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Aktuelle Reise-Infos - vom Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 02. September 2020

Fidschi

Presseberichten zufolge sind seit Ende Juli ca. 1.100 Menschen an Leptospirose erkrankt und zehn verstorben, betroffen sind die Hauptstadt Suva und die angrenzenden Provinzen (Insel Viti Levu). Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

Martinique

Mit 7.383 Dengue-Erkrankungen wurden bis Ende Juli bereits mehr als dreimal so viele Fälle gemeldet wie im gesamten Vorjahr. 2.386 Infektionen wurden bestätigt. Zwei Menschen sind verstorben. Hervorgerufen wurden sie durch Viren der Serotypen DENV-2, DENV-3. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1 .530 Verdachtsfälle registriert. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Spanien

Erstmals seit 2016 wurden Ende August in der Provinz Sevilla sechs Infektionen mit dem West-Nil-Virus beim Menschen bestätigt. Inzwischen sind bereits 44 Menschen erkrankt und zwei von ihnen verstorben. Besonders betroffen sind die benachbarten Gemeinden Coria del Río und La Puebla del Río an den Ufern des Flusses Guadalquivir. Die Infektion kommt in Spanien sporadisch vor, meistens sind Pferde betroffen. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

St. Lucia

Die Behörden haben einen Dengue-Ausbruch bestätigt und warnen vor der Zunahme schwerer Fälle. Auf der Insel zirkulieren die Serotypen DENV-2 und DENV-3. In diesem Jahr wurden 237 Infektionen gemeldet. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 19. August 2020

Frankreich

Ende Juli wurde im Departement Hérault in der Region Okzitanien (S) die erste autochthone Dengue-lnfektion in diesem Jahr verzeichnet. Als Indexfall wurde ein Reiserückkehrer aus einem Dengue-Endemiegebiet identifiziert. Im vergangenen Jahr wurden in Frankreichneun autochthone Infektionen gemeldet. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Kirgistan

Anfang August wurde ein Dorf in der Region Osch (mittlerer Süden) unter Quarantäne gestellt, nachdem Einwohner eine infizierte Kuh geschlachtet und das Fleisch zum Verzehr an insgesamt 288 Personen verteilt hatten. Acht Personen kamen mit Verdacht auf kutanen Milzbrand in ein Krankenhaus, ein Patient wurde positiv auf den Erreger getestet. Vorsicht beim Umgang mit kranken oder verendeten Tieren.

Mongolei

Mitte August wurde in der Provinz Chowd (W) ein weiterer Pest-Verdachtsfall gemeldet. Der 37-Jährige hatte Murmeltierfleisch gegessen. landesweit wurden seit Juni dieses Jahres insgesamt dreizehn Verdachtsfälle gemeldet, vier der Infektionen wurden bestätigt. Im Westen des Landes sind zwei junge Männer und ein Kind erkrankt, ein weiterer Mann ist verstorben. Die Pest ist in der Mongolei endemisch, Murmeltiere fungieren als natürliches Reservoir. Geröstetes Murmeltier (mongolisch "Boodog") gilt in der Mongolei als Delikatesse. Jedes Jahr werden in der Mongolei Infektionen gemeldet, meistens erkranken Jäger an der Beulenpest, übertragen durch Nagetierflöhe. Das Risiko für Reisende ist gering.

Griechenland

Seit Mitte Juli wurden 28 Infektionen mit dem West-Nil-Virus gemeldet, sechs Menschen sind verstorben. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 05. August 2020

Griechenland

Seit Mitte Juli wurden zehn Infektionen mit dem West-Nil-Virus gemeldet. Betroffen sind die Regionalbezirke Thasos, Xanthi, Serres im Nordosten und Karditsa im Zentrum des Landes. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Kambodscha

Ende Juli wurden in der Stadt Poipet (Nordosten) 160 Chikungunya-lnfektionen bestätigt. In der Provinz Sihanoukville (Süden) wurden in einem Dorf 20 Verdachtsfälle registriert. Mückenschutz beachten.

Südsudan

Infolge starker Niederschläge mit Überschwemmungen sind die Fallzahlen an Malaria gestiegen. Im ersten Halbjahr sind bereits 100 Menschen verstorben. Besonders betroffen sind die UN Schutzzonen (POC-sites) Bentiu, Juba, Malakal und Wau. Eine Chemoprophylaxe ist dringend zu empfehlen.

Vietnam

In den ersten sechs Monaten wurden im zentralen Hochland bereits 14 Tollwut­-Todesfälle gemeldet, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur fünf. Durchschnittlich sterben in einem Jahr landesweit 70 Menschen an der Infektion, in fast allen Fällen sind Hunde die Überträger. Das Tollwutrisiko sollte immer Bestandteil reisemedizinischer Beratung sein, auch im Hinblick auf den Mangel an geeigneten Impfstoffen und Immunglobulin im Lande. Diese sind nur in Hanoi und Ho Chi Minh Stadt (Saigon) verfügbar. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 22. Juli 2020

Deutschland

Mitte Juli wurden die ersten Infektionen mit dem West-Nil-Virus bei Vögeln in diesem Jahr gemeldet. In Berlin wurde das Virus bei einer toten Blaumeise nachgewiesen. Im Bergzoo Halle (Sachsen-Anhalt) ist eine Alpendohle an der Infektion verstorben. 2018 wurden die ersten autochthonen Infektionen in Deutschland bei Vögeln und Pferden registriert, im Spätsommer des vergangenen Jahres sind in Ostdeutschland erstmals fünf Menschen erkrankt.

Fidschi

Presseberichten zufolge sind in diesem Jahr bereits zehn Menschen an Leptospirose verstorben, betroffen sind die Inseln Vanua Levu, Kadavu und Viti Levu. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

Mongolei

Seit Anfang Juni sind im Westen des Landes zwei junge Männer und ein Kind an Beulenpest erkrankt, ein weiterer Mann ist verstorben. In allen Fällen wurde die Infektion durch Kontakt zu Murmeltieren bzw. den Verzehr der Tiere verursacht. Die großen Nagetiere fungieren als natürliches Reservoir für den Erreger. Jedes Jahr werden in der Mongolei Infektionen gemeldet, meistens erkranken Jäger an der Beulenpest, übertragen durch Nagetierflöhe. Das Risiko für Reisende ist gering.

USA

Mitte Juni wurde die zweite autochthone Dengue-lnfektion auf den Florida Keys bestätigt, inzwischen ist die Gesamtzahl auf 16 gestiegen. Es ist der erste Ausbruch dort seit zehn Jahren. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 20 Erkrankungen registriert, 19 davon im Bundesstaat Florida. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten!

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 08. Juli 2020

Äthiopien, Kenia, Somalia

Etwa seit Oktober 2019 ziehen immer wieder riesige Schwärme der Wüstenheuschrecke (Schistocerca gregaria) über das Horn von Afrika. Es ist die größte Heuschreckenplage seit mehr als 20 Jahren. Besonders betroffen sind der Nordwesten Kenias, Äthiopien und Somalia. Durch die Zerstörung der Ernten und Viehweiden ist in der gesamten Region die Nahrungsmittelversorgung gefährdet.

Brasilien

Im Juni ist eine 68-jährige Frau in der Gemeinde Riacho dos Cavalos im Bundesstaat Parafba (NO) an Tollwut erkrankt, nachdem sie im April von einem Fuchs gebissen worden war. Es ist der erste Fall in diesem Bundesstaat seit 5 Jahren. Erstmals seit 2006 wurde ein Todesfall im Bundesstaat Río de Janeiro bestätigt. Ein 13-jähriger Junge war im Januar in Angra dos Reis von einer Fledermaus gebissen worden und ist im März verstorben. Neben Hunden, Katzen und Fledermäusen sind in Brasilien auch Affen (Krallenaffen), die häufig als Haustiere gehalten werden, Überträger der Infektion. Impfschutz beachten.

China

Anfang Juli wurde in der Stadt Bayan Nur im Westen der autonomen Region Innere Mongolei bei einem Hirten Beulenpest diagnostiziert. Er hatte sich zuvor in endemischen Gebieten aufgehalten. Murmeltiere stellen das natürliche Reservoir in der Region, regelmäßig kommt es zu isolierten Pesterkrankungen meistens bei Jägern. Das Risiko für Reisende ist gering.

Rumänien

Mitte Juni wurde im Kreis Buzau (0) der erste Fall von West-Nil-Fieber in diesem Jahr gemeldet. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 24. Juni 2020

Malaysia

Bis Ende Mai wurden landesweit etwa 550 Chikungunya-Fälle gemeldet, 450 davon allein im Bundesstaat Perak (NW). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es dort nur 13 Fälle. Im vergangenen Jahr wurden auf der malaysischen Halbinsel 990 Infektionen bestätigt, die meisten in den Bundesstaaten Perak und Selangor. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Nicaragua

In den ersten fünf Monaten des Jahres haben die Malaria-Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen. In diesem Jahr wurden 12.210 Erkrankungen ge­meldet, im letzten Jahr waren es nur 4.813. Besonders betroffen ist die Hafenstadt Puerto Cabezas (NO). Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mit­nahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein.

Rumänien

Mitte Juni wurde im Kreis Buzau (0) der erste Fall von West-Nil-Fieber in diesem Jahr gemeldet. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Spanien

Anfang Juni ist ein Mann in der Stadt Salamanca an Krim-Kongo hämorrha­gischen Fieber erkrankt. Er wurde im Mai in einem Pinienwald in der Provinz Salamanca (Region Kastilien und León) von einer Zecke gestochen. Neun Kontakt­personen werden beobachtet. 2016 wurden die ersten zwei autochthonen Infektionen in Spanien bestätigt, seitdem gab es drei weitere Fälle. Bei parasitologischen Unter­suchungen an Zecken in der Provinz Cáceres wurden 2011 die Erreger erstmalig in Westeuropa nachgewiesen. Die Übertragung des zu den Bunyaviridae gehörenden Erregers erfolgt gewöhnlich durch Zecken, gelegentlich aber auch von Mensch zu Mensch, z.B. nosokomial oder interfamiliär. Expositionsprophylaxe (z.B. Repellentien, bedeckende Kleidung) und frühzeitige Zeckenentfernung sind empfehlenswert. Kontakt mit Kranken meiden.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 10. Juni 2020

Australien

Bis Anfang Juni wurden im Bundesstaat New South Wales (SO) bereits 109 Infektionen mit dem Barmah Forest Virus registriert, das sind mehr als doppelt so viele wie in den Vergleichszeiträumen der letzten zwei Jahre. Im Bundesstaat Queensland (NO) wurden bis Anfang Juni bereits 208 Infektionen gemeldet. In den entsprechenden Zeiträumen der letzten fünf Jahre waren es durchschnittlich 142. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken der Gattungen Aedes und Culex, als Reservoir dienen wahrscheinlich Beuteltiere oder Vögel. Die Symptome ähneln denen der Ross River- und Murray Virus-Infektionen. Die Hauptübertragungszeit ist jährlich zwischen November und April, eine spezifische Therapie existiert nicht. Mückenschutz beachten.

Fidschi

Infolge des Zyklons Harold und den damit verbundenen Überschwemmungen sind in diesem Jahr bereits sieben Menschen an Leptospirose verstorben, betroffen sind die Inseln Kadavu und Viti Levu. 2019 waren es landesweit insgesamt zehn. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Eine Aufklärung über den perkutanen Infektionsweg ist sinnvoll. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

Frankreich

Seit Mitte April wurden im Kanton Oyonnax (Region Auvergne-Rhône-Alpes) nahe der Schweizer Grenze zehn FSME-lnfektionen bestätigt. Es gab 16 weitere Verdachtsfälle. Alle Betroffenen wurden im Krankenhaus behandelt, es gab einen möglichen Todesfall. Bei etwa der Hälfte der Fälle wird eine Übertragung durch den Verzehr von Rohmilchkäse von Ziegen und Kühen vermutet. Entsprechende Produkte wurden zurückgerufen. Bisher wurden in Frankreich nur vereinzelte, durch Zecken übertragene Fälle aus den Regionen Auvergne-Rhone-Alpes und Grand Est gemeldet. Für den Aufenthalt in endemischen Gebieten ist eine Impfung zu erwägen.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 19. Mai 2020

Australien

In den Bundesstaaten Queensland (NO) und New South Wales (SO) wurden in diesem Jahr vermehrt Fälle der Ross-River-Krankheit gemeldet. Die Infektion wird durch Stechmücken übertragen und kommt in Australien regelmäßig vor. Expositionsprophylaxe gegen tagaktive Stechmücken durchführen.

Kenia

Das Risiko für Durchfallerkrankungen besteht landesweit, mit lokalen Cholera­-Ausbrüchen ist weiterhin zu rechnen. Seit Mitte März sind im County Marsabit (N) an der Grenze zu Somalia mehr als 300 Menschen erkrankt und 23 verstorben. Hygiene beachten.

Martinique

Mit 3.236 Erkrankungen wurden bis Anfang Mai bereits mehr als doppelt so viele Dengue-Fälle gemeldet wie im gesamten Vorjahr. 1.003 Infektionen wurden bestätigt. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1.530 Verdachtsfälle registriert. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Namibia

Seit Mitte Dezember 2017 gibt es einen landesweiten Hepatitis E-Ausbruch. Bisher wurden 7.642 Verdachtsfälle und 65 Todesfälle gemeldet, etwa 600 davon stammen aus diesem Jahr. Die Zahl der Neuinfektionen ist rückläufig, der Ausbruch ist aber noch nicht vorüber. Die Infektion erfolgt meistens über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Die Krankheit ist in der Regel gutartig, lediglich Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Hygiene sorgfältig beachten.

Nepal

Presseberichten zufolge wurden landesweit in 51 Distrikten 65 Fälle von viszeraler Leishmaniasis bestätigt. Betroffen sind auch hochgelegene Gebiete, in denen die Krankheit bisher nicht verbreitet war, u.a. die Distrikte Kalikot, Humla, Dolpa und Okhaldhunga. Schutz vor den nachtaktiven Sandmücken (v.a. engmaschige Moskitonetze) beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 06. Mai 2020

Dominikanische Republik

Seit Anfang des Jahres wurden bereits 485 Malaria-Erkrankungen registriert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 112. 2019 wurden insgesamt 1.245 Infektionen gemeldet, vier Menschen sind verstorben. 2018 waren nur 480 Menschen erkrankt. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein.

Fidschi

Infolge des Zyklons Harold, der Anfang April die Region getroffen hat, haben verschiedene Infektionskrankheiten zugenommen. Mindestens 75 Dengue-Infektionen wurden bestätigt. Ein weiterer Anstieg der Fallzahlen wird erwartet. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten. Auf der Insel Kadavu wurden fünf Fälle von Leptospirose bestätigt. Ein weiterer Fall wurde in der Stadt Ba auf der Insel Viti Levu registriert. Die Erreger gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Entsprechende Kontakte mit Feuchtbiotopen und Binnengewässern sind zu meiden.

Mayotte

Mit bereits 3.533 bestätigten Dengue-Infektionen und 16 Todesfällen in diesem Jahr gibt es aktuell einen der größten Ausbrüche auf der Insel. Verursacht wurden die Fälle überwiegend durch den Serotyp DENV-1. Größere Ausbrüche gab es in den Jahren 1993, 2010, 2013 und 2014. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Mexiko

In diesem Jahr sind allein in der Hauptstadt Mexiko City 427 Menschen an Masernerkrankt, 105 Infektionen wurden bestätigt. Landesweit wurden ca. 1.365 Verdachtsfälle verzeichnet. Vor dem Aufenthalt im Ausland sollte immer auch der Standardimpfschutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 07. April 2020

Äthiopien

Seit Anfang März wurden in mehreren Distrikten der Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker (SNNP) 85 Gelbfieber-Verdachtsfälle gemeldet. Vier Menschen sind verstorben. Während der aktuellen Regenzeit könnten die Fallzahlen noch steigen. Für einen Aufenthalt im Land ist eine Impfung generell empfohlen. Bei Einreise aus einem Endemiegebiet ist diese vorgeschrieben, ausgenommen sind Kinder unter 9 Monaten. Während der aktuellen Regenzeit könnten die Fallzahlen noch steigen. Für einen Aufenthalt im Land ist eine Impfung generell empfohlen. Bei Einreise aus einem Endemiegebiet ist diese vorgeschrieben, ausgenommen sind Kinder unter neun Monaten.

Malaysia

Ende März wurde der erste Tollwut-Todesfall in diesem Jahr gemeldet. Ein fünfjähriges Mädchen ist infolge eine Hundebisses verstorben. Im vergangenen Jahr wurden sechs Fälle verzeichnet. Seit Juni 2017 wurden 22 Todesfälle im Bundesstaat Sarawak bestätigt und ein weiterer Mensch ist erkrankt. Bei mindestens elf Betroffenen wurden Hundebisse bestätigt. Es sind die ersten bestätigten Fälle in Ostmalaysia (Insel Borneo). Bis Anfang Juli 2019 wurde die Infektion bei mindestens 70 Hunden und einer Katze registriert. Aufklärungskampagnen wurden gestartet, außerdem sollen Hunde und Katzen geimpft werden. Es wird vermutet, dass das Virus durch streunende Hunde aus Indonesien eingeschleppt wurde. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend eine postexpositionelle Versorgung eingeleitet werden.

Sri Lanka

Seit Anfang des Jahres sind bereits 1 .285 Menschen an Leptospirose erkrankt, das sind mehr als in den Vergleichszeiträumen der letzten drei Jahre. Am stärksten betroffen ist erneut der Distrikt Ratnapura (S). Im letzten Jahr wurden landesweit 5.903 Infektionen und mindestens zwölf Todesfälle gemeldet. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Eine Aufklärung über den perkutanen Infektionsweg ist sinnvoll. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 24. März 2020

Côte d'lvoire

Im März wurde die erste Infektion mit Vakzine-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) bestätigt. Bereits im September 2019 wurde das Virus bei Routineuntersuchungen in Umweltproben im Distrikt Abidjan nachgewiesen. Durch das Auftreten des cVDPV2 wurde das Land von der WHO als Land mit potentiellem Risiko der internationalen Verbreitung des Erregers eingestuft.

Infolge dessen sollten alle Reisenden (Einheimische und Touristen), die sich länger als vier Wochen im Land aufgehalten haben, bei der Ausreise eine Impfung gegen Polio vorweisen können. Die Impfung muss zwischen vier Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein. Impfschutz beachten.

Guadeloupe

Seit etwa August letzten Jahres steigen die Dengue-Fallzahlen an. Seitdem wurden etwa 6.810 Fälle gemeldet, allein 2.540 davon seit Anfang dieses Jahres. Die meisten Infektionen wurden durch DENV-2 verursacht. 2009/2010 wurde ein großer Ausbruch mit etwa 44.000 Verdachtsfällen und 16 Toten gemeldet. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Mexiko

Presseberichten zufolge sind in diesem Jahr allein in der Hauptstadt Mexiko City 67 Menschen an Masern erkrankt. Offiziell wurden landesweit ca. 330 Verdachtsfälle verzeichnet. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpfschutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

USA

Mitte Januar wurde der erste importierte Fall außerhalb Asiens bestätigt. Ein Mann hat ein paar Tage nach seiner Rückkehr aus Wuhan (China) Symptome entwickelt. In einer Klinik in Seattle wurde das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) nachgewiesen. Inzwischen wurden insgesamt ca. 46.450 Infektionen und 593 Todesfälle gemeldet. Auch lokale Erkrankungen wurden registriert. Besonders betroffen sind New York City und die Bundesstaaten Washington und Kalifornien. Reisende sollten den Kontakt zu Erkrankten meiden und besonders sorgfältig auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 11. März 2020

Brasilien

Seit Anfang Januar wurden im Nordosten des Bundesstaates Santa Catarina (S) sieben Gelbfieber-Infektionen gemeldet, ein Mensch ist verstorben. Anfang Januar sind in der Region Recife (Bundesstaat Pernambuco, NO) 14 Affen verendet. Die Todesursache wird überprüft, da gehäufte Todesfälle bei Affen auf das vermehrte Auftreten des Gelbfiebervirus hindeuten. Der Bundesstaat im Nordosten des Landes gilt bisher als Gelbfieber-frei. Seit Juli letzten Jahres sind landesweit 327 Menschen erkrankt, bei einem Todesfall im Bundesstaat Para (N) wurde die Infektion bestätigt. Zwischen Dezember 2016 und August 2017 wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

Indonesien

Presseberichten zufolge gibt es in der Provinz Nusa Tenggara Timur (Östliche kleine Sundainseln) einen Dengue-Ausbruch mit mehr als 2.700 Erkrankten und 32 Todesfällen. Schutz vor überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Kenia

Infolge starker Regenfälle haben die Malaria-Fallzahlen im Bomet County (W) zugenommen. Aufgrund der Lage auf etwa 1.960 m Höhe gilt das Malariarisiko in der Region als gering. Sorgfältige Expositionsprophylaxe beachten, bei Reisen in diese Region kann die Mitnahme einer Notfallmedikation derzeit sinnvoll sein. In Kenia ist das Malariarisiko regional sehr unterschiedlich. Die Wahl der Prophylaxemaßnahme richtet sich nach Reiseroute und aktueller Ausbruchslage ..

Paraguay

Seit Beginn des Jahres wurden bereits mehr als 137.420 Dengue-Erkrankungen gemeldet, 11.311 davon wurden bestätigt. 34 Menschen sind verstorben. Die meisten Infektionen stammen aus der Hauptstadt Asunción und ihrer Umgebung. Mitte Februar hat die Regierung den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Im letzten Jahr wurden mehr als 11.810 Verdachtsfälle und neun Todesfälle registriert. Es wurden die Dengue Serotypen DENV-1, DENV-2 und DENV-4 nachgewiesen. Mit 144.500 Erkrankungen und 251 Todesfällen erlebte das Land 2013 den schwersten Ausbruch seiner Geschichte. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Mücken beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 12. Februar 2020

Botswana

Im Januar sind in Maun zwei Menschen nach Hundebissen an Tollwut verstorben. Die Stadt im Norden des Landes ist der wichtigste Ausgangspunkt für Safaris in das Okavangodelta. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen. Nachdem vermehrt Infektionen bei Haustieren gemeldet wurden, sind etwa 15.000 Hunde und Katzen geimpft worden. Die Zunahme der Infektionen könnte mit der Dürre im vergangenen Jahr zusammenhängen. Wildtiere nähern sich bei der Nahrungssuche der Stadt und kommen in Kontakt mit freilaufenden Hunden. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten zu empfehlen.

Paraguay

Seit Beginn des Jahres wurden bereits mehr als 35.800 Dengue-Erkrankungen gemeldet, 927 davon wurden bestätigt. Vier Menschen sind verstorben. Die meisten Infektionen stammen aus der Hauptstadt Asunción und ihrer Umgebung. Aufgrund der Erkrankung von Präsident Mario Abdo Benítez und seiner Frau Silvana López de Abdo hat die Erkrankung im Land eine größere Aufmerksamkeit erlangt. Im letzten Jahr wurden mehr als 11.810 Verdachtsfälle und neun Todesfälle registriert. Mit 144.500 Erkrankungen und 251 Todesfällen erlebte das Land 2013 den schwersten Ausbruch seiner Geschichte. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Mücken beachten.

Sri Lanka

Seit Anfang des Jahres sind bereits 655 Menschen an Leptospirose erkrankt. Am stärksten betroffen ist erneut der Distrikt Ratnapura (S). Im letzten Jahr wurden landesweit 5.903 Infektionen und mindestens zwölf Todesfälle gemeldet. 2018 wurden landesweit 5.231 Erkrankungen registriert. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Eine Aufklärung des Reisenden über den perkutanen Infektionsweg ist sinnvoll. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 29. Januar 2020

Deutschland

Die Grippewelle hat in der zweiten Januarwoche begonnen. Die Grippeaktivität steigt weiter an, ist in den meisten Teilen des Landes aber erst geringfügig bis moderat erhöht. Seit Ende November 2019 bis zum 17. Januar wurden 13.350 labordiagnostisch bestätigte Fälle beim Robert Koch-Institut registriert. 32 Menschen sind verstorben. Die meisten Infektionen wurden durch Influenza A(Hl Nl) ausgelöst. Impfschutz und persönliche Hygiene beachten.

China

Anfang Januar sind in der Stadt Wuhan (Provinz Hubei) die ersten Menschen an einem neuen Coronavirus mit der vorläufigen Benennung 2019-nCoV erkrankt. Seitdem ist die Zahl der bestätigten Fälle auf ca. 5.970 gestiegen, die meisten davon stammen aus Wuhan. 132 Menschen sind verstorben. Insgesamt sind 31 Provinzen und die Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau betroffen. Einzelfälle wurden u.a. in folgende Länder exportiert: Thailand, Vietnam, Japan, Südkorea, Taiwan, Singapur, Kambodscha, Sri Lanka, Nepal, Australien, USA, Kanada, Frankreich und Deutschland. Die Behörden haben die Übertragungs­möglichkeit von Mensch zu Mensch bestätigt. Die ursprüngliche Infektionsquelle wurde noch nicht gefunden. Reisende sollten besonders sorgfältig auf Hygiene­maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten.

Tansania

Mittels strikter Kontrollprogramme konnte auf Sansibar in den letzten 20 Jahren die Malaria drastisch zurückgedrängt werden. Seit Oktober wird eine deutliche Zunahme von Infektionen mit P. falciparum beobachtet. Besonders betroffen sind junge Erwachsene. Heftige Niederschläge während der Regenzeit haben die Ausbreitung der Überträgermücken begünstigt. Allen Reisenden wird derzeit eine Chemoprophylaxe empfohlen.

Uganda

Im Januar wurden vier Gelbfieber-Infektionen bestätigt, je zwei in den Distrikten Moyo (N) und Buliisa (W). Einzelfälle und kleinere Ausbrüche kommen immer wieder vor. Im vergangenen Jahr wurde zwischen März und Mai in den Distrikten Koboko (N) und Masaka (S) je eine Infektion bestätigt. Eine Impfung ist für alle Reisenden zu empfehlen und außerdem für die Einreise vorgeschrieben.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 15. Januar 2020

Benin

Die nördlichen und südlichen Landesteile gehören zum sog. "Afrikanischen Meningitisgürtel". Dort kommt es während der Trockenzeit (Dezember-April) regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien. Seit Anfang Dezember letzten Jahres wurden in der Gemeinde Banikoara im Department Alibori (N) 77 Erkrankungen gemeldet, dreizehn Menschen sind verstorben. Die Mehrzahl der Infektionen wurde durch Meningokokken des Serotyps C verursacht. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und vierzehn Jahren. Impfschutz beachten.

China

Anfang Januar sind in der Stadt Wuhan (Provinz Hubei) 59 Menschen an einer Lungenentzündung erkrankt. Inzwischen haben die chinesischen Behörden bei 41 Patienten ein bisher unbekanntes Coronavirus nachgewiesen. Ein 61-jähriger Mann ist verstorben. Sieben Patienten sind schwer erkrankt, die anderen sind in einem stabilen Zustand. Alle Betroffenen wurden unter Quarantäne gestellt, mehr als 735 Kontaktpersonen werden überwacht. Die Behörden haben den Fischmarkt der Stadt geschlossen, nachdem zahlreiche der Infizierten diesen besucht hatten oder dort gearbeitet haben. Reisende sollten besonders sorgfältig auf Hygienemaß­nahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten.

Katar

Im Dezember 2019 wurden drei Fälle von MERS-CoV gemeldet. Eine 67-jährige Frau ist erkrankt. Ihr 50-jähriger Sohn und eine weitere Kontaktperson haben sich infiziert, allerdings ohne Symptome zu entwickeln. Im letzten Jahr wurde Ende Mai, im März und April jeweils ein Fall registriert. Seit dem ersten Nachweis 2012 wurden in Katar 24 Infektionen gemeldet. Bisher gab es sieben Todesfälle.

Myanmar

Nach einer Pause von ca. acht Jahren wurden im vergangenen Jahr 26 Chikungunya­lnfektionen bestätigt, es gab mindestens 71 weitere Verdachtsfälle. Die meisten Fälle stammen aus der Hauptstadt Naypyidaw, der Tanintharyi-Region (S) und dem Kachin-Staat (N). In 2019 wurden bei Reiserückkehrern in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, USA, Japan, Laos und der Schweiz 25 Chikungunya­lnfektionen gemeldet. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 18. Dezember 2019

Australien

In den Bundesstaaten New South Wales und Queensland im Osten des Landes gibt es derzeit zahlreiche Busch- und Waldbrände. Die Brände verursachen lokal zum Teil starke Luftverschmutzungen, auch Sydney ist betroffen. Gefährdet sind besonders Kleinkinder, ältere Menschen und solche mit chronischen Atemwegserkrankungen. Ihnen wird empfohlen, bei Spitzenbelastungen in geschlossenen Räumen zu bleiben und körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Reisende sollten die lokale Medienberichterstattung aufmerksam verfolgen.

Mali

Anfang Dezember haben die Behörden drei Gelbfieber-Infektionen bestätigt. Zwei der Betroffenen sind verstorben. Untersuchungen haben ergeben, dass seit September weitere zwölf Menschen erkrankt sind, drei Infektionen endeten tödlich. Eine Infektion stammt aus dem Distrikt Kati (Region Koulikoro, SW), alle weiteren aus der Region Sikasso im Süden des Landes. Eine Impfung ist für alle Reisenden empfohlen und bereits für die Einreise vorgeschrieben.

Malaysia

Anfang Dezember wurde eine Erkrankung durch Impfstoff-abgeleitetes Poliovirus des Typs 1 (cVDPVl) bei einem drei Monate alten Jungen bestätigt. Es ist die erste Polio-Infektion seit 27 Jahren in dem Land. Alle Reisenden (Einheimische und Touristen), die sich länger als vier Wochen im Land aufgehalten haben, müssen bei der Ausreise eine Impfung gegen Polio vorweisen. Die Impfung muss zwischen vier Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein. Allen anderen Reisenden wird eine Impfung empfohlen.

Samoa

Mitte November haben die Behörden den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit Mitte Oktober wurden offiziell 5.331 Masern-Erkrankungen gemeldet. 75 Menschen sind verstorben, überwiegend Säuglinge und Kleinkinder. Die meisten Infektionen wurden auf der Insel Upolu registriert. Die Behörden haben im Rahmen einer Impfkampagne seit dem 20. November bereits 93% der Bevölkerung geimpft. Alle Reisenden ab Jahrgang 1957 müssen bei der Einreise eine Masernimpfung oder einen positiven Antikörpernachweis vorlegen.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 4. Dezember 2019

Äthiopien

Seit Anfang August wird ein Chikungunya-Ausbruch mit bislang etwa 54.480 Fällen in der Stadt Dire Dawa (NO) und der Region Afar (NO) gemeldet. Es wurden Mückenbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Die ersten Infektionen wurden 2016 in Orten an der Grenze zu Kenia und Somalia registriert. Mückenschutz beachten.

Dominikanische Republik

In diesem Jahr wurden bereits ca. 16.385 Dengue-Erkrankungen und 34 Todesfälle registriert. Seit Ende August geht die Zahl der Neuinfektionen zurück. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1.560 Infektionen und ein Todesfall verzeichnet. Mückenschutz beachten

Nepal

Infolge heftiger Monsunregen mit Überschwemmungen sind besonders im Terai die Dengue-Fallzahlengestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden seit Anfang des Jahres landesweit mindestens 14.660 Infektionen und sechs Todesfälle gemeldet. In den vergangenen Jahren wurden in Kathmandu nur Einzelfälle gemeldet, in diesem Jahr wurden bereits 1.519 Infektionen mit zwei Todesfällen registriert. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Mücken beachten.

Samoa

Mitte November haben die Behörden den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen und die Universität, alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Seit Mitte Oktober wurden offiziell 3.881 Masern-Erkrankungen gemeldet. 55 Menschen sind verstorben, überwiegend Säuglinge und Kleinkinder. Die meisten Infektionen wurden auf der Insel Upolu registriert. Die Behörden haben im Rahmen einer Impfkampagne seit dem 20. November bereits mehr als 58.000 Menschen geimpft. Alle Reisenden ab Jahrgang 1957 müssen bei der Einreise eine Masernimpfung oder einen positiven Antikörpernachweis vorlegen.

Venezuela

Mitte November wurde die erste Gelbfieber-Infektion seit 2005 bestätigt. Ein 46- jähriger Mann aus dem Bezirk Gran Sabana (Bundesstaat Bolivar) war bereits Mitte September erkrankt. Die Infektion ist in weiten Teilen des Landes endemisch. Eine Impfung wird allen Reisenden in betroffene Gebiete empfohlen.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 21. November 2019

Frankreich

Seit Anfang August wurden im Département Alpes-Maritimes (Region Provence­-Alpes-Côte d'Azur) zwanzig Erkrankungen an West Nile-Fieber gemeldet. Anfang Sep­tember wurde ein Fall im Département Vaucluse registriert. Anfang Oktober ist im benachbarten Departement Bouches-du-Rhône ein Mensch erkrankt. Eine weitere Infektion gab es im Oktober im Département Pyrénées-Orientales, zwei Erkrankungen seit Mitte September auch auf der Insel Korsika. Die Infektion kommt im Süden und Südosten Frankreichs sporadisch vor. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Israel

In diesem Jahr wurden bis Mitte November ca. 1 .850 Masern-Erkrankungen und ein Todesfall gemeldet, im gesamten Vorjahr waren es nur 34. Die meisten Infektionen stammen aus Jerusalem, aber auch Tel Aviv ist betroffen. Impfschutz beachten.

Marokko

Im November ist ein Brite nach einem Aufenthalt in Marokko an Tollwut verstorben. Die Übertragung erfolgte durch einen Katzenbiss. Eine prophylaktische Impfung kann vor allem bei längeren Aufenthalten sinnvoll sein.

Vietnam

In Ho Chi Minh City sind seit September die Fallzahlen von Dengue-Erkrankungen gestiegen. Besonders betroffen sind Gebiete mit zahlreichen Baustellen, in denen Pfützen ideale Brutstätten für die Überträgermücken bieten. Seit Anfang des Jahres wurden landesweit ca. 77.355 Erkrankungen gemeldet. Elf Menschen sind verstor­ben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Fallzahlen gesunken. landesweit wurden im letzten Jahr ca. 184.740 Erkrankungen und mindestens 32 Todesfälle gemeldet. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 6. November 2019

Burundi

Malaria ist in den meisten Landesteilen verbreitet. In der Regel geht die Zahl der Erkrankungen während der trockeneren Monate von Mai bis etwa Oktober zurück. In diesem Jahr wurden allerdings durchgehend hohe Fallzahlen beobachtet, bislang waren es rund 7.233. 140 Erkrankungs- und 2.691 Todesfälle. 2018 wurde kein nennenswerter Ausbruch registriert. 2017 waren insgesamt etwa 6,8 Millionen Menschen erkrankt und mehr als 3.000 verstorben. 2016 wurden mehr als 8,2 Millionen Infektionen und mindestens 3.800 Todesfälle gemeldet. Eine Chemo­prophylaxe ist dringend zu empfehlen.

Deutschland

Ende September haben die zuständigen Institute die erste durch Mücken über­tragene West-Nil-Fieber-Infektion beim Menschen in Sachsen gemeldet. Ende Oktober wurde bestätigt, dass zwei Frauen aus Berlin und Wittenberg (Sachsen­Anhalt) bereits im Spätsommer erkrankt sind. Insgesamt wurde das Virus zwischen Juli und Mitte Oktober bei 53 Vögeln in freier Wildbahn und in Zoos nachgewiesen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg. Seit Anfang Juli wurden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen auch 27 infizierte Pferde gemeldet. Pferdehaltern in den betroffenen Gebieten wird empfohlen ihre Tiere zu impfen. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Dominikanische Republik

In diesem Jahr wurden bereits ca. 14.100 Dengue-Erkrankungen und 34 Todesfälle registriert. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1.560 Infektionen und ein Todesfall verzeichnet. 2017 wurden ca. 1.360 Verdachtsfälle gemeldet. Drei Menschen sind verstorben. 2016 wurden ca. 6.645 Verdachtsfälle gemeldet.641 Erkrankungen verliefen schwer, es gab 39 Todesfälle. Mückenschutz beachten.

Tonga

Die Behörden haben im Oktober 107 Masern-Infektionen bestätigt. Die Mehrheit der Betroffenen sind Mitglieder einer Rugby-Mannschaft, die sich im September für Spiele in Neuseeland aufgehalten haben Der Indexfall hat sich dort infiziert. Impfschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 23. Oktober 2019

Frankreich

Im Oktober wurde eine autochthone Zika-lnfektion in Hyères (Département Var, SO) bestätigt. Die betroffene Person hat bereits im August Symptome entwickelt. Eine sexuelle Übertragung konnte ausgeschlossen werden, auch gab es keine importierten Fälle in der Region. Der Hauptvektor Aedes aegypti kommt in Frankreich nicht vor. Aedes albopictus kann das Zika-Virus ebenfalls übertragen und ist seit einigen Jahren in Südfrankreich verbreitet. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Jamaika

Presseberichten zufolge wurden bereits ca. 6.000 Dengue-Verdachtsfälle registriert, 88 Menschen sollen verstorben sein. Offiziell wurden landesweit 4.937 Erkrankungen und zehn Todesfälle gemeldet. Bereits 2018 waren die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, besonders betroffen waren die Monate Oktober und November. Insgesamt wurden 2018 1.082 Verdachtsfälle gemeldet. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Japan

Erstmals seit 2014 wurden im Oktober zwei autochthone Dengue-lnfektionen in Tokio bestätigt. Ein Mädchen und ein Junge derselben Schule sind erkrankt. Während der zweiwöchigen Inkubationszeit hatten sie die Stadt nicht verlassen. Die letzten autochthonen Infektionen wurden nach einer Pause von mehr als 60 Jahren im Sommer 2014 registriert. Während des zweiten Weltkrieges war die Erkrankung in Japan endemisch. Jährlich werden ca. 200 importierte Fälle gemeldet. Mückenschutz beachten.

Malawi

Im Oktober wurden innerhalb einer Woche zwei Fälle von Schlafkrankheit aus dem Vwaza Marsh Wildlife Reserve gemeldet. Im Juni dieses Jahres ist ein 36-jähriger Mann nach einem Angelausflug in das Nkhotakota Wildlife Reserve erkrankt. Bei Reisen in ostafrikanische Länder besteht ein geringes Risiko für die Schlafkrankheit. Schutz vor Tsetse-Fliegen (Überträger, tagaktiv) beachten. Bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort Arzt aufsuchen.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 9. Oktober 2019

Äthiopien

Seit Anfang August wird ein Chikungunya-Ausbruch mit bislang etwa 46.330 Fällen in der Stadt Dire Dawa (NO) gemeldet. Es wurden Mückenbekämpfungs­maßnahmen eingeleitet. Im März wurden in der Region Afar (NO) zehn Erkrankungen verzeichnet. Die ersten Infektionen wurden 2016 in Orten an der Grenze zu Kenia und Somalia registriert. Mückenschutz beachten.

Deutschland

Ende September wurde die erste durch Mücken übertragene Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Menschen bestätigt. In Sachsen war eine Person an Gehirn­hautentzündung erkrankt und wurde in einer Klinik behandelt. Anfang Juli ist im Tierpark Wittenberg (Sachsen-Anhalt) eine Schneeeule verendet. Es wird vermutet, dass das Virus in einer Mücke in Deutschland überwintert hat. Es war der erste Nachweis in diesem Jahr. Insgesamt wurde das Virus zwischen Juli und Mitte September bei 38 Vögeln in freier Wildbahn und in Zoos nachgewiesen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg. Seit Anfang Juli wurden in Sachsen und Sachsen-Anhalt fünf infizierte Pferde gemeldet. Es wird allen Pferdehaltern in den betroffenen Gebieten empfohlen ihre Tiere zu impfen.

Frankreich

Mitte September wurde die erste autochthone Dengue-lnfektion für dieses Jahr in Vallauris (Departement Alpes-Maritimes, S) registriert. Inzwischen wurden dort vier weitere Fälle gemeldet. Etwa zeitgleich wurde auch in Caluire-et-Cuire (Département Rhône, W) eine Erkrankung verzeichnet. Es ist der erste Fall in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der bisher am weitesten in Norden nachge­wiesene. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Neuseeland

Seit Mitte März steigen die Masern-Fallzahlen in Auckland an, bisher wurden 1.403 Erkrankungen gemeldet. Anfang Oktober haben die Behörden fünf Infektionen bei Schwangeren bestätigt, zwei der Frauen haben eine Fehlgeburt erlitten. landes­weit wurden in diesem Jahr 1.681 Infektionen registriert. Die meisten Infektionen wurden auf der Nordinsel verzeichnet, auf der Südinsel sind besonders Teile der Region Canterbury betroffen. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpf­schutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 25. September 2019

Guam

Erstmals seit 75 Jahren wurde Mitte September eine autochthone Dengue­-lnfektion bestätigt. Inzwischen ist die Zahl der Fälle auf sieben gestiegen. Die Gesund­heitsbehörden haben den Serotypen DENV-3 als Ursache identifiziert. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern hat der Gouverneur den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Mückenschutz beachten.

Philippinen

Mitte September wurden zwei Infektionen mit Vakzine-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) bestätigt. Betroffen sind ein dreijähriges Mädchen aus der Provinz Lanao del Sur (Insel Mindanao) und ein fünf Jahre altes Kind aus der Provinz Laguna (Insel Luzon). Auch in Umwelt- und Wasserproben in Manila und Davao wurde das Virus nachgewiesen. Die letzten Infektionen mit einem Wildvirus wurden 1993 registriert. Im Jahr 2000 wurde das Land als Polio-frei erklärt. Impfschutz beachten.

Spanien

Die Behörden haben im September einen autochthonen Dengue-Fall in Barcelona bestätigt. Es ist die zweite lokal erworbene Infektion in Katalonien, die erste wurde im November 2018 registriert. In den Regionen kommt der Vektor Aedes albopictus (Tigermücke) vor. Mückenschutz beachten.

Italien, Griechenland, Österreich, Deutschland

West-Nil-Fieber kommt in Italien sporadisch vor, besonders im Norden des Landes. Seit Mitte Juli wurden 28 Erkrankungen registriert. Zwei Menschen sind verstorben. In Griechenland wurden Mitte Juli die ersten Fälle in diesem Jahr gemeldet, bisher sind 194 Menschen erkrankt und 25 verstorben. In Österreich wurden seit Ende August vier Infektionen aus Wien und dem Wiener Umland gemeldet. In Deutschland wurden noch keine Erkrankungen beim Menschen verzeichnet. Insgesamt wurde das Virus zwischen Juli und Mitte September bei 37 Vögeln in freier Wildbahn und in Zoos nachgewiesen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden auch fünf infizierte Pferde gemeldet. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 11. September 2019

Brasilien

Ende August ist in der Stadt São Paulo ein 42-jähriger Mann an Masern verstorben. Seit Anfang des letzten Jahres wurden landesweit ca. 11.370 Erkrankungen und zwölf Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen waren im Vorjahr die nördlichen Bundesstaaten Amazonas und Roraima. Erstmals seit 18 Jahren wurden im Juli 2018 auch im Bundesstaat Rio de Janeiro Infektionen registriert. Aktuell werden die meisten Fälle aus dem Bundesstaat São Paulo gemeldet. Die Ausbrüche gehen vermutlich auf aus Venezuela importierte Fälle zurück. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

Liberia

92 Verdachtsfälle von Lassa-Fieber wurden seit Jahresbeginn gemeldet. 25 Infektio­nen wurden bestätigt, 21 Menschen sind verstorben. Ende August haben die Behör­den einen Ausbruch erklärt. Die Erkrankung ist in Liberia endemisch, aktuell sind jedoch auch Gebiete betroffen, in denen sonst keine Infektionen verzeichnet wurden. Die Übertragung erfolgt durch die Ausscheidungen von Mäusen auf anschließend vom Menschen verzehrte Lebensmittel. Die Viren können aber auch über Tröpfchen­infektion, Wundinfektion oder durch Sekrete direkt von Mensch zu Mensch über­tragen werden. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko.

Schweden

Eine ungewöhnliche Häufung von bisher 690 Erkrankungen an Tularämie (Hasenpest) wird in diesem Jahr aus den Provinzen Dalarna, Gävleborg und Örebro im Zentrum sowie aus den Provinzen Västerbottens und Norrbottens im Norden gemeldet. Eine weitere Zunahme der Fälle wird erwartet. Die Tularämie ist eine auf der nördlichen Halbkugel verbreitete Krankheit von Wildtieren, vorwiegend Nagern. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Tierkontakte, sowie durch blutsaugende Insekten und Zecken. Gefährdet sind fast ausschließlich Personen mit entsprechenden Kontakten, wie z.B. Jäger. Reisende sollten Tierkontakte meiden und zusätzlich Schutz vor Mücken und Zecken beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 28. August 2019

Burundi

In diesem Jahr wurden bislang annähernd sechs Millionen Malaria-Erkrankungen und 2. 192 Todesfälle gemeldet. Somit ist etwa die Hälfte der Bevölkerung betroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Fallzahlen mehr als verdoppelt. Sorgfältiger Mückenschutz sowie eine Chemoprophylaxe sind dringend zu empfehlen.

Madagaskar

Mitte August wurden bereits die ersten drei Pest-Erkrankungen in dieser Saison etwa 50 km westlich der Hauptstadt Antananarivo gemeldet. Insgesamt gab es dreizehn Ver­dachtsfälle, darunter 9 Fälle von möglicher Lungenpest in Faratsiho (Provinz Antana­narivo). Auf Madagaskar ist die Krankheit endemisch und tritt vermehrt in der Regen­zeit auf. Bis April kann es deshalb weiterhin zu Infektionen kommen. Der überwie­gende Teil der Patienten entwickelt in der Regel eine sog. Beulenpest. Laut WHO ist Madagaskar das Land mit den meisten Fällen weltweit. Das Risiko für Reisende ist gering. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

Marshallinseln

Seit Anfang August wurden auf der Insel Ebeye (Kwajalein-Atoll) elf Dengue-lnfek­tionen bestätigt. Es gab 155 weitere Verdachtsfälle. Um eine Ausbreitung zu ver­hindern, haben die Behörden den Notstand ausgerufen und eine inländische Reise­beschränkung verhängt. Mitte August wurden zwei Verdachtsfälle in der Hauptstadt Majuro auf dem gleichnamigen Atoll gemeldet, inzwischen ist ihre Zahl auf über 30 gestiegen. Auch dort besteht eine Reisebeschränkung. Der letzte Ausbruch auf den Marshallinseln mit 1 .603 Fällen wurde 2011 registriert. Das von Mücken über­tragene Dengue-Virus führt zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Türkei

Ende August wurden in Istanbul sieben Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet. Es handelt sich um eine grippeähnliche Erkrankung, die besonders bei älteren Menschen tödlich verlaufen kann. Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 14. August 2019

Côte d'lvoire

Ende Juli haben die Behörden einen Gelbfieber-Ausbruch im Distrikt Abidjan bestätigt. 89 Menschen sind erkrankt, es gab einen Todesfall. Maßnahmen zur Vektorbekämpfung wurden eingeleitet. Das Gesundheitsministerium hat ungeimpfte Personen zur Impfung aufgerufen. Für alle Reisenden ab einem Alter von neun Monaten ist bei Einreise eine gültige Gelbfieberimpfung vorgeschrieben und auch empfohlen.

Dominikanische Republik

In diesem Jahr wurden bereits 5.548 Dengue-Erkrankungen und acht Todesfälle registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 624 Infektionen. Presseberichten zufolge wurde in 21 der 32 Provinzen Dengue-Alarm ausgerufen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1 .560 Fälle und ein Todesfall verzeichnet. 2017 wurden 1 .359 Verdachtsfälle gemeldet. Drei Menschen sind verstorben. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Honduras

Anfang Juli hat die Regierung den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Maßnahmen zur Vektorbekämpfung wurden verstärkt. Seit Anfang des Jahres wurden ca. 49.325 Verdachtsfälle und 89 Todesfälle registriert. Es ist der größte Dengue-Ausbruch seit 50 Jahren. Besonders betroffen ist das Departamento Cortés, mit den Städten San Pedro Sula und Villanueva. Ein weiterer Anstieg der Fallzahlen während der aktuellen Regenzeit wird erwartet. 2018 sind landesweit 7.942 Menschen erkrankt, es gab drei Todesfälle. 483 Infektionen verliefen schwer. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Frankreich, Griechenland, Italien

Ende Juli wurde im französischen Département Var (Provence-Alpes-Côte d'Azur, SO) eine Erkrankung an West-Nil-Fieber gemeldet. West-Nil-Fieber kommt im Süden und Südosten Frankreichs sporadisch vor. In Griechenland sind in diesem Jahr bereits 34 Menschen erkrankt und drei verstorben. In Italien wurden in Padua (Region Venetien) bis Anfang August zwei Erkrankungen verzeichnet, außerdem wurde ein Fall in der Region Turin registriert. Die Infektion kommt in Italien besonders im Norden des Landes vor. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertraqen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 24. Juli 2019

Kanada

Mitte Juli ist in der südwestkanadischen Provinz Britisch-Kolumbien ein 21-jähriger Mann an Tollwut verstorben. Er hatte Mitte Mai auf Vancouver Island Kontakt zu einer erkrankten Fledermaus. Tollwut bei Wildtieren und Fledermäusen ist in Kanada verbreitet. Unter den terrestrischen Tieren fungieren im Norden vor allem Füchse, im Süden Stinktiere und Waschbären, ansonsten Fledermäuse als Überträger auf Haus­tiere und Menschen. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Laos

Seit Januar wurden ca. 14.000 Dengue-lnfektionen und 31 Todesfälle gemeldet.

Das sind die höchsten Fallzahlen in dieser Jahreszeit seit 2013. Im vergangenen Jahr wurden ca. 6.200 Fälle registriert, 14 Menschen sind verstorben. Auch die Hauptstadt Vientiane ist betroffen. Die meisten Fälle wurden in den Provinzen Attapeu und Champassak im Süden des Landes und in der zentralen Provinz Savannakhet ver­zeichnet. Das Dengue-Virus wird von überwiegend tagaktiven Mücken übertragen, der Krankheitsverlauf ist grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Nigeria

Nachdem im September 2017 im Bundesstaat Kwara im Westen Nigerias zwei Mädchen an Gelbfieber erkrankt waren, wurden bis jetzt landesweit mindestens 4. 100 Ver­dachtsfälle gemeldet. In diesem Jahr wurden 1 .255 mögliche Infektionen mit einem Todesfall registriert. Die bestätigten 15 Erkrankungen stammen aus den Bundes­staaten Edo, Ondo und lmo. Eine Impfung ist für alle Reisenden ab einem Alter von

neun Monaten vorgeschrieben und auch empfohlen. In Nigeria sind viele gefälschte Impfausweise im Umlauf, deshalb hat die Regierung Anfang Juli einen elektronischen Nachweis eingeführt. Bei der Ausreise müssen alle Personen mit nigerianischer Staatsbürgerschaft bzw. Wohnsitz in Nigeria über einen elektronischen Nachweis einer Gelbfieberimpfung verfügen. Ausländische Touristen können weiterhin den internationalen Impfausweis im Papierformat verwenden.
 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 03. Juli 2019

Australien

In mehreren Bundesstaaten, u. a. South Australia, New South Wales und Queensland wurden schon seit April ungewöhnlich viele Grippe-Fälle gemeldet. Auf Tasmanien wurden bereits mehr Infektionen registriert als im gesamten Vorjahr. Inzwischen hat sich die Grippewelle über das ganze Land ausgebreitet. Bis Ende Juni wurden landes­weit etwa 100.500 Infektionen bestätigt, 2018 waren es zu dieser Zeit ca. 16.100. Es sind 192 Menschen verstorben. In der Regel beginnt die Grippesaison auf der Süd­halbkugel im Juni. Risikoreisende sollten Impfschutz beachten.

Malawi

Im Juni ist ein 36-jähriger Mann nach einem Angelausflug in das Nkhotakota Wildlife Reserve an Schlafkrankheit erkrankt. Er wurde zur Behandlung nach Johannesburg (Südafrika) gebracht. Im Dezember letzten Jahres wurde in einer Klinik in Johannes­burg die Infektion bei einem britischen Volunteer bestätigt. Der 24-Jährige hatte in einem Naturschutzprojekt im Vwaza Marsh Wildlife Reserve im Norden Malawis gearbeitet. Mitte November 2018 war die Erkrankung bei einer 66 Jahre alten Nieder­länderin diagnostiziert worden, die sich zuvor während einer Reise in verschiedenen Nationalparks im Norden Malawis aufgehalten hatte. Bei Reisen in ostafrikanische Länder besteht ein geringes Risiko für die Schlafkrankheit. Der Erreger wird durch Tsetse-Fliegen übertragen. Reisende sollten sich entsprechend schützen und bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort einen Arzt aufsuchen.

Réunion

Seit Anfang letzten Jahres gibt es auf der östlich von Madagaskar gelegenen Insel einen Dengue-Ausbruch mit mehr als 23.000 Infektionen und 15 Todesfällen. Die erste Welle hatte ihren Höhepunkt zwischen März und April 2018. Die zweite Welle hat im Januar dieses Jahres begonnen und ihren Höhepunkt Ende April überschritten. Bisher sind seit Jahresbeginn mehr als 16.000 Menschen erkrankt und neun von ihnen verstorben. Besonders betroffen sind die West- und die Südküste der Insel. Das Dengue-Virus wird durch Mückenstiche übertragen, die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 19. Juni 2019

Dominikanische Republik

Seit Anfang des Jahres wurden bereits 202 Malaria-Infektionen gemeldet. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres waren es nur 124. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein.

 

Neuseeland

Seit Mitte März steigen die Masern-Fallzahlen in Auckland (Nordinsel) an, bisher wurden 115 Erkrankungen gemeldet. landesweit wurden in diesem Jahr 215 Infektio­nen registriert, die meisten auf der Nordinsel. Auf der Südinsel sind besonders Teile der Region Canterbury betroffen. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpf­schutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

 

Spanien

Presseberichten zufolge sind drei isländische Touristen nach ihrer Rückkehr an Chikun­gunya erkrankt. Die Familie hatte sich im Mai in der Provinz Alicante an der Costa Blanca aufgehalten. Es sind die ersten lokal erworbenen Infektionen in Spanien.

Das Chikungunya-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich mit sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

 

Uganda

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich nach Uganda aus. Im Juni wurde die Infektion bei einem fünfjährigen Jungen bestätigt, dieser ist inzwischen verstorben. Er hatte sich zuvor mit seiner Familie in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo aufgehalten. Das Kind und fünf weitere Familienmit­glieder wurden in eine Ebola-Behandlungseinheit gebracht. Inzwischen ist auch die Großmutter verstorben und ein Geschwisterkind erkrankt. 27 ugandische Kontakt­personen werden überwacht.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 05. Juni 2019

Frankreich

landesweit wurden in diesem Jahr bereits 1 .289 Masern-Fälle registriert. Wie im vergangenen Jahr gehört die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Seit November 2017 sind die Fallzahlen stark gestiegen. Im vergangenen Jahr sind 2.727 Menschen erkrankt und drei verstorben. 2017 wurden landesweit 519 Fälle verzeichnet, das sind etwa sechsmal so viele wie 2016. Die meisten Infektionen stammten aus den Regionen Lothringen, Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien. Ende Juni 2017 war in Marseille ein 16-jähriges Mädchen verstorben. Impfschutz beachten.

 

Japan

Der Ausbruch von Röteln setzt sich auch in diesem Jahr fort, es wurden bereits mehr als 1 .300 Infektionen gemeldet. landesweit sind im vergangenen Jahr etwa 2.980 Menschen erkrankt. Besonders betroffen sind die Stadt Tokio und die Präfekturen Chiba, Kanagawa und Osaka auf der Insel Honshu sowie die Präfektur Fukuoka auf der Insel Kyushu. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpfschutz über­prüft und ggf. aufgefrischt werden.

Reunion

Seit Jahresbeginn wurden auf der östlich von Madagaskar im Indischen Ozean gelegenen Insel 13.000 Dengue-Erkrankungen und neun Todesfälle verzeichnet. Seit Anfang 2018 wurden über 20.000 lokale Infektionen und 15 Todesfälle bestätigt. Besonders betroffen sind die West- und die Südküste. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

USA (Hawaii)

An diversen Stränden der Insel Oahu, drittgrößte Insel des Hawaii-Archipels mit der Hauptstadt Honolulu, sind insgesamt etwa 1 .000 Menschen durch Kontakt mit Quallen verletzt worden. Am stärksten betroffen ist Waikiki. Reisende sollten ent­sprechende Warnschilder an den Stränden beachten.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 22. Mai 2019

Australien

In mehreren Bundesstaaten, u.a. South Australia, New South Wales und Queensland werden für die Jahreszeit ungewöhnlich viele Influenza-Fälle gemeldet. Auf der Insel Tasmanien wurden bereits mehr Infektionen registriert als im gesamten Vorjahr.

Bis Mitte Mai wurden landesweit etwa 51.530 Grippe-Erkrankungen bestätigt, 2018 waren es zu dieser Zeit ca. 14. 100, davon sind 63 Menschen verstorben. Allein im März haben sich die Fallzahlen mehr als verdreifacht und im April verachtfacht. In der Regel beginnt die Grippesaison auf der Südhalbkugel im Juni. Risikoreisende sollten Impf­schutz beachten.

 

Chile (Osterinsel)

Seit Anfang des Jahres wurden 22 lokal erworbene Dengue-lnfektionen auf der politisch zu Chile gehörenden, fast 4.000 km westlich der chilenischen Küste im Südostpazifik gelegenen Osterinsel bestätigt. Kurz nachdem der Vektor auf der Insel eingeschleppt wurde, gab es 2002 eine große Epidemie. Zu kleineren Ausbrüchen kam es in den Jahren 2006-2009, 2016 und 2018. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen, die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Philippinen

Ende April ist eine norwegische Touristin nach ihrer Rückkehr von den Philippinen an Tollwut verstorben. Sie hatte sich beim Spielen mit einem Hundewelpen infiziert. Tollwut kommt landesweit vor. Jährlich sterben etwa 200 - 300 Menschen an der Infektion. Die WHO hat im Februar vor gefälschten Impfstoffen gewarnt. Es mangelt im Land an geeigneten Impfstoffen und Immunglobulin. Eine prophylaktische Imp­fung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.

Tansania

Seit Jahresbeginn wurden ca. 1 .900 Fälle von Dengue bestätigt, alle bis auf einen stammen aus den Küstenstädten Daressalam und Tanga. Zwei Menschen sind verstorben. Der Erreger kommt in Tansania regelmäßig vor. Schutz vor den vorwiegend tagakti­ven Überträgermücken beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 08. Mai 2019

Mosambik

Infolge des Zyklons ldai im März wurden ca. 6.700 Cholera-Infektionen bestätigt. Acht Men­schen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist Beira City. Die WHO hat in einer groß­angelegten Impfaktion ca. 803.000 Menschen geimpft, zwölf Cholera-Behandlungszentren wurden errichtet. Ende April wurde das Land erneut von einem Zyklon getroffen. Im Norden des Landes hat der Sturm Kenneth mit den darauffolgenden starken Regenfällen zu schweren Überschwemmungen und der Zerstörung der Infrastruktur geführt. Eine erneute Zunahme der Fallzahlen ist daher nicht auszuschließen.

Infolge der Überschwemmungen steigt auch das Risiko für mückenübertragene Erkran­kungen. Seit Ende März wurden mehr als 12.600 Malaria-Fälle registriert. Mehr als 474.000 imprägnierte Moskitonetze wurden bereits verteilt. Eine Chemoprophylaxe ist dringend zu empfehlen.

 

Schweiz

Seit Beginn des Jahres wurde bereits 155 Masern-Erkrankungen und zwei Todesfälle regis­triert. Im vergangenen Jahr wurden 49 Infektionen verzeichnet, 2017 waren es landesweit 105 Erkrankungen. Erstmals seit 2009 war im Februar 2017 ein Mensch an den Folgen der Maserninfektion verstorben. Impfschutz beachten.

 

Thailand

Ende April wurde in der Provinz Surin im Nordosten des Landes der erste menschliche Todesfall an Tollwut in diesem Jahr verzeichnet. Seit Anfang 2018 sind die nachgewie­senen Infektionen bei Tieren, besonders bei streunenden Hunden, stark gestiegen. Neben der Hauptstadt Bangkok sind besonders der Süden und der Nordosten des Landes betroffen. 2018 sind bis Mitte Oktober landesweit auch 17 Menschen verstorben. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.

 

USA

Seit Mitte März sind im Oakland County (Bundesstaat Michigan) 43 Menschen an Masern erkrankt. Seit Oktober 2018 wurden in den benachbarten Bundesstaaten New York und New Jersey mehrere Ausbrüche gemeldet. landesweit sind in diesem Jahr in 23 Bundes­staaten bisher 764 Menschen erkrankt. Es ist der größte Ausbruch seitdem das Land im Jahr 2000 für masernfrei erklärt worden war. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 25. April 2019

Brasilien

landesweit sind die Chikungunya-Fallzahlen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 und 2016 gesunken. Einige Bundesstaaten haben allerdings eine starke Zunahme der Erkrankungen verzeichnet. Diese Trends scheinen sich auch in diesem Jahr fortzusetzen. Im Bundesstaat Rio de Janeiro wurden bereits 13.000 Fälle gemel­det. 2018 waren es dort ca. 39.725 Infektionen und 18 Todesfälle. Mitte 2014 haben die Gesundheitsbehörden die ersten lokalen Infektionen gemeldet. Seitdem hat sich das Virus landesweit ausgebreitet. Es wird von Mücken übertragen, die Krankheit verläuft grippeähnlich mit sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

 

Deutschland

In diesem Frühjahr werden in Baden-Württemberg deutlich mehr Hantavirus­-lnfektionen gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bis Mitte April wurden bereits 102 Fälle diagnostiziert, viele Erkrankte mussten in Kliniken behandelt werden. Das Virus wird durch die Ausscheidungen von infizierten Tieren (Mäusen) übertragen. Infektionsgefahr besteht beim Einatmen des Erregers, der bei der Gartenarbeit oder beim Fegen von Gartenhäusern und Kellern mit dem Staub aufgewirbelt wird.

Irland

Seit Beginn des Jahres wurden landesweit bereits 898 Fälle von Mumps verzeichnet. Etwa seit Anfang Oktober 2018 nehmen die Fallzahlen zu. Letztes Jahr wurden insge­samt 576 Erkrankungen gemeldet. Impfschutz beachten.

Mayotte

122 Infektionen von Rift Valley-Fieber beim Menschen wurden seit November letzten Jahres auf der Inselgruppe bestätigt. Sie liegt vor der ostafrikanischen Küste zwischen Mosambik und Madagaskar im Indischen Ozean. Die meisten Fälle stammen aus dem Zentrum und aus dem Nordwesten der Hauptinsel. In den betroffenen Gebieten sind auch zahlreiche Haustiere verendet. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Kontakt mit infizierten tierischen Produkten oder Ausscheidungen, mit infek­tiösem Tierblut sowie durch Mückenstiche. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen und direkten Kontakt mit Schlachtvieh bzw. dessen rohen Produkten meiden.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 10. April 2019

Dominikanische Republik

Seit Jahresbeginn wurden bereits fast 1 .000 Dengue-Erkrankungen registriert. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1 .560 Infektionen und ein Todesfall verzeich­net. Das Dengue-Virus wird durch Stechmücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

Malediven

In diesem Jahr wurden bisher etwa 1 .300 Dengue-lnfektionen gemeldet. Bereits seit Ende Oktober 2018 steigen die Fallzahlen landesweit an. Im November hat das Robert Koch-Institut mindestens sieben Infektionen bei deutschen Touristen registriert.

Seit Anfang des Jahres wurden auch 421 Fälle von Chikungunya gemeldet. Es ist der erste größere Ausbruch seit 2006.

Beide Erkrankungen werden durch Viren verursacht, die von Mücken übertragen werden. Mückenschutz beachten.

 

Südafrika

In diesem Jahr wurden bereits zwei Fälle von Tollwut in der Provinz Eastern Cape bestä­tigt und zwei weitere Verdachtsfälle in der Provinz Limpopo registriert. Im vergangenen Jahr kam es zu 16 Todesfällen, acht in der Provinz KwaZulu-Natal, sechs in der Provinz Eastern Cape und je eine in den Provinzen Mpumalanga und Free State. Die meisten Infektio­nen wurden durch Hundebisse verursacht. Reisende sollten bei entsprechenden Kon­takten sofort einen Arzt aufsuchen, bei vorhersehbarem Risiko und längerem Aufent­halt ist eine vorbeugende Impfung empfohlen.

 

Mosambik

Infolge des Zyklons ldai, der Mitte März zu schweren Überschwemmungen und der Zerstörung der Infrastruktur geführt hat, wurden mehr als 3. 100 Cholera-Infektio­nen bestätigt. Sechs Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist Küstenstadt Beira. Die WHO hat in einer großangelegten Impfaktion ca. 750.000 Menschen ge­impft. Hygiene beachten, Risikoreisende sollten geimpft werden.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 27. März 2019

Brasilien

Hauptübertragungszeit für Gelbfieber sind die Sommermonate Dezember bis Mai. In der aktuellen Saison wurden bisher 57 Erkrankungen bestätigt, 13 Menschen sind verstorben. Vier Infektionen stammen aus dem Bundesstaat Parana, alle anderen aus dem Süden des Bundesstaates Sao Paulo. Zwischen Dezember 2016 und August 2017 wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Nach einem kurzfristigen Rückgang der Erkrankungen wurden zwischen Dezember 2017 und April 2018 wieder vermehrt Infektionen gemeldet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

  

Nigeria

Seit Jahresbeginn wurden rund 6.000 Masern-Erkrankungen registriert, 15 Menschen sind verstorben. Es sind etwa doppelt so viele Fälle wie im Vergleichszeitraum des Vor­jahres. Impfschutz beachten.

 

Thailand

Fast 10.000 Dengue-lnfektionen und neun Todesfälle wurden seit Anfang des Jahres gemel­det. Mit ca. 136.000 Erkrankungen und 126 Todesfällen war im vergangenen Jahr ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen. Besonders betroffen waren die Region um Bangkok und der Süden des Landes. In der Hauptstadt gab es ca. 2.400 Erkrankungen und einen Todesfall. Auch in der bei Touristen beliebten Region Phuket wurden zahlreiche Erkrankungen und mindestens zwei Todesfälle registriert. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich.

  

USA

In den USA sind menschliche Tollwutfälle selten. Seit Beginn des Jahres wurden in New York City jedoch sechs Tollwut-Infektionen bei Tieren bestätigt. Vier Fälle in Manhattan, je eine weitere Infektion in der Bronx und auf Staten Island. Die Behörden haben die Bevölkerung aufgerufen, ihre Haustiere zu impfen. Jährlich werden in den USA etwa 35.000 Menschen aufgrund von verdächtigen Tierkontakten, überwiegend mit Fleder­mäusen, postexpositionell behandelt, rund 7.000 bis 10.000 Fälle von Tollwut bei Tieren (Waschbären, Stinktieren, Fledermäusen, Füchsen) werden registriert. Die Gefahr, sich während einer USA-Reise mit Tollwut zu infizieren, ist äußerst gering. Reisende sollten nach verdächtigen Tierkontakten umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 13. März 2019

Polen

landesweit wurden seit Anfang des Jahres 314 Masern-Erkrankungen gemeldet, das sind etwa elfmal mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 2018 wurden insgesamt 349 Infektionen verzeichnet. Impfschutz beachten.

Saudi-Arabien

2012 ist ein neuartiges Coronavirus (MERS-CoV, kurz für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus) aufgetreten. Als Tierreservoir und somit als Ansteckungs­quelle für den Menschen wurden Dromedare bestätigt. landesweit kam es seither zu 2.000 laborbestätigten Infektionen mit 768 Todesfällen. Seit Anfang des Jahres wurden 100 Fälle gemeldet, die meisten davon in der Stadt Wadi Al Dawasir (Region Riad) und in der Hauptstadt Riad. Eine Infektion zeigt sich meist in Form einer Lungenentzündung. Häufige Symptome sind Fieber, Husten und Schwierigkeiten beim Atmen. Reisende, die während oder nach einem Aufenthalt in den betroffenen Gebieten diese Symptome entwickeln, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

Thailand

Seit Juni 2018 gibt es einen Ausbruch von Chikungunya im Süden des Landes. Im vergangenen Jahr wurden 3.656 Infektionen bestätigt. Seit Anfang dieses Jahres sind bereits 2.063 Menschen erkrankt. Besonders betroffen sind die Provinzen Satun, Narathiwat, Songkhla und Trang. Fälle gibt es auch auf der Ferieninsel Phuket. Die Erkrankung geht mit Fieber und sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Entsprechender Schutz ist anzuraten.

 

Vietnam

In Ho Chi Minh City wurden in diesem Jahr mehr als 6.730 Dengue-lnfektionen und ein Todesfall registriert. Dort waren bereits im September letzten Jahres die Fallzahlen gestiegen. Besonders betroffen waren Gebiete mit zahlreichen Baustellen, in denen Pfützen ideale Brutstätten für die Überträgermücken bieten. In der Provinz Khánh Hòa im Südosten des Landes wurden seit Ende letzten Jahres 3.275 Fälle verzeichnet, lan­desweit wurden im Januar mehr als 15.500 Erkrankungen registriert. Der Krankheits­verlauf ist grippeähnlich. Mückenschutz beachten.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 27. Februar 2019

Frankreich

Seit Ende Januar wurden aus dem Wintersportort Val Thorens (Region Auvergne ­Rhône-Alpes) 25 Masern-Erkrankungen gemeldet. Auch zwei dänische Touristen sind nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub erkrankt. Seit November 2017 ist ein starker Anstieg der Fallzahlen zu beobachten. Im vergangenen Jahr sind 2.727 Menschen erkrankt und drei verstorben. 2017 wurden landesweit 519 Fälle verzeichnet, das sind etwa sechsmal so viele wie 2016. Die meisten Infektionen stammten aus den Regionen Lothringen, Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien. Impfschutz beachten.

Indien

Seit September wurden landesweit ca. 12.200 Infektionen mit Influenza A(H1N1), der sogenannten „Schweinegrippe", gemeldet, es gab 377 Todesfälle. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Rajasthan, Gujarat, Punjab, Madhya Pradesh und Maharashtra. Reisenden ist ein Grippe-Impfschutz zu empfehlen.

Philippinen

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden seit Anfang des Jahres im Groß­raum Manila mehr als 2.930 Masern-Infektionen und 52 Todesfälle gemeldet. Auch in den anderen Landesteilen steigen die Fallzahlen an. landesweit wurden in diesem Jahr ca. 12.740 Erkrankungen und 203 Todesfälle registriert. 2018 sind landesweit ca. 21.810 Menschen erkrankt, etwa fünfmal so viele wie im Vorjahr. Impfkampagnen wurden gestartet. Impfschutz beachten.

Singapur

Da es im Stadtstaat keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ganzjährig mit einem Dengue-Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden ansteigt. Seit Ende November war die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen gestiegen.

Seit Mitte Januar gehen die Fallzahlen wieder zurück, bisher sind 1 .446 Menschen erkrankt. Es gab zwei Todesfälle. Im vergangenen Jahr wurden 3.285 Infektionen ver­zeichnet. 2017 wurden 2.641 Fälle registriert. Das waren die niedrigsten Fallzahlen seit 2001. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen. Die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 13. Februar 2019

Indien

In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand sind Anfang Februar mindes­tens 116 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol an einer Alkohol­vergiftung verstorben. Mehr als 200 Personen wurden festgenommen. Häufig werden Spirituosen mit dem günstigeren Methanol gestreckt. Ereignisse dieser Art sind in Indien und anderen tropischen Ländern nicht selten. Alkohol aus obskuren Quellen birgt ein hohes Gesundheitsrisiko und sollte prinzipiell gemieden werden.

 

Kenia, Tansania

Seit Oktober letzten Jahres wurden im County Mombasa im Süden Kenias 272 Ver­dachtsfälle von Dengue-Fieber gemeldet, 133 Infektionen wurden bestätigt. In Tansania gab es seit August letzten Jahres in den Küstenstädten Daressalam und Tanga je 19 Verdachtsfälle, die meisten davon seit Anfang Januar. Das Virus wurde Ende der 1970er Jahre erstmals in Ostafrika nachgewiesen. Seitdem kam es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Das Dengue-Virus wird von Stechmücken über­tragen. Die Erkrankung verläuft grippe-ähnlich. Reisende sollten sich vor Mücken­stichen schützen.

 

Südafrika

Die Behörden haben auch Ende des vergangenen Jahres wieder vor einer Zunahme der Malaria-Fälle während der folgenden Monate gewarnt. Bis Ende Oktober wurden bereits mehr als 16.000 Infektionen und 110 Todesfälle registriert. Das sind weniger als im Vorjahr, aber immer noch weit mehr als im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2016. Im Dezember letzten Jahres sind in der Gemeinde Orange Farm südlich von Johannesburg (Provinz Gauteng) drei Schwestern erkrankt. Zeitgleich gab es sechs bestä­tigte Infektionen und zwei Verdachtsfälle in Mogale City nordwestlich von Johannes­burg. Beide Orte gelten als malariafrei. Keiner der Betroffenen hatte sich in einem Endemiegebiet aufgehalten. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, ent­sprechend der Ausbruchslage und der Reiseroute ist die Mitnahme einer Notfall­medikation sinnvoll oder auch eine Chemoprophylaxe zu diskutieren.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 30. Januar 2019

Ukraine
Zum Jahreswechsel wurden innerhalb einer Woche mehr als 2.300
Masern-Erkran­kungen verzeichnet. Ein Kind ist verstorben. Inzwischen ist die Zahl der Infektionen auf 8.498 gestiegen, es gab fünf Todesfälle. Im vergangenen Jahr sind ca. 54.480 Men­schen erkrankt, etwa 40% davon waren Erwachsene. Mehr als 2.550 Fälle wurden in der Hauptstadt Kiew verzeichnet. 2017 wurden insgesamt nur 4.782 Fälle gemeldet. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

Costa Rica
In der Provinz Puntarenas im Westen des mittelamerikanischen Landes sind im Januar innerhalb von elf Tagen 33 Menschen an
Hepatitis A erkrankt. Eine Infek­tion über kontaminiertes Trinkwasser wurde ausgeschlossen. Infektionsquelle waren vermutlich verunreinigte Lebensmittel. Nahrungsmittelhygiene sorgfältig beachten, eine Impfung ist für alle Reisenden empfohlen.

Deutschland
Die
Grippewelle hat in der zweiten Januarwoche begonnen. Die Influenza-Aktivität ist im Westen, Südwesten und Osten des Landes erst leicht bis moderat erhöht. Seit Ende November 2018 bis zum 22. Januar wurden beim Robert Koch-Institut 6.334 bestätigte Fälle registriert. 20 Menschen sind verstorben. Impfschutz und persönliche Hygiene beachten.

Ukraine
Zum Jahreswechsel wurden innerhalb einer Woche mehr als 2.300
Masern-Erkran­kungen verzeichnet. Ein Kind ist verstorben. Inzwischen ist die Zahl der Infektionen auf 8.498 gestiegen, es gab fünf Todesfälle. Im vergangenen Jahr sind ca. 54.480 Men­schen erkrankt, etwa 40% davon waren Erwachsene. Mehr als 2.550 Fälle wurden in der Hauptstadt Kiew verzeichnet. 2017 wurden insgesamt nur 4.782 Fälle gemeldet. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 16. Januar 2019

Dominikanische Republik

landesweit wurden im vergangenen Jahr 438 Malaria-Erkrankungen gemeldet, die Mehrzahl davon im Bezirk Santo Domingo Oeste (Provinz Santo Domingo im Süden des Landes). Ein Mensch ist verstorben. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein.

 

Jamaika

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Dengue-Fallzahlen 2018 stark gestiegen, beson­ders betroffen war der November. Insgesamt wurden 708 Verdachtsfälle gemeldet, 2017 waren es nur 177. Im letzten Jahr sind sieben Menschen verstorben. Die meisten Erkrankungen wurden in der Region Kingston and St. Andrew Corporation verzeich­net. Das Dengue-Virus wird durch überwiegend tagaktive Mücken übertragen.

Das Krankheitsbild ist in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

 

Neukaledonien

Nachdem sich die Fallzahlen im Dezember im Vergleich zum Vormonat mehr als verdreifacht haben, wurde von den Behörden Ende Dezember 2018 erneut ein Aus­bruch von Dengue bestätigt. Seit Jahresbeginn wurden bereits 143 Erkrankungen registriert. Im vergangenen Jahr sind ca. 2.090 Menschen erkrankt, es gab zwei Todes­fälle. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Noumea. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

Schweiz, Spanien

In weiten Teilen der Schweiz steigen die Fallzahlen von Influenza seit Anfang des Jahres an, haben aber die Schwelle zur Epidemie noch nicht erreicht. Die Grippe­wellen der letzten Jahre hatten jeweils im Dezember begonnen.

Im Norden von Spanien haben die Fallzahlen in einigen Regionen (Baskenland und Kantabrien) die Epidemie-Schwelle überschritten. Auch auf den Balearen hat die Grippewelle Anfang des Jahres begonnen. Impfschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

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