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Schutz vor freien Radikalen und oxidativen Stress

Freie Radikale sind besonders reaktionsfreudige Teilchen, die durch „oxidativen Stress“ im Körper Schäden an Zellen verursachen. Daher werden freie Radikale schon lange für Alterungsprozesse und verschiedene Krankheiten verantwortlich gemacht.

Freie Radikale und hoch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) entstehen, sobald wir atmen. Ihre Bildung ist also unvermeidlich.

Was sind freie Radikale?

Freie Radikale und hoch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) sind aggressive Moleküle die „hungrig“ nach einem negativen Teilchen, einem Elektron, sind. Sie holen sich die Elektronen quasi da, wo sie sie kriegen können. Diese Aufnahme von Elektronen wird in der Chemie „Oxidation“ genannt. Durch diese Oxidation verursachen die freien Radikale und ROS Schäden an Zellstrukturen. Es kommt zu Mutationen an der Erbinformation (DNA), Defekten an Zellmembranen, Veränderungen an Eiweißen, Lipiden (Fetten) und Kohlenhydraten. Solche Veränderungen können erhebliche Auswirkungen auf die Zelle haben.

Oxidiertes LDL-Cholesterin

Freie Radikale sind unter anderem verantwortlich für das Entstehen des „oxidierten LDL“. Oxidiertes LDL entsteht, wenn freie Radikale Elektronen vom LDL-Cholesterin abziehen.
Dieses oxidierte LDL ist ein „unfreundlicher Zeitgenosse“: Es verletzt die Gefäßinnenschicht, lockt Abwehrzellen an den Ort des Geschehens, die das LDL aufnehmen und dann Schaumzellen bilden, die wiederum in die Gefäßwand eingebaut werden. Über die Beeinflussung von Wachstumsfaktoren und eine Zunahme der Verklumpung der Blutplättchen werden die Veränderungen der Gefäßwand und die Störung des Blutflusses beschleunigt.

Ein erhöhtes „oxidiertes LDL“ zeigt auch an, dass „oxidativer Stress“ im Organismus besteht.

Dies kann auch bei Menschen der Fall sein, die beschwerdefrei oder beschwerdearm sind. Deuten medizinische Befunde auf oxidativen Stress hin, sollte durch geeignete Maßnahmen versucht werden, den Zellstoffwechsel wieder auf das „Gleis der Gesundheit“ zurück zu führen: Solche Befunde können als Entgleisung des Zellstoffwechsels und Frühwarnsymptom für die Entstehung chronischer Erkrankungen bei vermeintlich Gesunden betrachtet werden.

Natürlicher Schutz vor freien Radikalen

Der Schutz vor der Wirkung der freien Radikale ist lebensnotwendig. Da die Entstehung von freien Radikalen in unserem Körper unvermeidbar ist, hat der Mensch im Laufe der Evolution einige wirksame Mechanismen entwickelt, die die freien Radikale schnellst möglichst unschädlich machen. Für die wirksame Abwehr von freien Radikalen spielen „Antioxidantien“ eine Rolle, zu denen unter anderem die Vitamine A, C und E und das Coenzym Q10 gehören.

Unter bestimmten Bedingungen gelingt dem Körper die Abwehr der freien Radikale nicht mehr ausreichend: zum Beispiel bei Nährstoffmangel, bei entzündlichen Vorgängen im Körper oder bei Dauerstress.

Oxidativer Stress hängt von unserer Lebensweise ab

Wer viel Stress hat, raucht oder unter chronischen Entzündungen leidet, hat mehr oxidativen Stress und damit einen höheren Bedarf an Antioxidantien. Gleiches gilt für Leistungssportler und Menschen, die schwer körperlich arbeiten und damit einen hohen Energieverbrauch haben. Auch bei Menschen, die übermäßig viel bzw. sehr energiereich essen, fallen vermehrt freie Radikale an.

Zugleich sinkt etwa ab dem 40. Lebensjahr die körpereigene Bildung des schützenden Coenzym Q10. Auch bestimmte Medikamente, wie die Pille, Kortison oder Statine (Cholesterinsenker) können den Coenzym-Q10-Spiegel senken.

Malondialdehyd: Oxidativen Stress diagnostizieren

Ein diagnostischer Marker für das Vorhandensein von nennenswertem oxidativem Stress ist unter anderem das Malondialdehyd, das aus einer Blutprobe bestimmt werden kann.

Diese Substanz ist das Stoffwechselendprodukt bei der „Peroxidation“ von Lipiden durch freie Radikale. Diesen chemischen Prozess kennen wir übrigens im Alltag als das Ranzig-Werden von Fetten.

Die Bestimmung des Malondialdehyds gehört zu unserem diagnostischen Spektrum beim Konzept der „Cellsymbiosistherapie nach Dr. Heinrich Kremer“, bei der durch verschiedene therapeutische Schritte unter anderem versucht wird, bei Bedarf die Konzentration an freien Radikalen und ROS in der Zelle zu senken und den Spiegel an schützenden Enzymen und Antioxidantien zu erhöhen.

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