KörperSeeleGeist
Tel: 0611 60 15 16
WiesbadenFriedrichstraße 34Tel 0611 60 15 16

Schlaganfall - Risiko senken!

Neueste Forschungsergebnisse

Das Schlaganfallrisiko –
steigern mit Pommes und Chips oder senken mit Bewegung


Fettreiche Kost, speziell eine, die reich an Trans-Fettsäuren* ist, erhöht das Risiko für Schlaganfälle, die aufgrund einer Minderdurchblutung auftreten.

Diesen Schluss lässt die Auswertung einer wissenschaftlichen Studie mit über 87.000 Frauen zu. Das Viertel der Frauen mit dem höchsten Fettverzehr hatte ein um 40 Prozent höheres Risiko für ischämische (d. h., durch Minderdurchblutung hervorgerufene) Schlaganfälle als das Viertel mit der niedrigsten Fettaufnahme. Ein hoher Konsum von Trans-Fettsäuren ging mit einem 30 Prozent höheren Schlaganfallrisiko einher.

Statt viel Pommes zu essen, sollte man sich bewegen: bereits zügiges Gehen senkt das Schlaganfallrisiko.

Personen, die regelmäßig körperlich aktiv sind, haben ein verringertes Schlaganfallrisiko, was bereits in einigen Studien belegt wurde.

US-Wissenschaftler haben jetzt in einer Studie mit insgesamt fast 40.000 zu Beginn gesunden Frauen im Alter ab 45 Jahren Hinweise gefunden, dass bereits regelmäßiges Gehen (mindestens zwei Stunden pro Woche) oder generell zügiges Gehen mit einem verringerten Schlaganfallrisiko verbunden ist.

Frauen mit schnellem Schritt und Frauen, die regelmäßig spazieren gingen, hatten innerhalb von zwölf Jahren ein um fast 20 Prozent geringeres Risiko für einen ischämischen Schlaganfall - jeweils im Vergleich zu Frauen, die kaum Bewegung hatten.

Das Risiko für einen blutungsbedingten Schlaganfall wurde nicht beeinflusst. Starke körperliche Aktivität hatte generell keinen Einfluss auf das Schlaganfallrisiko.

Übrigens: wenn Sie wissen wollen, wie es um ihre Hals- und Hirnarterien steht, bietet sich eine Schlaganfallprophylaxe an.

Quelle
Yaemsiri S et al.: Dietary fat intake and incidence of ischemic stroke in postmenopausal US women: The Women‘s Health Initiative. Stroke 2010; 41(4): 24.
Sattelmair JR et al.: Physical Activity and Risk of Stroke in Women. Stroke 2010.


*trans-Fettsäuren

trans-Fettsäuren sind Fettsäuren mit trans-konfigurierten Kohlenstoff-Doppelbindungen. Sie sind besonders in industriell produzierter Nahrung zu finden, wo sie durch die Härtung von Pflanzenöl entstehen.

Der Konsum von trans-Fettsäuren erhöht den Gehalt von LDL-Cholesterin im Blut. Sie sind daher mitverantwortlich für das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

In Deutschland wurden im Jahr 2007 trans-Fettsäuren vor allem in Frittierfetten gefunden. Pommes frites, Kartoffelchips, Kekse, industriell hergestellte Backwaren, manche Back- und Bratfette enthalten  große Mengen an trans-Fettsäuren.

In der BRD gibt noch keine Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln mit trans-Fettsäuren. Ein Grenzwert gilt in der EU nur für Säuglingsnahrung und Olivenöl. In Teilen der USA ist hingegen damit begonnen worden, trans-Fette zum Beispiel in Restaurants zu verbieten. Die Einschränkungen sollen ausgeweitet werden.

Dem deutschen Verbraucher hilft derzeit (2010) nur der vorgeschriebenen Hinweis auf die Verwendung gehärteter Fette.



Zurück zu News-Übersicht
Wir setzen Cookies ein, um unseren Internetauftritt bestmöglich auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz und über Cookies.