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Aktuelle Reise-Infos - vom Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 6. November 2019

Burundi

Malaria ist in den meisten Landesteilen verbreitet. In der Regel geht die Zahl der Erkrankungen während der trockeneren Monate von Mai bis etwa Oktober zurück. In diesem Jahr wurden allerdings durchgehend hohe Fallzahlen beobachtet, bislang waren es rund 7.233. 140 Erkrankungs- und 2.691 Todesfälle. 2018 wurde kein nennenswerter Ausbruch registriert. 2017 waren insgesamt etwa 6,8 Millionen Menschen erkrankt und mehr als 3.000 verstorben. 2016 wurden mehr als 8,2 Millionen Infektionen und mindestens 3.800 Todesfälle gemeldet. Eine Chemo­prophylaxe ist dringend zu empfehlen.

Deutschland

Ende September haben die zuständigen Institute die erste durch Mücken über­tragene West-Nil-Fieber-Infektion beim Menschen in Sachsen gemeldet. Ende Oktober wurde bestätigt, dass zwei Frauen aus Berlin und Wittenberg (Sachsen­Anhalt) bereits im Spätsommer erkrankt sind. Insgesamt wurde das Virus zwischen Juli und Mitte Oktober bei 53 Vögeln in freier Wildbahn und in Zoos nachgewiesen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg. Seit Anfang Juli wurden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen auch 27 infizierte Pferde gemeldet. Pferdehaltern in den betroffenen Gebieten wird empfohlen ihre Tiere zu impfen. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Dominikanische Republik

In diesem Jahr wurden bereits ca. 14.100 Dengue-Erkrankungen und 34 Todesfälle registriert. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1.560 Infektionen und ein Todesfall verzeichnet. 2017 wurden ca. 1.360 Verdachtsfälle gemeldet. Drei Menschen sind verstorben. 2016 wurden ca. 6.645 Verdachtsfälle gemeldet.641 Erkrankungen verliefen schwer, es gab 39 Todesfälle. Mückenschutz beachten.

Tonga

Die Behörden haben im Oktober 107 Masern-Infektionen bestätigt. Die Mehrheit der Betroffenen sind Mitglieder einer Rugby-Mannschaft, die sich im September für Spiele in Neuseeland aufgehalten haben Der Indexfall hat sich dort infiziert. Impfschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 23. Oktober 2019

Frankreich

Im Oktober wurde eine autochthone Zika-lnfektion in Hyères (Département Var, SO) bestätigt. Die betroffene Person hat bereits im August Symptome entwickelt. Eine sexuelle Übertragung konnte ausgeschlossen werden, auch gab es keine importierten Fälle in der Region. Der Hauptvektor Aedes aegypti kommt in Frankreich nicht vor. Aedes albopictus kann das Zika-Virus ebenfalls übertragen und ist seit einigen Jahren in Südfrankreich verbreitet. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Jamaika

Presseberichten zufolge wurden bereits ca. 6.000 Dengue-Verdachtsfälle registriert, 88 Menschen sollen verstorben sein. Offiziell wurden landesweit 4.937 Erkrankungen und zehn Todesfälle gemeldet. Bereits 2018 waren die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, besonders betroffen waren die Monate Oktober und November. Insgesamt wurden 2018 1.082 Verdachtsfälle gemeldet. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Japan

Erstmals seit 2014 wurden im Oktober zwei autochthone Dengue-lnfektionen in Tokio bestätigt. Ein Mädchen und ein Junge derselben Schule sind erkrankt. Während der zweiwöchigen Inkubationszeit hatten sie die Stadt nicht verlassen. Die letzten autochthonen Infektionen wurden nach einer Pause von mehr als 60 Jahren im Sommer 2014 registriert. Während des zweiten Weltkrieges war die Erkrankung in Japan endemisch. Jährlich werden ca. 200 importierte Fälle gemeldet. Mückenschutz beachten.

Malawi

Im Oktober wurden innerhalb einer Woche zwei Fälle von Schlafkrankheit aus dem Vwaza Marsh Wildlife Reserve gemeldet. Im Juni dieses Jahres ist ein 36-jähriger Mann nach einem Angelausflug in das Nkhotakota Wildlife Reserve erkrankt. Bei Reisen in ostafrikanische Länder besteht ein geringes Risiko für die Schlafkrankheit. Schutz vor Tsetse-Fliegen (Überträger, tagaktiv) beachten. Bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort Arzt aufsuchen.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 9. Oktober 2019

Äthiopien

Seit Anfang August wird ein Chikungunya-Ausbruch mit bislang etwa 46.330 Fällen in der Stadt Dire Dawa (NO) gemeldet. Es wurden Mückenbekämpfungs­maßnahmen eingeleitet. Im März wurden in der Region Afar (NO) zehn Erkrankungen verzeichnet. Die ersten Infektionen wurden 2016 in Orten an der Grenze zu Kenia und Somalia registriert. Mückenschutz beachten.

Deutschland

Ende September wurde die erste durch Mücken übertragene Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Menschen bestätigt. In Sachsen war eine Person an Gehirn­hautentzündung erkrankt und wurde in einer Klinik behandelt. Anfang Juli ist im Tierpark Wittenberg (Sachsen-Anhalt) eine Schneeeule verendet. Es wird vermutet, dass das Virus in einer Mücke in Deutschland überwintert hat. Es war der erste Nachweis in diesem Jahr. Insgesamt wurde das Virus zwischen Juli und Mitte September bei 38 Vögeln in freier Wildbahn und in Zoos nachgewiesen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg. Seit Anfang Juli wurden in Sachsen und Sachsen-Anhalt fünf infizierte Pferde gemeldet. Es wird allen Pferdehaltern in den betroffenen Gebieten empfohlen ihre Tiere zu impfen.

Frankreich

Mitte September wurde die erste autochthone Dengue-lnfektion für dieses Jahr in Vallauris (Departement Alpes-Maritimes, S) registriert. Inzwischen wurden dort vier weitere Fälle gemeldet. Etwa zeitgleich wurde auch in Caluire-et-Cuire (Département Rhône, W) eine Erkrankung verzeichnet. Es ist der erste Fall in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und der bisher am weitesten in Norden nachge­wiesene. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Neuseeland

Seit Mitte März steigen die Masern-Fallzahlen in Auckland an, bisher wurden 1.403 Erkrankungen gemeldet. Anfang Oktober haben die Behörden fünf Infektionen bei Schwangeren bestätigt, zwei der Frauen haben eine Fehlgeburt erlitten. landes­weit wurden in diesem Jahr 1.681 Infektionen registriert. Die meisten Infektionen wurden auf der Nordinsel verzeichnet, auf der Südinsel sind besonders Teile der Region Canterbury betroffen. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpf­schutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 25. September 2019

Guam

Erstmals seit 75 Jahren wurde Mitte September eine autochthone Dengue­-lnfektion bestätigt. Inzwischen ist die Zahl der Fälle auf sieben gestiegen. Die Gesund­heitsbehörden haben den Serotypen DENV-3 als Ursache identifiziert. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern hat der Gouverneur den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Mückenschutz beachten.

Philippinen

Mitte September wurden zwei Infektionen mit Vakzine-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) bestätigt. Betroffen sind ein dreijähriges Mädchen aus der Provinz Lanao del Sur (Insel Mindanao) und ein fünf Jahre altes Kind aus der Provinz Laguna (Insel Luzon). Auch in Umwelt- und Wasserproben in Manila und Davao wurde das Virus nachgewiesen. Die letzten Infektionen mit einem Wildvirus wurden 1993 registriert. Im Jahr 2000 wurde das Land als Polio-frei erklärt. Impfschutz beachten.

Spanien

Die Behörden haben im September einen autochthonen Dengue-Fall in Barcelona bestätigt. Es ist die zweite lokal erworbene Infektion in Katalonien, die erste wurde im November 2018 registriert. In den Regionen kommt der Vektor Aedes albopictus (Tigermücke) vor. Mückenschutz beachten.

Italien, Griechenland, Österreich, Deutschland

West-Nil-Fieber kommt in Italien sporadisch vor, besonders im Norden des Landes. Seit Mitte Juli wurden 28 Erkrankungen registriert. Zwei Menschen sind verstorben. In Griechenland wurden Mitte Juli die ersten Fälle in diesem Jahr gemeldet, bisher sind 194 Menschen erkrankt und 25 verstorben. In Österreich wurden seit Ende August vier Infektionen aus Wien und dem Wiener Umland gemeldet. In Deutschland wurden noch keine Erkrankungen beim Menschen verzeichnet. Insgesamt wurde das Virus zwischen Juli und Mitte September bei 37 Vögeln in freier Wildbahn und in Zoos nachgewiesen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden auch fünf infizierte Pferde gemeldet. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 11. September 2019

Brasilien

Ende August ist in der Stadt São Paulo ein 42-jähriger Mann an Masern verstorben. Seit Anfang des letzten Jahres wurden landesweit ca. 11.370 Erkrankungen und zwölf Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen waren im Vorjahr die nördlichen Bundesstaaten Amazonas und Roraima. Erstmals seit 18 Jahren wurden im Juli 2018 auch im Bundesstaat Rio de Janeiro Infektionen registriert. Aktuell werden die meisten Fälle aus dem Bundesstaat São Paulo gemeldet. Die Ausbrüche gehen vermutlich auf aus Venezuela importierte Fälle zurück. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

Liberia

92 Verdachtsfälle von Lassa-Fieber wurden seit Jahresbeginn gemeldet. 25 Infektio­nen wurden bestätigt, 21 Menschen sind verstorben. Ende August haben die Behör­den einen Ausbruch erklärt. Die Erkrankung ist in Liberia endemisch, aktuell sind jedoch auch Gebiete betroffen, in denen sonst keine Infektionen verzeichnet wurden. Die Übertragung erfolgt durch die Ausscheidungen von Mäusen auf anschließend vom Menschen verzehrte Lebensmittel. Die Viren können aber auch über Tröpfchen­infektion, Wundinfektion oder durch Sekrete direkt von Mensch zu Mensch über­tragen werden. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko.

Schweden

Eine ungewöhnliche Häufung von bisher 690 Erkrankungen an Tularämie (Hasenpest) wird in diesem Jahr aus den Provinzen Dalarna, Gävleborg und Örebro im Zentrum sowie aus den Provinzen Västerbottens und Norrbottens im Norden gemeldet. Eine weitere Zunahme der Fälle wird erwartet. Die Tularämie ist eine auf der nördlichen Halbkugel verbreitete Krankheit von Wildtieren, vorwiegend Nagern. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Tierkontakte, sowie durch blutsaugende Insekten und Zecken. Gefährdet sind fast ausschließlich Personen mit entsprechenden Kontakten, wie z.B. Jäger. Reisende sollten Tierkontakte meiden und zusätzlich Schutz vor Mücken und Zecken beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 28. August 2019

Burundi

In diesem Jahr wurden bislang annähernd sechs Millionen Malaria-Erkrankungen und 2. 192 Todesfälle gemeldet. Somit ist etwa die Hälfte der Bevölkerung betroffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Fallzahlen mehr als verdoppelt. Sorgfältiger Mückenschutz sowie eine Chemoprophylaxe sind dringend zu empfehlen.

Madagaskar

Mitte August wurden bereits die ersten drei Pest-Erkrankungen in dieser Saison etwa 50 km westlich der Hauptstadt Antananarivo gemeldet. Insgesamt gab es dreizehn Ver­dachtsfälle, darunter 9 Fälle von möglicher Lungenpest in Faratsiho (Provinz Antana­narivo). Auf Madagaskar ist die Krankheit endemisch und tritt vermehrt in der Regen­zeit auf. Bis April kann es deshalb weiterhin zu Infektionen kommen. Der überwie­gende Teil der Patienten entwickelt in der Regel eine sog. Beulenpest. Laut WHO ist Madagaskar das Land mit den meisten Fällen weltweit. Das Risiko für Reisende ist gering. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

Marshallinseln

Seit Anfang August wurden auf der Insel Ebeye (Kwajalein-Atoll) elf Dengue-lnfek­tionen bestätigt. Es gab 155 weitere Verdachtsfälle. Um eine Ausbreitung zu ver­hindern, haben die Behörden den Notstand ausgerufen und eine inländische Reise­beschränkung verhängt. Mitte August wurden zwei Verdachtsfälle in der Hauptstadt Majuro auf dem gleichnamigen Atoll gemeldet, inzwischen ist ihre Zahl auf über 30 gestiegen. Auch dort besteht eine Reisebeschränkung. Der letzte Ausbruch auf den Marshallinseln mit 1 .603 Fällen wurde 2011 registriert. Das von Mücken über­tragene Dengue-Virus führt zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Türkei

Ende August wurden in Istanbul sieben Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet. Es handelt sich um eine grippeähnliche Erkrankung, die besonders bei älteren Menschen tödlich verlaufen kann. Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM – Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 14. August 2019

Côte d'lvoire

Ende Juli haben die Behörden einen Gelbfieber-Ausbruch im Distrikt Abidjan bestätigt. 89 Menschen sind erkrankt, es gab einen Todesfall. Maßnahmen zur Vektorbekämpfung wurden eingeleitet. Das Gesundheitsministerium hat ungeimpfte Personen zur Impfung aufgerufen. Für alle Reisenden ab einem Alter von neun Monaten ist bei Einreise eine gültige Gelbfieberimpfung vorgeschrieben und auch empfohlen.

Dominikanische Republik

In diesem Jahr wurden bereits 5.548 Dengue-Erkrankungen und acht Todesfälle registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 624 Infektionen. Presseberichten zufolge wurde in 21 der 32 Provinzen Dengue-Alarm ausgerufen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1 .560 Fälle und ein Todesfall verzeichnet. 2017 wurden 1 .359 Verdachtsfälle gemeldet. Drei Menschen sind verstorben. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Honduras

Anfang Juli hat die Regierung den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Maßnahmen zur Vektorbekämpfung wurden verstärkt. Seit Anfang des Jahres wurden ca. 49.325 Verdachtsfälle und 89 Todesfälle registriert. Es ist der größte Dengue-Ausbruch seit 50 Jahren. Besonders betroffen ist das Departamento Cortés, mit den Städten San Pedro Sula und Villanueva. Ein weiterer Anstieg der Fallzahlen während der aktuellen Regenzeit wird erwartet. 2018 sind landesweit 7.942 Menschen erkrankt, es gab drei Todesfälle. 483 Infektionen verliefen schwer. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Frankreich, Griechenland, Italien

Ende Juli wurde im französischen Département Var (Provence-Alpes-Côte d'Azur, SO) eine Erkrankung an West-Nil-Fieber gemeldet. West-Nil-Fieber kommt im Süden und Südosten Frankreichs sporadisch vor. In Griechenland sind in diesem Jahr bereits 34 Menschen erkrankt und drei verstorben. In Italien wurden in Padua (Region Venetien) bis Anfang August zwei Erkrankungen verzeichnet, außerdem wurde ein Fall in der Region Turin registriert. Die Infektion kommt in Italien besonders im Norden des Landes vor. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertraqen. Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 24. Juli 2019

Kanada

Mitte Juli ist in der südwestkanadischen Provinz Britisch-Kolumbien ein 21-jähriger Mann an Tollwut verstorben. Er hatte Mitte Mai auf Vancouver Island Kontakt zu einer erkrankten Fledermaus. Tollwut bei Wildtieren und Fledermäusen ist in Kanada verbreitet. Unter den terrestrischen Tieren fungieren im Norden vor allem Füchse, im Süden Stinktiere und Waschbären, ansonsten Fledermäuse als Überträger auf Haus­tiere und Menschen. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Laos

Seit Januar wurden ca. 14.000 Dengue-lnfektionen und 31 Todesfälle gemeldet.

Das sind die höchsten Fallzahlen in dieser Jahreszeit seit 2013. Im vergangenen Jahr wurden ca. 6.200 Fälle registriert, 14 Menschen sind verstorben. Auch die Hauptstadt Vientiane ist betroffen. Die meisten Fälle wurden in den Provinzen Attapeu und Champassak im Süden des Landes und in der zentralen Provinz Savannakhet ver­zeichnet. Das Dengue-Virus wird von überwiegend tagaktiven Mücken übertragen, der Krankheitsverlauf ist grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Nigeria

Nachdem im September 2017 im Bundesstaat Kwara im Westen Nigerias zwei Mädchen an Gelbfieber erkrankt waren, wurden bis jetzt landesweit mindestens 4. 100 Ver­dachtsfälle gemeldet. In diesem Jahr wurden 1 .255 mögliche Infektionen mit einem Todesfall registriert. Die bestätigten 15 Erkrankungen stammen aus den Bundes­staaten Edo, Ondo und lmo. Eine Impfung ist für alle Reisenden ab einem Alter von

neun Monaten vorgeschrieben und auch empfohlen. In Nigeria sind viele gefälschte Impfausweise im Umlauf, deshalb hat die Regierung Anfang Juli einen elektronischen Nachweis eingeführt. Bei der Ausreise müssen alle Personen mit nigerianischer Staatsbürgerschaft bzw. Wohnsitz in Nigeria über einen elektronischen Nachweis einer Gelbfieberimpfung verfügen. Ausländische Touristen können weiterhin den internationalen Impfausweis im Papierformat verwenden.
 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 03. Juli 2019

Australien

In mehreren Bundesstaaten, u. a. South Australia, New South Wales und Queensland wurden schon seit April ungewöhnlich viele Grippe-Fälle gemeldet. Auf Tasmanien wurden bereits mehr Infektionen registriert als im gesamten Vorjahr. Inzwischen hat sich die Grippewelle über das ganze Land ausgebreitet. Bis Ende Juni wurden landes­weit etwa 100.500 Infektionen bestätigt, 2018 waren es zu dieser Zeit ca. 16.100. Es sind 192 Menschen verstorben. In der Regel beginnt die Grippesaison auf der Süd­halbkugel im Juni. Risikoreisende sollten Impfschutz beachten.

Malawi

Im Juni ist ein 36-jähriger Mann nach einem Angelausflug in das Nkhotakota Wildlife Reserve an Schlafkrankheit erkrankt. Er wurde zur Behandlung nach Johannesburg (Südafrika) gebracht. Im Dezember letzten Jahres wurde in einer Klinik in Johannes­burg die Infektion bei einem britischen Volunteer bestätigt. Der 24-Jährige hatte in einem Naturschutzprojekt im Vwaza Marsh Wildlife Reserve im Norden Malawis gearbeitet. Mitte November 2018 war die Erkrankung bei einer 66 Jahre alten Nieder­länderin diagnostiziert worden, die sich zuvor während einer Reise in verschiedenen Nationalparks im Norden Malawis aufgehalten hatte. Bei Reisen in ostafrikanische Länder besteht ein geringes Risiko für die Schlafkrankheit. Der Erreger wird durch Tsetse-Fliegen übertragen. Reisende sollten sich entsprechend schützen und bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sofort einen Arzt aufsuchen.

Réunion

Seit Anfang letzten Jahres gibt es auf der östlich von Madagaskar gelegenen Insel einen Dengue-Ausbruch mit mehr als 23.000 Infektionen und 15 Todesfällen. Die erste Welle hatte ihren Höhepunkt zwischen März und April 2018. Die zweite Welle hat im Januar dieses Jahres begonnen und ihren Höhepunkt Ende April überschritten. Bisher sind seit Jahresbeginn mehr als 16.000 Menschen erkrankt und neun von ihnen verstorben. Besonders betroffen sind die West- und die Südküste der Insel. Das Dengue-Virus wird durch Mückenstiche übertragen, die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 19. Juni 2019

Dominikanische Republik

Seit Anfang des Jahres wurden bereits 202 Malaria-Infektionen gemeldet. Im gleichen Zeitraum des letzten Jahres waren es nur 124. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein.

 

Neuseeland

Seit Mitte März steigen die Masern-Fallzahlen in Auckland (Nordinsel) an, bisher wurden 115 Erkrankungen gemeldet. landesweit wurden in diesem Jahr 215 Infektio­nen registriert, die meisten auf der Nordinsel. Auf der Südinsel sind besonders Teile der Region Canterbury betroffen. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpf­schutz überprüft und ggf. aufgefrischt werden.

 

Spanien

Presseberichten zufolge sind drei isländische Touristen nach ihrer Rückkehr an Chikun­gunya erkrankt. Die Familie hatte sich im Mai in der Provinz Alicante an der Costa Blanca aufgehalten. Es sind die ersten lokal erworbenen Infektionen in Spanien.

Das Chikungunya-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich mit sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

 

Uganda

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich nach Uganda aus. Im Juni wurde die Infektion bei einem fünfjährigen Jungen bestätigt, dieser ist inzwischen verstorben. Er hatte sich zuvor mit seiner Familie in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo aufgehalten. Das Kind und fünf weitere Familienmit­glieder wurden in eine Ebola-Behandlungseinheit gebracht. Inzwischen ist auch die Großmutter verstorben und ein Geschwisterkind erkrankt. 27 ugandische Kontakt­personen werden überwacht.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 05. Juni 2019

Frankreich

landesweit wurden in diesem Jahr bereits 1 .289 Masern-Fälle registriert. Wie im vergangenen Jahr gehört die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Seit November 2017 sind die Fallzahlen stark gestiegen. Im vergangenen Jahr sind 2.727 Menschen erkrankt und drei verstorben. 2017 wurden landesweit 519 Fälle verzeichnet, das sind etwa sechsmal so viele wie 2016. Die meisten Infektionen stammten aus den Regionen Lothringen, Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien. Ende Juni 2017 war in Marseille ein 16-jähriges Mädchen verstorben. Impfschutz beachten.

 

Japan

Der Ausbruch von Röteln setzt sich auch in diesem Jahr fort, es wurden bereits mehr als 1 .300 Infektionen gemeldet. landesweit sind im vergangenen Jahr etwa 2.980 Menschen erkrankt. Besonders betroffen sind die Stadt Tokio und die Präfekturen Chiba, Kanagawa und Osaka auf der Insel Honshu sowie die Präfektur Fukuoka auf der Insel Kyushu. Vor einer Reise sollte immer auch der Standardimpfschutz über­prüft und ggf. aufgefrischt werden.

Reunion

Seit Jahresbeginn wurden auf der östlich von Madagaskar im Indischen Ozean gelegenen Insel 13.000 Dengue-Erkrankungen und neun Todesfälle verzeichnet. Seit Anfang 2018 wurden über 20.000 lokale Infektionen und 15 Todesfälle bestätigt. Besonders betroffen sind die West- und die Südküste. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

USA (Hawaii)

An diversen Stränden der Insel Oahu, drittgrößte Insel des Hawaii-Archipels mit der Hauptstadt Honolulu, sind insgesamt etwa 1 .000 Menschen durch Kontakt mit Quallen verletzt worden. Am stärksten betroffen ist Waikiki. Reisende sollten ent­sprechende Warnschilder an den Stränden beachten.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 22. Mai 2019

Australien

In mehreren Bundesstaaten, u.a. South Australia, New South Wales und Queensland werden für die Jahreszeit ungewöhnlich viele Influenza-Fälle gemeldet. Auf der Insel Tasmanien wurden bereits mehr Infektionen registriert als im gesamten Vorjahr.

Bis Mitte Mai wurden landesweit etwa 51.530 Grippe-Erkrankungen bestätigt, 2018 waren es zu dieser Zeit ca. 14. 100, davon sind 63 Menschen verstorben. Allein im März haben sich die Fallzahlen mehr als verdreifacht und im April verachtfacht. In der Regel beginnt die Grippesaison auf der Südhalbkugel im Juni. Risikoreisende sollten Impf­schutz beachten.

 

Chile (Osterinsel)

Seit Anfang des Jahres wurden 22 lokal erworbene Dengue-lnfektionen auf der politisch zu Chile gehörenden, fast 4.000 km westlich der chilenischen Küste im Südostpazifik gelegenen Osterinsel bestätigt. Kurz nachdem der Vektor auf der Insel eingeschleppt wurde, gab es 2002 eine große Epidemie. Zu kleineren Ausbrüchen kam es in den Jahren 2006-2009, 2016 und 2018. Das Dengue-Virus wird von Mücken übertragen, die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

Philippinen

Ende April ist eine norwegische Touristin nach ihrer Rückkehr von den Philippinen an Tollwut verstorben. Sie hatte sich beim Spielen mit einem Hundewelpen infiziert. Tollwut kommt landesweit vor. Jährlich sterben etwa 200 - 300 Menschen an der Infektion. Die WHO hat im Februar vor gefälschten Impfstoffen gewarnt. Es mangelt im Land an geeigneten Impfstoffen und Immunglobulin. Eine prophylaktische Imp­fung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.

Tansania

Seit Jahresbeginn wurden ca. 1 .900 Fälle von Dengue bestätigt, alle bis auf einen stammen aus den Küstenstädten Daressalam und Tanga. Zwei Menschen sind verstorben. Der Erreger kommt in Tansania regelmäßig vor. Schutz vor den vorwiegend tagakti­ven Überträgermücken beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 08. Mai 2019

Mosambik

Infolge des Zyklons ldai im März wurden ca. 6.700 Cholera-Infektionen bestätigt. Acht Men­schen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist Beira City. Die WHO hat in einer groß­angelegten Impfaktion ca. 803.000 Menschen geimpft, zwölf Cholera-Behandlungszentren wurden errichtet. Ende April wurde das Land erneut von einem Zyklon getroffen. Im Norden des Landes hat der Sturm Kenneth mit den darauffolgenden starken Regenfällen zu schweren Überschwemmungen und der Zerstörung der Infrastruktur geführt. Eine erneute Zunahme der Fallzahlen ist daher nicht auszuschließen.

Infolge der Überschwemmungen steigt auch das Risiko für mückenübertragene Erkran­kungen. Seit Ende März wurden mehr als 12.600 Malaria-Fälle registriert. Mehr als 474.000 imprägnierte Moskitonetze wurden bereits verteilt. Eine Chemoprophylaxe ist dringend zu empfehlen.

 

Schweiz

Seit Beginn des Jahres wurde bereits 155 Masern-Erkrankungen und zwei Todesfälle regis­triert. Im vergangenen Jahr wurden 49 Infektionen verzeichnet, 2017 waren es landesweit 105 Erkrankungen. Erstmals seit 2009 war im Februar 2017 ein Mensch an den Folgen der Maserninfektion verstorben. Impfschutz beachten.

 

Thailand

Ende April wurde in der Provinz Surin im Nordosten des Landes der erste menschliche Todesfall an Tollwut in diesem Jahr verzeichnet. Seit Anfang 2018 sind die nachgewie­senen Infektionen bei Tieren, besonders bei streunenden Hunden, stark gestiegen. Neben der Hauptstadt Bangkok sind besonders der Süden und der Nordosten des Landes betroffen. 2018 sind bis Mitte Oktober landesweit auch 17 Menschen verstorben. Eine prophylaktische Impfung ist vor allem bei längeren Aufenthalten dringend zu empfehlen.

 

USA

Seit Mitte März sind im Oakland County (Bundesstaat Michigan) 43 Menschen an Masern erkrankt. Seit Oktober 2018 wurden in den benachbarten Bundesstaaten New York und New Jersey mehrere Ausbrüche gemeldet. landesweit sind in diesem Jahr in 23 Bundes­staaten bisher 764 Menschen erkrankt. Es ist der größte Ausbruch seitdem das Land im Jahr 2000 für masernfrei erklärt worden war. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 25. April 2019

Brasilien

landesweit sind die Chikungunya-Fallzahlen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 und 2016 gesunken. Einige Bundesstaaten haben allerdings eine starke Zunahme der Erkrankungen verzeichnet. Diese Trends scheinen sich auch in diesem Jahr fortzusetzen. Im Bundesstaat Rio de Janeiro wurden bereits 13.000 Fälle gemel­det. 2018 waren es dort ca. 39.725 Infektionen und 18 Todesfälle. Mitte 2014 haben die Gesundheitsbehörden die ersten lokalen Infektionen gemeldet. Seitdem hat sich das Virus landesweit ausgebreitet. Es wird von Mücken übertragen, die Krankheit verläuft grippeähnlich mit sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

 

Deutschland

In diesem Frühjahr werden in Baden-Württemberg deutlich mehr Hantavirus­-lnfektionen gemeldet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bis Mitte April wurden bereits 102 Fälle diagnostiziert, viele Erkrankte mussten in Kliniken behandelt werden. Das Virus wird durch die Ausscheidungen von infizierten Tieren (Mäusen) übertragen. Infektionsgefahr besteht beim Einatmen des Erregers, der bei der Gartenarbeit oder beim Fegen von Gartenhäusern und Kellern mit dem Staub aufgewirbelt wird.

Irland

Seit Beginn des Jahres wurden landesweit bereits 898 Fälle von Mumps verzeichnet. Etwa seit Anfang Oktober 2018 nehmen die Fallzahlen zu. Letztes Jahr wurden insge­samt 576 Erkrankungen gemeldet. Impfschutz beachten.

Mayotte

122 Infektionen von Rift Valley-Fieber beim Menschen wurden seit November letzten Jahres auf der Inselgruppe bestätigt. Sie liegt vor der ostafrikanischen Küste zwischen Mosambik und Madagaskar im Indischen Ozean. Die meisten Fälle stammen aus dem Zentrum und aus dem Nordwesten der Hauptinsel. In den betroffenen Gebieten sind auch zahlreiche Haustiere verendet. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Kontakt mit infizierten tierischen Produkten oder Ausscheidungen, mit infek­tiösem Tierblut sowie durch Mückenstiche. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen und direkten Kontakt mit Schlachtvieh bzw. dessen rohen Produkten meiden.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 10. April 2019

Dominikanische Republik

Seit Jahresbeginn wurden bereits fast 1 .000 Dengue-Erkrankungen registriert. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt ca. 1 .560 Infektionen und ein Todesfall verzeich­net. Das Dengue-Virus wird durch Stechmücken übertragen, die Erkrankung verläuft grippeähnlich. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

Malediven

In diesem Jahr wurden bisher etwa 1 .300 Dengue-lnfektionen gemeldet. Bereits seit Ende Oktober 2018 steigen die Fallzahlen landesweit an. Im November hat das Robert Koch-Institut mindestens sieben Infektionen bei deutschen Touristen registriert.

Seit Anfang des Jahres wurden auch 421 Fälle von Chikungunya gemeldet. Es ist der erste größere Ausbruch seit 2006.

Beide Erkrankungen werden durch Viren verursacht, die von Mücken übertragen werden. Mückenschutz beachten.

 

Südafrika

In diesem Jahr wurden bereits zwei Fälle von Tollwut in der Provinz Eastern Cape bestä­tigt und zwei weitere Verdachtsfälle in der Provinz Limpopo registriert. Im vergangenen Jahr kam es zu 16 Todesfällen, acht in der Provinz KwaZulu-Natal, sechs in der Provinz Eastern Cape und je eine in den Provinzen Mpumalanga und Free State. Die meisten Infektio­nen wurden durch Hundebisse verursacht. Reisende sollten bei entsprechenden Kon­takten sofort einen Arzt aufsuchen, bei vorhersehbarem Risiko und längerem Aufent­halt ist eine vorbeugende Impfung empfohlen.

 

Mosambik

Infolge des Zyklons ldai, der Mitte März zu schweren Überschwemmungen und der Zerstörung der Infrastruktur geführt hat, wurden mehr als 3. 100 Cholera-Infektio­nen bestätigt. Sechs Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist Küstenstadt Beira. Die WHO hat in einer großangelegten Impfaktion ca. 750.000 Menschen ge­impft. Hygiene beachten, Risikoreisende sollten geimpft werden.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 27. März 2019

Brasilien

Hauptübertragungszeit für Gelbfieber sind die Sommermonate Dezember bis Mai. In der aktuellen Saison wurden bisher 57 Erkrankungen bestätigt, 13 Menschen sind verstorben. Vier Infektionen stammen aus dem Bundesstaat Parana, alle anderen aus dem Süden des Bundesstaates Sao Paulo. Zwischen Dezember 2016 und August 2017 wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Nach einem kurzfristigen Rückgang der Erkrankungen wurden zwischen Dezember 2017 und April 2018 wieder vermehrt Infektionen gemeldet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

  

Nigeria

Seit Jahresbeginn wurden rund 6.000 Masern-Erkrankungen registriert, 15 Menschen sind verstorben. Es sind etwa doppelt so viele Fälle wie im Vergleichszeitraum des Vor­jahres. Impfschutz beachten.

 

Thailand

Fast 10.000 Dengue-lnfektionen und neun Todesfälle wurden seit Anfang des Jahres gemel­det. Mit ca. 136.000 Erkrankungen und 126 Todesfällen war im vergangenen Jahr ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen. Besonders betroffen waren die Region um Bangkok und der Süden des Landes. In der Hauptstadt gab es ca. 2.400 Erkrankungen und einen Todesfall. Auch in der bei Touristen beliebten Region Phuket wurden zahlreiche Erkrankungen und mindestens zwei Todesfälle registriert. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen. Die Erkrankung verläuft grippeähnlich.

  

USA

In den USA sind menschliche Tollwutfälle selten. Seit Beginn des Jahres wurden in New York City jedoch sechs Tollwut-Infektionen bei Tieren bestätigt. Vier Fälle in Manhattan, je eine weitere Infektion in der Bronx und auf Staten Island. Die Behörden haben die Bevölkerung aufgerufen, ihre Haustiere zu impfen. Jährlich werden in den USA etwa 35.000 Menschen aufgrund von verdächtigen Tierkontakten, überwiegend mit Fleder­mäusen, postexpositionell behandelt, rund 7.000 bis 10.000 Fälle von Tollwut bei Tieren (Waschbären, Stinktieren, Fledermäusen, Füchsen) werden registriert. Die Gefahr, sich während einer USA-Reise mit Tollwut zu infizieren, ist äußerst gering. Reisende sollten nach verdächtigen Tierkontakten umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

 

Reisemedizin aktuell vom 13. März 2019

Polen

landesweit wurden seit Anfang des Jahres 314 Masern-Erkrankungen gemeldet, das sind etwa elfmal mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 2018 wurden insgesamt 349 Infektionen verzeichnet. Impfschutz beachten.

Saudi-Arabien

2012 ist ein neuartiges Coronavirus (MERS-CoV, kurz für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus) aufgetreten. Als Tierreservoir und somit als Ansteckungs­quelle für den Menschen wurden Dromedare bestätigt. landesweit kam es seither zu 2.000 laborbestätigten Infektionen mit 768 Todesfällen. Seit Anfang des Jahres wurden 100 Fälle gemeldet, die meisten davon in der Stadt Wadi Al Dawasir (Region Riad) und in der Hauptstadt Riad. Eine Infektion zeigt sich meist in Form einer Lungenentzündung. Häufige Symptome sind Fieber, Husten und Schwierigkeiten beim Atmen. Reisende, die während oder nach einem Aufenthalt in den betroffenen Gebieten diese Symptome entwickeln, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.

 

Thailand

Seit Juni 2018 gibt es einen Ausbruch von Chikungunya im Süden des Landes. Im vergangenen Jahr wurden 3.656 Infektionen bestätigt. Seit Anfang dieses Jahres sind bereits 2.063 Menschen erkrankt. Besonders betroffen sind die Provinzen Satun, Narathiwat, Songkhla und Trang. Fälle gibt es auch auf der Ferieninsel Phuket. Die Erkrankung geht mit Fieber und sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen einher. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Entsprechender Schutz ist anzuraten.

 

Vietnam

In Ho Chi Minh City wurden in diesem Jahr mehr als 6.730 Dengue-lnfektionen und ein Todesfall registriert. Dort waren bereits im September letzten Jahres die Fallzahlen gestiegen. Besonders betroffen waren Gebiete mit zahlreichen Baustellen, in denen Pfützen ideale Brutstätten für die Überträgermücken bieten. In der Provinz Khánh Hòa im Südosten des Landes wurden seit Ende letzten Jahres 3.275 Fälle verzeichnet, lan­desweit wurden im Januar mehr als 15.500 Erkrankungen registriert. Der Krankheits­verlauf ist grippeähnlich. Mückenschutz beachten.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

 

Reisemedizin aktuell vom 27. Februar 2019

Frankreich

Seit Ende Januar wurden aus dem Wintersportort Val Thorens (Region Auvergne ­Rhône-Alpes) 25 Masern-Erkrankungen gemeldet. Auch zwei dänische Touristen sind nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub erkrankt. Seit November 2017 ist ein starker Anstieg der Fallzahlen zu beobachten. Im vergangenen Jahr sind 2.727 Menschen erkrankt und drei verstorben. 2017 wurden landesweit 519 Fälle verzeichnet, das sind etwa sechsmal so viele wie 2016. Die meisten Infektionen stammten aus den Regionen Lothringen, Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien. Impfschutz beachten.

Indien

Seit September wurden landesweit ca. 12.200 Infektionen mit Influenza A(H1N1), der sogenannten „Schweinegrippe", gemeldet, es gab 377 Todesfälle. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Rajasthan, Gujarat, Punjab, Madhya Pradesh und Maharashtra. Reisenden ist ein Grippe-Impfschutz zu empfehlen.

Philippinen

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden seit Anfang des Jahres im Groß­raum Manila mehr als 2.930 Masern-Infektionen und 52 Todesfälle gemeldet. Auch in den anderen Landesteilen steigen die Fallzahlen an. landesweit wurden in diesem Jahr ca. 12.740 Erkrankungen und 203 Todesfälle registriert. 2018 sind landesweit ca. 21.810 Menschen erkrankt, etwa fünfmal so viele wie im Vorjahr. Impfkampagnen wurden gestartet. Impfschutz beachten.

Singapur

Da es im Stadtstaat keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ganzjährig mit einem Dengue-Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden ansteigt. Seit Ende November war die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen gestiegen.

Seit Mitte Januar gehen die Fallzahlen wieder zurück, bisher sind 1 .446 Menschen erkrankt. Es gab zwei Todesfälle. Im vergangenen Jahr wurden 3.285 Infektionen ver­zeichnet. 2017 wurden 2.641 Fälle registriert. Das waren die niedrigsten Fallzahlen seit 2001. Reisende sollten sich vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken schützen. Die Erkrankung verläuft in der Regel grippeähnlich.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 13. Februar 2019

Indien

In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand sind Anfang Februar mindes­tens 116 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol an einer Alkohol­vergiftung verstorben. Mehr als 200 Personen wurden festgenommen. Häufig werden Spirituosen mit dem günstigeren Methanol gestreckt. Ereignisse dieser Art sind in Indien und anderen tropischen Ländern nicht selten. Alkohol aus obskuren Quellen birgt ein hohes Gesundheitsrisiko und sollte prinzipiell gemieden werden.

 

Kenia, Tansania

Seit Oktober letzten Jahres wurden im County Mombasa im Süden Kenias 272 Ver­dachtsfälle von Dengue-Fieber gemeldet, 133 Infektionen wurden bestätigt. In Tansania gab es seit August letzten Jahres in den Küstenstädten Daressalam und Tanga je 19 Verdachtsfälle, die meisten davon seit Anfang Januar. Das Virus wurde Ende der 1970er Jahre erstmals in Ostafrika nachgewiesen. Seitdem kam es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen. Das Dengue-Virus wird von Stechmücken über­tragen. Die Erkrankung verläuft grippe-ähnlich. Reisende sollten sich vor Mücken­stichen schützen.

 

Südafrika

Die Behörden haben auch Ende des vergangenen Jahres wieder vor einer Zunahme der Malaria-Fälle während der folgenden Monate gewarnt. Bis Ende Oktober wurden bereits mehr als 16.000 Infektionen und 110 Todesfälle registriert. Das sind weniger als im Vorjahr, aber immer noch weit mehr als im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2016. Im Dezember letzten Jahres sind in der Gemeinde Orange Farm südlich von Johannesburg (Provinz Gauteng) drei Schwestern erkrankt. Zeitgleich gab es sechs bestä­tigte Infektionen und zwei Verdachtsfälle in Mogale City nordwestlich von Johannes­burg. Beide Orte gelten als malariafrei. Keiner der Betroffenen hatte sich in einem Endemiegebiet aufgehalten. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, ent­sprechend der Ausbruchslage und der Reiseroute ist die Mitnahme einer Notfall­medikation sinnvoll oder auch eine Chemoprophylaxe zu diskutieren.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 30. Januar 2019

Ukraine
Zum Jahreswechsel wurden innerhalb einer Woche mehr als 2.300
Masern-Erkran­kungen verzeichnet. Ein Kind ist verstorben. Inzwischen ist die Zahl der Infektionen auf 8.498 gestiegen, es gab fünf Todesfälle. Im vergangenen Jahr sind ca. 54.480 Men­schen erkrankt, etwa 40% davon waren Erwachsene. Mehr als 2.550 Fälle wurden in der Hauptstadt Kiew verzeichnet. 2017 wurden insgesamt nur 4.782 Fälle gemeldet. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

Costa Rica
In der Provinz Puntarenas im Westen des mittelamerikanischen Landes sind im Januar innerhalb von elf Tagen 33 Menschen an
Hepatitis A erkrankt. Eine Infek­tion über kontaminiertes Trinkwasser wurde ausgeschlossen. Infektionsquelle waren vermutlich verunreinigte Lebensmittel. Nahrungsmittelhygiene sorgfältig beachten, eine Impfung ist für alle Reisenden empfohlen.

Deutschland
Die
Grippewelle hat in der zweiten Januarwoche begonnen. Die Influenza-Aktivität ist im Westen, Südwesten und Osten des Landes erst leicht bis moderat erhöht. Seit Ende November 2018 bis zum 22. Januar wurden beim Robert Koch-Institut 6.334 bestätigte Fälle registriert. 20 Menschen sind verstorben. Impfschutz und persönliche Hygiene beachten.

Ukraine
Zum Jahreswechsel wurden innerhalb einer Woche mehr als 2.300
Masern-Erkran­kungen verzeichnet. Ein Kind ist verstorben. Inzwischen ist die Zahl der Infektionen auf 8.498 gestiegen, es gab fünf Todesfälle. Im vergangenen Jahr sind ca. 54.480 Men­schen erkrankt, etwa 40% davon waren Erwachsene. Mehr als 2.550 Fälle wurden in der Hauptstadt Kiew verzeichnet. 2017 wurden insgesamt nur 4.782 Fälle gemeldet. Reisende sollten über Impfschutz verfügen.

 

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

Reisemedizin aktuell vom 16. Januar 2019

Dominikanische Republik

landesweit wurden im vergangenen Jahr 438 Malaria-Erkrankungen gemeldet, die Mehrzahl davon im Bezirk Santo Domingo Oeste (Provinz Santo Domingo im Süden des Landes). Ein Mensch ist verstorben. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation kann für viele Teile des Landes sinnvoll sein.

 

Jamaika

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Dengue-Fallzahlen 2018 stark gestiegen, beson­ders betroffen war der November. Insgesamt wurden 708 Verdachtsfälle gemeldet, 2017 waren es nur 177. Im letzten Jahr sind sieben Menschen verstorben. Die meisten Erkrankungen wurden in der Region Kingston and St. Andrew Corporation verzeich­net. Das Dengue-Virus wird durch überwiegend tagaktive Mücken übertragen.

Das Krankheitsbild ist in der Regel grippeähnlich. Reisende sollten Mückenschutz beachten.

 

Neukaledonien

Nachdem sich die Fallzahlen im Dezember im Vergleich zum Vormonat mehr als verdreifacht haben, wurde von den Behörden Ende Dezember 2018 erneut ein Aus­bruch von Dengue bestätigt. Seit Jahresbeginn wurden bereits 143 Erkrankungen registriert. Im vergangenen Jahr sind ca. 2.090 Menschen erkrankt, es gab zwei Todes­fälle. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Noumea. Reisende sollten sich vor Mückenstichen schützen.

 

Schweiz, Spanien

In weiten Teilen der Schweiz steigen die Fallzahlen von Influenza seit Anfang des Jahres an, haben aber die Schwelle zur Epidemie noch nicht erreicht. Die Grippe­wellen der letzten Jahre hatten jeweils im Dezember begonnen.

Im Norden von Spanien haben die Fallzahlen in einigen Regionen (Baskenland und Kantabrien) die Epidemie-Schwelle überschritten. Auch auf den Balearen hat die Grippewelle Anfang des Jahres begonnen. Impfschutz beachten.

Quelle: CRM - Centrum für Reisemedizin

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