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Darmkrebsvorsorge Check in unserer Praxis

Darmkrebs - den können Sie sich sparen!

In Deutschland stellt Darmkrebs (Dickdarm) mit 66.000 Neuerkrankungen pro Jahr bei Frauen und Männer jeweils die zweithäufigste Krebsart dar. Damit nimmt Deutschland europaweit einen Spitzenplatz ein. 29.000 Erkrankte versterben jährlich an der Erkrankung.

Die gute Botschaft: beim Darmkrebs bestehen gute Heilungschancen von über 90%, wenn er nur frühzeitig erkannt wird.


Die schlechte Botschaft: Leider wird jedoch die Mehrzahl der Erkrankungen erst in einem späten Stadium erkannt. Dann sind die Überlebenschancen deutlich geringer: fünf Jahre nach Diagnosestellung leben nur noch etwas mehr als die Hälfte der Betroffenen.

Warum wird der Darmkrebs häufig erst so spät erkannt? Einfache Antwort: wenn man etwas merkt, ist es eigentlich schon viel zu spät.


Darmkrebs macht erst spät Beschwerden in Form von Bauchschmerzen, veränderten Stuhlgewohnheiten oder Blutauflagerungen auf dem Stuhl. Veränderungen des Blutbildes fallen oft noch später auf. Außerdem gehen viele Betroffene trotz bestehender Beschwerden aus Angst oder falschem Schamgefühl erst spät zum Arzt.

Studien haben gezeigt: Darmkrebs der im Rahmen von Früherkennungsmaßnahmen festgestellt wird, kann deutlich häufiger geheilt werden als Darmkrebs, der aufgrund von Symptomen diagnostiziert wird.

Schon seit 1978 ist die Darmkrebsvorsorge in Deutschland in Form eines jährlichen Tests auf verstecktes Blut im Stuhl ("Stuhlbriefchen", "Haemoccult®"-Test) etabliert. Mehrere große Studien haben übereinstimmend zeigen können, dass durch diesen Test bei regelmäßiger Teilnahme die Sterblichkeit durch Darmkrebs um ca. 30% reduziert werden kann.  

Darmkrebs entsteht fast immer aus bestimmten Polypenformen

(so genannten Adenomen).

Das sind pilz- oder blumenkohlartige Wucherungen der Darmschleimhaut, die über lange Zeit gutartig sind. Die Polypen haben aber die Neigung, im Laufe der Zeit bösartig zu werden.

Die Entwicklung des gutartigen Polypen zum Krebs benötigt in der Regel mindestens zehn Jahre. Zwei Studien konnten übereinstimmend zeigen, dass durch Entfernung der Adenome (Polypektomie) im Rahmen einer Darmspiegelung (Koloskopie) die Darmkrebsentstehung um bis zu 90% gesenkt wurde, d.h. eine Krebsentstehung effektiv verhindert wurde. Die Entfernung der Polypen geschieht mit der Elektroschlinge. Der Polyp wird mit einer Drahtschlinge abgetrennt, gleichzeitig wird die Blutung durch kurzzeitige Stromfluss in der Schlinge gestillt. Das ist völlig schmerzfrei für den Patienten.

Vorsorge-Koloskopie (Darmspiegelung)

Seit Oktober 2002 besteht daher in Deutschland im Rahmen der Krebsvorsorge der Anspruch auf eine Koloskopie ab 55 Jahren, die bei unauffälligem Befund einmalig nach zehn Jahren wiederholt werden kann.

Die Durchführung der Vorsorgekoloskopie ist mit strengen Auflagen verknüpft, um eine qualitativ hochwertige und sichere Untersuchung zu gewährleisten. So dürfen nur Ärzte teilnehmen, die in den letzten zwei Jahren mindestens 200 Koloskopien und 50 Polypektomien durchgeführt haben. In den ersten zwei Jahren wurden insgesamt etwa eine Millionen Vorsorgekoloskopien vorgenommen. Hierbei wurde bei 0,6% der Untersuchten Darmkrebs festgestellt. Über zwei Drittel hiervon wurden so rechtzeitig entdeckt, dass der Darmkrebs noch gut zu entfernen war und die Überlebenschancen gut waren.  Bei etwa 29% wurden Polypen entdeckt und entfernt und somit eine mögliche Krebsentstehung verhindert.

Nahezu alle Patienten - nämlich 99,8 % - profitieren von der Darmspiegelung. 2/3 können das gute Gefühl haben: ich habe keine Darmpolypen und schon gar keinen Darmkrebs. Fast 1/3 kann glücklich sein, dass Polypen entfernt wurden, bevor der Krebs kam. Selbst 2/3 der wenigen Patienten, bei denen Darmkrebs gefunden wird, können dankbar sein, weil der Krebs in einem Stadium gefunden wurde, in dem er noch gut zu operieren ist.

Übrigens: ein besonders großes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, haben Menschen, wenn die Erkrankung bei einem Verwandten ersten Grades, also Eltern, Geschwistern und Kindern, vor dem 60. Lebensjahr diagnostiziert wurde.

Derzeit wird Verwandten ersten Grades von Patienten mit Dickdarmkrebs eine Vorsorgeuntersuchung empfohlen, wenn sie ein Alter erreicht haben, das zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Patienten liegt.

Und wie ist das eigentlich mit der Darmspiegelung? Da hört man ja so einiges: sie sei sehr unangenehm und vieles andere auch. Manchmal ist entspricht das, was da so erzählt wird, eher dem Jäger- oder Anglerlatein, als wahrheitsgemäßen Schilderungen. Denn so dick, wie das am Stammtisch erzählt wird, sind die sehr gut beweglichen Endoskope, also die Geräte für die Darmspiegelung, wirklich nicht (mehr).
 

Heute ist es so, dass Sie bei einer Darmspiegelung durch einen routinierten Arzt mit modernem Instrumentarium in aller Regel kaum etwas spüren. Sie können auch eine "Schlafspritze" bekommen, damit Sie gar nichts mitkriegen. Aber das gute Gefühl bleibt fast allen (siehe oben).


Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne. Wir führen Darmspiegelungen in unserer Praxis nicht durch, kennen uns aber in der Materie aus und können Ihnen sicherlich wichtige Entscheidungshilfen geben. Wir arbeiten Hand in Hand mit qualifizierten Spezialpraxen zusammen, in denen Untersuchungen von hoher Qualität gemacht werden. Ach so, Sie haben sich gerade zum Check-up bei uns angemeldet? Dann sprechen wir Sie ohnehin auf die Darmkrebsvorsorge an, wenn Sie zur Zielgruppe gehören.

Test auf M2-PK ergänzt die Darmkrebs-Vorsorge

Bei der Früherkennung von Darmkrebs besteht allerdings noch ein Dilemma: Mit Koloskopie lassen sich Polypen und Tumoren zwar mit hoher Sicherheit erkennen. Aber nur wenige Menschen nehmen dieses invasive Verfahren in Vorsorgeuntersuchungen auf sich. In Deutschland sind es nicht einmal zwei Prozent derjenigen, für die das nationale Screeningprogramm in Frage käme. Die bisherigen Tests auf verborgenes Blut im Stuhl ("Stuhlbriefchen")  wiederum erfordern zwar wenig Aufwand, sind jedoch unspezifisch.

Falls Sie sich wirklich nicht zu einer Darmspiegelung entscheiden können, bieten wir Ihnen die Durchführung eines Enzymtestes ("M2-PK"), der Polypen und Tumoren im Darm aufspüren kann. Das Enzym ist einfach in Stuhlproben nachweisbar.

Wie sicher ist der Test: in einer Studien wurden Gesunde zu 93% richtig als nicht krebsverdächtig eingestuft, 78% der Probanden, bei denen zuvor schon ein Darmkrebs festgestellt wurde, wurden auch durch den Test entdeckt.


Der M2-PK-Test ist zwar viel zuverlässiger, als die weit verbreiteten Stuhlbriefchen (z. B. Haemoccult ®), aber auch hier können bereits an einem Tumor Erkrankte unentdeckt bleiben.  

Fazit: Der M2-PK-Test ist viel besser, als die "klassischen" Stuhlbriefchen oder gar keine Darmkrebs-Vorsorge. Aber es bleibt dabei: die sicherste Screening-Methode ist die Spiegelung des Dickdarmes.

Übrigens: ist der M2-PK-Test auffällig, muss auf jeden Fall eine  Darmspiegelung erfolgen.

Der M2-PK-Test ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Natürlich ist nicht nur die Darmkrebs-Vorsorge wichtig. Lesen Sie hier mehr zum gründlichen Check-up.

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