 23 Menschen an wässriger Diarrhö verstorben, mehr als 600 weitere sind erkrankt. Cholera wird als Ursache vermutet. Auch im Bundesstaat Kassala (Osten) wurden vier Todesfälle gemeldet. Reisende sollten Hygiene beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 07. September 2016

Singapur

Seit Ende August hat das Gesundheitsministerium mehr als 240 lokal erworbene Zika-Virus-lnfektionen bestätigt. Mitte Mai wurde die erste importierte Infektion gemeldet. Ein 48-jähriger Mann war nach seiner Rückkehr aus Brasilien erkrankt. Die Übertragung des Erregers auf den Menschen erfolgt durch überwiegend tag-, aber auch nachtaktive Mücken. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen die Erkrankung existiert nicht. Mückenschutz beachten.

USA

Im Bundesstaat Virginia im Osten der Vereinigten Staaten sind seit Mitte August mindestens 59 Menschen an Hepatitis A (infektiöser Gelbsucht) erkrankt. Infek­tionsquelle sind vermutlich tiefgekühlte ägyptische Erdbeeren, die in Smoothies verarbeitet wurden. Seit Mitte Juni gibt es auch auf der Insel Oahu (Bundesstaat Hawaii) einen Ausbruch mit mindestens 241 Erkrankungen. Hier gelten als wahr­scheinlichste Infektionsquelle gefrorene importierte Jakobsmuscheln, die roh in einem Sushi Restaurant serviert wurden. Reisende sollten auf sorgfältige Hygiene achten.

Zypern

Ende August wurde im Bezirk Larnaka im Südosten der erste Fall von West Nile­Fieber auf der Insel bestätigt. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Das Virus kann die Blut­Hirn-Schranke überschreiten und zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündungen und Läh­mungen führen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Fälle von West Nile-Fieber melden derzeit auch Ungarn, Österreich, Serbien, Kroatien, Israel und Spanien. Ein französischer Tourist ist im August nach seiner Rückkehr aus der Provinz Sevilla erkrankt. Es ist die erste Infektion beim Menschen seit 2010 in Spanien.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 24. August 2016

Angola

Bei dem Gelbfieber-Ausbruch in Angola wurden seit Juni keine neuen Infektionen bestätigt. Entsprechend den Angaben der WHO kam es seit Ende des letzten Jahres landesweit zu 3.922 Verdachtsfällen, 369 Menschen sind verstorben. In 16 der insgesamt 18 Provinzen wurden Infektionen bestätigt, alle Provinzen melden Verdachtsfälle. Am stärksten betroffen sind die Provinzen Luanda im Nordwesten und Huambo im Westen des Landes. Bis Anfang Juni wurden mehr als zehn Millionen Menschen geimpft. Bei der Einreise ist eine (einmalige) Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Presseberichten zufolge wird aktuell auch bei der Ausreise ein Impfnachweis verlangt.

 

Griechenland

Erstmals seit 2013 wurden zwischen Ende Juni und Mitte August dieses Jahres vier vor Ort erworbene Fälle von Malaria tertiana registriert. Zwei Menschen sind in der Region Peloponnes (Südwesten) erkrankt, zwei weitere im Bezirk Thessaloniki in der Region Zentralmakedonien im Norden des Landes. Griechenland war 1974 für malariafrei erklärt worden. Im Sommer 2011 wurden dann insgesamt 61 Fälle im Land registriert, mehr als die Hälfte davon bei Personen ohne vorherige Reise­anamnese. Die überwiegende Mehrzahl der Erkrankungen trat in der Region Evrotas im Süden der Halbinsel Peloponnes auf. Im Sommer 2012 wurden erneut 47 Erkrankungen aus derselben Gegend gemeldet, 2013 waren es nur noch drei. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe (Mückenschutz) sollte beachtet werden. Bei unklarem Fieber während oder nach einem Aufenthalt während der Sommer­monate sollte ggf. an eine Malaria gedacht werden.

Nigeria

Nach zwei Jahren ohne neue Infektionen sind Mitte August zwei Kinder im Bun­desstaat Borno im Norden des Landes an Polio erkrankt. Impfkampagnen in den betroffenen Gebieten wurden gestartet. Ende September 2015 hatte die WHO Nigeria von der Liste der Länder gestrichen, von denen eine Gefahr der Ausbrei­tung ausgeht. Reisende sollten Impfschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 10. August 2016

Indonesien

Auf Bali ist im Juli erneut ein Mensch an Tollwut verstorben. Im vergangenen Jahr gab es 15 Todesfälle auf der Insel. Auch Touristengebiete, wie zum Beispiel die Städte Ubud und Uta und die Regionen Gianyar und Badung, sind betroffen.

Seit Auftreten der ersten Fälle im November 2008 sind auf Bali schätzungsweise 170 Menschen an der Infektion gestorben. Auch aus anderen Regionen Indonesiens werden Fälle berichtet. Es gibt weiterhin einen Mangel an Immunglobulinen im ganzen Land.

Moderne Zellkulturimpfstoffe sind nach Auskunft des Auswärtigen Amtes in einigen Zentren und Krankenhäusern verfügbar. Aufgrund der aktuellen Situation sollte eine vorsorgliche Impfung erwogen werden.


Rumänien

Ende Juli wurden die ersten beiden Fälle von West Nile-Fieber für diese Saison gemeldet, inzwischen gibt es einen weiteren Verdachtsfall. Betroffen sind die Distrikte Barilla und Ialomita im Südosten sowie der Distrikt Dolj im Südwesten des Landes.

Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Bei Menschen kommt es in 80 % der Fälle zu keinen Symptomen. Das Virus kann die Blut-Hirn-Schranke überschreiten und zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündungen und Lähmungen führen. Mückenschutz beachten.


USA

Im Juli wurden die ersten Verdachtsfälle von lokal erworbenen Zika-Virus-Infektionen aus Florida (Counties Miami-Dade und Borgward) gemeldet, inzwischen ist die Zahl dort auf 16 gestiegen. Anfang August wurde eine autochthone Infektion im County Palm Beach registriert. Landesweit kam es bis Ende Juli zu 1.657 importierten Fällen.

Die Übertragung des Erregers auf den Menschen geschieht durch überwiegend tag-, aber auch nachtaktive Mücken. Eine Impfung oder medikamentöse Prophylaxe gegen die Erkrankung existiert nicht. Wichtigste Schutzmaßnahme ist daher die Vermeidung von Mückenstichen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 20. Juli 2016

EI Salvador

Die Gesundheitsbehörden melden eine Zunahme der Typhusfälle in diesem Jahr. Bis Anfang Juli wurden bereits 477 Infektionen registriert, die meisten (323) davon in der Provinz San Salvador. Nahrungsmittelhygiene sorgfältig beachten, für Risikoreisende ist die Impfung zu erwägen.

 

Israel

Seit März wurden die ersten sechs Erkrankungen für diese Saison gemeldet. West Nile­Fieber kommt in Israel sporadisch vor. Im vergangenen Jahr gab es landesweit 149 Fälle, 2014 waren es nur 17. Den größten Ausbruch gab es bisher im Jahr 2000, 439 Infektionen konnten labortechnisch bestätigt werden, 29 Menschen sind verstorben. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Bei Menschen kommt es in 80% der Fälle zu keinen Symptomen. In den anderen Fällen treten grippeähnliche Symptome auf. Das Virus kann die Blut-Hirn-Schranke überschreiten und zu Hirnhautentzündung und Lähmungen führen. Mückenschutz beachten.

 

Peru

In diesem Jahr wurden landesweit 76 Gelbfieber-Infektionen bestätigt. 20 Menschen sind verstorben. Mit 58 Fällen am stärksten betroffen ist die Region Junin im Zentrum des Landes. Alle Infektionen wurden bei Aufenthalt in einem Waldgebiet erworben. Es ist es die größte Zahl an Erkrankungen seit 2006. Im vergangenen Jahr wurden landesweit insgesamt 17 Erkrankungen bestätigt, 2014 waren es 15. Impfschutz beachten.

 

USA

Seit Mitte Juni gibt es auf der Insel Oahu (Bundesstaat Hawaii) einen Ausbruch von Hepatitis A mit mindestens 52 Infektionen. 16 Patienten wurden in einer Klinik behandelt. Als Infektionsquelle wurde ein Eisverkaufsstand am Einkaufszentrum Waikele Center in Waipahu identifiziert. Alle Betroffenen hatten im Zeitraum vom 17. Juni bis 3. Juli dort Eis gegessen. Neben sorgfältiger Hygiene ist für die genannte Region derzeit eine Impfung zu empfehlen.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 06. Juli 2016

Deutschland

Während der warmen Jahreszeit steigt das Risiko für zeckenübertragene Krankheiten. Die FSME, die zu einer Hirnentzündung führen kann, kommt in Deutschland mit regional unterschiedlicher Dichte vor, besonders in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen im Saarland und im Süden Sachsens (Vogtlandkreis). Neben dem Übertragungsweg durch Zecken werden in seltenen Fällen auch Virusübertragungen durch infizierte Milch, besonders von Schafen und Ziegen, beobachtet. Im Juni sind im Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg) zwei Menschen erkrankt. Die Infektion erfolgte vermutlich durch den Verzehr von Ziegenrohmilchprodukten eines lokalen Hofes. Schutz vor Zeckenstichen beachten, bei Expositionsgefahr in FSME-Risikogebieten ist eine Impfung empfehlenswert.


Philippinen

In weiten Teilen des Landes ist die Zahl der Dengue-Erkrankungen in diesem Jahr gestiegen. Am stärksten betroffen ist die Region Calabarzon gefolgt von Central Visayas, Central Luzon, Northern Mindanao, und Soccsksargen. landesweit wurden bis Ende Juni mehr als 50.000 Infektionen und mindestens 207 Todesfälle registriert. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen und führt zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.


USA

Im Bundesstaat North Carolina (Ostküste) ist Ende Juni eine 18-Jährige an einer Amöben-Meningoenzephalitis verstorben. Die Infektion erfolgte vermutlich im Wildwasserpark US National Whitewater Center (USNWC). Amöben (Einzeller) kommen im Sommer häufiger in relativ warmen Flüssen und Seen vor. Die Infektion erfolgt über die Nase, verschlucken von Wasser ist in der Regel ungefährlich. Die Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, steifer Nacken und Verwirrtheit treten etwa zwei Wochen nach Infektion auf. Die seltene Erkrankung schreitet schnell voran und führt fast immer innerhalb von drei bis sieben Tagen zum Tod.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

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