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Arterielle Durchblutungsstörungen (AVK)

Welche Arten von Durchblutungsstörungen gibt es?

„Arterielle Verschlusskrankheit (AVK)" ist der allgemeine Ausdruck für arterielle Durchblutungsstörungen, „periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)“ ist der medizinische Fachbegriff für Durchblutungsstörungen der Arme oder der Beine.

Der volkstümliche Begriff „Schaufensterkrankheit“ (Fachbegriff: Claudicatio intermittens) bezeichnet ebenfalls Durchblutungsstörungen der Beine. „Schaufensterkrankheit“ wird die AVK der Beine deswegen genannt, weil aufgrund auftretender Schmerzen beim Gehen im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf die Betroffenen regelmäßig stehen bleiben müssen – wie bei einem Schaufensterbummel.

Durchblutungsstörungen können auch innere Organe betreffen, am häufigsten Herz und Gehirn. Treten Durchblutungsstörungen am Herzen auf, spricht man von „Koronarer Herzkrankheit (KHK)“. Reicht die Durchblutung des Herzmuskels bei zunehmender Einengung der Herzkranzgefäße – zum Beispiel in Belastungssituationen –nicht mehr aus, kommt es zur „Brustenge“, zur „Angina pectoris“.

Der Blutkreislauf

Unser Blutkreislauf ist dafür zuständig, alle Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Kohlendioxid und andere Abbauprodukte abzutransportieren.

Das Herz pumpt das sauerstoffreiche Blut durch die Schlagadern (Arterien) in den Körper.

In den verschiedenen Körpergeweben werden Sauerstoff und Nährstoffe aus dem Blut abgegeben, Kohlendioxid und andere Abbauprodukte („Schlackenstoffe“) werden aufgenommen.

Über die Blutadern (Venen) wird das Blut zum Herzen zurücktransportiert.

Das Herz pumpt das sauerstoffarme Blut in die Lunge, wo es Kohlendioxid abgibt und neuen Sauerstoff aufnimmt. Von der Lunge geht es zurück in das Herz und der Kreislauf beginnt von vorne.

Durchblutungsstörungen

Arterielle Durchblutungsstörungen kommen durch Verengungen oder Verschlüsse von Schlagadern zustande. Schlagadern oder Arterien heißen die vom Herzen wegführenden Blutgefäße, die im Körperkreislauf sauerstoffreiches Blut transportieren.

Durchblutungsstörungen der Arterien entwickeln sich meist schleichend, oft über Jahre hinweg. Aufmerksam wird man auf die Veränderungen oft erst dann, wenn erste Beschwerden auftreten: kalte Hände oder Füße, Schmerzen beim Bergaufgehen oder beim Heben von Lasten, Schwindel oder Schmerzen im Brustkorb, manchmal auch im Rücken, Hals oder Oberbauch.

Meist verengen sich Schlagadern durch Arteriosklerose (= Atherosklerose), „Arterienverkalkung“. Dabei kommt es zur Ablagerungen in der Gefäßwand. Voraussetzung für das Entstehen sind entzündliche Vorgänge in den Arterienwänden. 

Entzündung und oxidativer Stress: Motor der Arterienverkalkung

Auch die Blutfette haben Einfluss auf die Entstehung der Gefäßwandveränderungen.  Allerdings spielen weniger allein das Cholesterin oder das LDL-Cholesterin eine Rolle, als das durch freie Radikale „oxidierte LDL-Cholesterin“.

Entzündung und oxidativer Stress sind wichtige Bedingungen für das Entstehen und das Fortschreiten von Arteriosklerose.

Die Oxidation von Proteinen und Lipoprotein-Bestandteilen durch freie Radikale kann die Vorgänge der Arterienverkalkung erheblich verschlimmern.

Moderne Diagnostik der arteriellen Verschlusskrankheit

In einem Artikel des Deutschen Ärzteblattes vom Februar 2012 ist zu lesen, dass etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit betroffen sind, die Symptome macht.

Davon würden fünfzig- bis achtzigtausend Bundesbürger jährlich in eine Situation kommen, bei der der Erhalt des Beines infolge der schlechten Durchblutung gefährdet ist.

Eine frühzeitige Diagnostik ist wichtig, um rechtzeitig handeln zu können: heute kann die Durchblutung oft durch Aufweitung einer Engstelle mit einem Ballonkatheter, ggf. Einbringen eines Drahtnetzes („Stent“) oder durch Gefäßoperation wieder hergestellt werden. Daran muss allerdings erst gedacht werden, wenn die Durchblutung so schlecht ist, dass zum Beispiel ein Fuß abzusterben droht („kritische Extremitätenischämie“).

Diagnostisch werden zunächst einmal die Pulse getastet, dann folgt eine Messung des arteriellen Drucks, der in Armen und Beinen noch aufgebaut werden kann (Dopplerdruckmessung). Bei ausgeprägten Durchblutungsstörungen sind diese Druckwerte häufig sehr niedrig.

Die Diagnostik wird mit Ultraschalluntersuchungen fortgesetzt: es werden die „Dopplerkurven“ aufgezeichnet, die eine zuverlässige Aussage über die Durchblutungssituation erlauben („Der Doppler lügt nicht!“). Eine weitere Differenzierung erlaubt die Farbduplexuntersuchung, bei neben der Ableitung der Dopplerprofile auch geeignetete Gefäße im Ultraschall betrachtet werden können.

„Doppler“ meint hier nicht irgendeine „Verdopplung“, sondern einen physikalischen Effekt, der nach dem österreichischen Mathematiker und Physiker Christian Andreas Doppler (1803–1853) benannt wurde.

Im Prinzip wird bei der Doppler-Untersuchung anhand der von den im Blut fließenden roten Blutkörperchen reflektierten Ultraschallwellen die Flussgeschwindigkeit des Blutes bestimmt, die einen direkten Rückschluss auf die noch vorhandene Gefäßweite erlaubt – an Engstellen kommt es zu einer erheblichen Beschleunigung des Blutflusses.

Falls erforderlich, kommt dann zur weiteren diagnostischen Klärung der Radiologe, der Röntgenarzt, zum Zuge.

Hier können verschiedene Untersuchungen, wie beispielsweise die Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) in Frage kommen. Bei der DSA werden durch den Computer Aufnahmen vor und nach Kontrastmittelgabe verrechnet, dadurch kann die Gefäßbahn isoliert abgebildet werden.

Moderne Darstellungen mittels Kernspintomographie erlauben die Darstellung der Durchblutungssituation in einem größeren Gefäßabschnitt. Meist kann keine der zur Verfügung stehenden Untersuchungen allein alle erforderlichen Informationen geben, jede Untersuchung hat Vor- und Nachteile.

Nachstehend finden Sie Computertomographie-Bilder einer Koronarverkalkung. –  © Current Medicine Group

Moderne schulmedizinische Therapie der arteriellen Verschlusskrankheit

Bei der Therapie muss man bedenken, dass Menschen mit fortgeschrittenen Gefäßverengungen in der Regel auch andere chronische Erkrankungen haben: Erkrankungen des Herzens, eine Zuckerkrankheit oder Infektionen der Haut des minderdurchbluteten Areals.

Dies kann die Entscheidung für den therapeutischen Weg nachhaltig beeinflussen, eventuell sind vorbereitende Behandlungen erforderlich. Blutdruck und Stoffwechsel müssen – auch nach der Operation – optimiert werden.

Mittlerweile können sogar Gefäßverengungen unterhalb des Knies durch Ballon-Aufweitung und Stent-Implantation behandelt werden. Der Anfangserfolg ist hoch. In 70 bis 90 Prozent der Fälle kommt es zu einer Besserung der Beschwerden. Allerdings sind bei Zweidritteln der so behandelten Patienten die Gefäße nach zwei Jahren wieder verengt.

Bei einer Wiederherstellung der Durchblutung mittels Bypass-Operation in dieser Gefäßregion scheinen die Langzeitergebnisse etwas besser auszusehen. Hier sind allerdings - aufgrund der schlechten Blutversorgung - nach der Operation Wundheilungsstörungen häufig.

Insgesamt ist eine Operation das eingreifendere Vorgehen, von daher mehr komplikationsbelastet, so dass man sich – wenn wegen Gefährdung des Beines ein Eingriff erforderlich ist – nach Möglichkeit doch eher für die Behandlung mit Ballonaufweitung und Stent entscheidet.

Nach einer Bypass-Operation muss die Wunde optimal behandelt werden, mittels Lymphdrainagebehandlung sollte der nach einer Gefäßoperation auftretende Lymphstau beseitigt werden, um jeglichen durchblutungsmindernden Gewebedruck in der betroffenen Extremität abzubauen.

Die Gabe von gerinnungshemmenden Substanzen (ASS, Marcumar®) wird meist erforderlich werden.

Therapieoptionen der Erfahrungsheilkunde

Auch Verfahren, die der Naturheilkunde zurechnet werden, wie zum Beispiel die Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger können vor und nach – eventuell auch anstatt einer Operation – sinnvoll sein. Lesen Sie hier mehr über die Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger.

Generell ist eine antientzündliche Therapie notwendig, da die Entstehung von Arteriosklerose auch ein entzündlicher Vorgang ist: hier kann das Konzept der Cellsymbiosistherapie nach Dr. Heinrich Kremer zum Einsatz kommen. Hierbei spielt die Ernährung eine sehr wesentliche Rolle, hinzu kommen unter anderem Nahrungsergänzungen mit beispielsweise Antioxidantien.

Wenigstens in Fällen arterieller Durchblutungsstörungen, in denen eine schulmedizinische Therapie nicht mehr möglich ist, kann versucht werden, durch eine Kombination solcher Verfahren, die der Erfahrungsheilkunde entstammen, die Durchblutung zu verbessern. Häufig lohnt es sich auch, nicht so lange zu warten, und diese Verfahren frühzeitig zur Therapie hinzu zu nehmen, um die Therapieerfolge zu optimieren.

Dazu könnten Betroffene Kontakt zu einem Arzt aufnehmen, der die Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger durchführt und zusätzlich vielleicht auch Chelat-Therapien anbietet. Eine Vorstellung sollte erfolgen, bevor es zu spät ist und vielleicht eine Amputation droht, denn eine solche Therapie benötigt Zeit.

Auch die Physikalische Gefäßtherapie BEMER® kann unterstützend eingesetzt werden.

Die Chelat-Therapie – in der Erfahrungsheilkunde zur Ausleitung toxischer Metalle und zur Behandlung von Durchblutungsstörungen eingesetzt – wird von reinen Schulmedizinern in ihrer Wirkung nicht anerkannt, teilweise sogar als „Scharlatanerie“ bezeichnet. Dass die Erfolge eine andere Sprache sprechen, wird dabei nicht berücksichtigt.

Auch wenn schulmedizinische Maßnahmen nicht mehr möglich sein sollten, sollten  Behandlungsverfahren der Erfahrungsheilkunde in das Therapiekonzept einbezogen werden, um beispielsweise zu versuchen, eine Amputation zur verhindern oder hinauszuzögern.

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