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Tipps & Wissenswertes

Gefahr für die Ohren – MP3-Player

Es ist schon lange bekannt – die ersten Warnungen erklangen, als 1979 die ersten Disc-Man auf den Markt kamen. Die Nutzung von MP3-Player, Walkman oder der Besuch von Konzerten kann zu Hörschäden führen. Die Betroffenen werden immer jünger. Das regelmäßige Hören lauter Musik kann dazu führen, dass Menschen bereits im Alter von vierzig oder fünfzig Jahren taub sind.

Gefahr durch den Knopf im Ohr

Vor wenigen Jahren hat die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt festgestellt, dass viele MP3-Player den von der Europäischen Union festgelegten maximalen Lautstärkepegel von 100 Dezibel teilweise stark überschreiten. Der Schallpegel einer Motorsäge wurde selbst mit Originalkopfhörern locker erreicht. Solche Schallpegel dürfen dem Gehör nur etwa eine Stunde pro Woche (!) zugemutet werden.

An Arbeitsplätzen muss ab einem Schallpegel von 85 Dezibel (dB(A)) ein Schallschutz getragen werden. Ein Schallpegel von 85 dB (A) über acht Stunden ist "äquivalent" zu einer Viertelstunde bei 100 dB (A) und zu 30 Sekunden bei 115 dB (A), berichtete Professor Dr. Heinrich Iro, Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen

Die Pegelbegrenzung von MP3-Playern auf 100 dB (A) in der Europäischen Union ist im Grunde genommen nicht ausreichend: sie gefährden bereits das Gehör. Der iPod-Hersteller Apple hat bereits auf das Problem reagiert und stellt ein Software-Update zur Verfügung, das ermöglicht, die Maximallautstärke selbst festzulegen.

In den USA können iPods bis zu 115 Dezibel erreichen. Wobei der von vielen als "cool" empfundene iPod stellvertretend für alle MP3-Player steht. Besonders riskant ist es, wenn nicht die mitgelieferten Ohrhöhrer verwendet werden, sondern nachgerüstet wird. Besonders "In-Ohr-Hörer" (Earbud-Hörer) schädigen das Gehör.

In-Ohr-Hörer sind kleine Ohrhörer, die in das Ohr eingeführt werden. Sie können das Signal um sechs bis neun dB verstärken. Das ist ungefähr der Unterschied zwischen einem Staubsauger und einem Motorrad, so Dean Garstecki, Professor an der amerikanischen Northwestern University.

Das drohende Risiko exzessiver Lautstärke beim Gebrauch von In-Ohr-Hörern macht diese noch riskanter als die älteren, größeren mit Schaumstoff besetzten Ohrhörer, die früher Standard bei Walkman und Discman waren. Die ins Ohr gesteckten Hörer können Geräusche von außen nicht so effizient abblocken wie die gepolsterten Ohrhörer. Daher wird der Lautstärkenregler noch zusätzlich auf laut gestellt, um die Außengeräusche zu übertönen. Ein zusätzliches Übel ist, dass die lauten Töne der Ohrhörer direkt im Ohr produziert werden.

So  kommt es leicht zu einer erheblichen Überschreitung der erlaubten Dezibel-Grenze. Normalerweise bringen Verzerrungen die Benutzer dazu, die Lautstärke zurückzuschrauben, doch mit den zusätzlich gekauften hochwertigeren Kopfhörern ist der Sound kaum verzerrt. Zudem können die Geräte heute mit einer einzigen Batterie- und Akkuladung über Stunden sehr hohe Schallpegel erzeugen. Somit ist das Risiko im Vergleich zu Zeiten der ersten tragbaren CD-Player erheblich gestiegen, dass unkritische Nutzer ihr Gehör über Stunden exzessiven Lärmpegeln aussetzen.

Die Player werden von vielen Menschen auch auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit benutzt. Die Lautstärke wird oftmals lauter gestellt, um den Verkehrslärm zu übertönen. Somit stellt der Träger sein Gerät leicht so laut ein, dass es die Ohren schädigt. Generell sollte man seine Ohren niemals Schallpegeln über 91 dB für mehr als zwei Stunden täglich aussetzen.

Forscher der Bostoner Universität testeten sechs verschiedene, tragbare Discman. Die Ergebnisse waren schockierend. Es zeigte sich, dass die Player Lärmpegel zwischen 91 und 121 dB lieferten. Bei der Benutzung von anderen Kopfhörern als denjenigen, die mit dem Gerät mitgeliefert wurden, erreichten die Pegel sogar bis zu 139 dB – das entspricht ungefähr einem abhebenden Düsenflugzeug.

In einer australischen Studie sprachen Forscher auf den Straßen Melbournes und Sydneys 55 zufällig ausgewählte Passanten mit Musikabspielgeräten an. Die Forscher liehen sich die Geräte aus und maßen die Lautstärke, die der jeweilige Passant gerade eingestellt hatte. Die Messung ergab, dass 25 Prozent dieser Personen die Musik bei schädigenden Lautstärken abspielten und dadurch ihr Gehör gefährdeten. Die durchschnittliche Lärmbelastung wurde auf rund 80 dB festgelegt.

Bei einer Untersuchung eines  Forscherteams des britischen Gehörlosenbundes bei 18 bis 24-Jährigen stellte sich heraus, dass 39 Prozent der jungen Erwachsenen ihren Player durchschnittlich eine Stunde oder länger am Tag benutzten, um damit Musik zu hören. Ganze 42 Prozent der jungen Leute glaubten, dass sie die Musik bei exzessiver Lautstärke hören. Erschreckende 66 Prozent berichteten, dass sie häufig ein Piepen oder Rauschen im Ohr hören. Diese Geräusche können erste Anzeichen dafür sein, dass junge Leute die Player zu laut einstellen, so die Forscher. Es besteht die Gefahr für eine permanente Gehörschädigung.

Wenn es nach einer lauten Party oder dem Diskobesuch in den Ohren braust oder klingelt und der Kopf sich anfühlt, als müsste er gleich platzen, ist das zunächst noch kein Grund zur Panik: Schlafen Sie sich richtig aus und geben Sie den Hörsinneszellen die Gelegenheit, ihr Stoffwechselgleichgewicht wieder herzustellen. Ist es anderentags aber nicht besser und hören Sie immer noch Ohrgeräusche, sollten Sie schleunigst zum HNO-Arzt gehen.

Die Frage, ab wann Musik als Lärm zu bewerten ist, hat mit Geschmack nichts zu tun. Lärm ist, was dem Gehör auf Dauer oder sogar schon kurzfristig schadet. Lautstärke – der Fachmann spricht von Schalldruck – wird gemessen in dB (A), sprich Dezibel.

Der Schalldruckpegel ist eine technische und keine psychoakustische Größe. Ein Rückschluss von Schalldruckpegel auf die wahrgenommene Empfindung ist nur sehr eingeschränkt möglich. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass eine Erhöhung bzw. Senkung des Schalldruckpegels tendenziell auch ein lauter bzw. leiser wahrgenommenes Schallereignis hervorruft. Als Faustformel gilt, dass 10 dB Unterschied etwa als doppelte bzw. halbe Lautstärke wahrgenommen wird.

Lärmbelastung bis 40 dB (A) gilt allenfalls als Störung, bis 60 dB (A) als ungefährlich. Ab einer Lärmbelastung von 85 dB (A) werden einige der in jedem Ohr befindlichen 30.000 Hörsinneszellen unwiederbringlich zerstört. Und zwar unabhängig von der Dauer der Lärmeinwirkung. Einen Geräuschpegel von 80 dB (A) – das entspricht dem Lärm in einer Flugzeugkabine – können die Sinneszellen acht Stunden am Tag ohne Schäden überstehen. Bei 88 dB (A) sind es nur noch 4 Stunden, bei 94 dB (A) – das entspricht einem normal eingestellten MP3-Player – setzt die Schädigung bereits nach einer Stunde ein.

Einem Lärmpegel von 105 dB (A) halten die Hörzellen nur knapp fünf Minuten ohne Verluste stand – ein Wert, den man mit einem laut eingestellten MP3-Player locker erreicht. Das Schlimme daran, Zellen, die durch Lärm bzw. den daraus resultierenden Sauerstoffmangel abgestorben sind, sind unrettbar verloren.

Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet!

Eine Tatsache verschärft das Problem: die Schmerzschwelle des Gehörs liegt bei Kindern und Jugendlichen höher als bei Erwachsenen, Schädigungen können jedoch auch bei Erwachsenen schon in Schalldruckbereichen entstehen, die noch nicht zwingend als unangenehm empfunden werden. Ab Erreichen der Schmerzschwelle (bei Erwachsenen etwa 120 dB (A)) reichen jedenfalls schon ganz kurzfristige Schalleinwirkungen (Spitzenpegel, z. B. Silvesterknaller, Spielzeugpistole direkt am Ohr abgefeuert u.v.a.).

Schützen Sie sich und Ihre Kinder mit der '60-60 Regel':

Hörexperten möchten erreichen, dass die Menschen die Lautstärkenregler leiser drehen. Wissenschaftler des Kinderkrankenhauses in Boston empfehlen, keinen MP3 Player jemals bei voller Lautstärke zu benutzen. Stattdessen sollte die Lautstärke nicht höher als 60 Prozent des Maximums eingestellt und das Gerät nicht länger als etwa 60 Minuten am Tag benutzt werden.

Schutz vor freien Radikalen und oxidativen Stress

Freie Radikale sind besonders reaktionsfreudige Teilchen, die durch „oxidativen Stress“ im Körper Schäden an Zellen verursachen. Daher werden freie Radikale schon lange für Alterungsprozesse und verschiedene Krankheiten verantwortlich gemacht. Freie Radikale und hoch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) entstehen, sobald wir atmen. Ihre Bildung ist also unvermeidlich.

Was sind freie Radikale?

Freie Radikale und hoch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) sind aggressive Moleküle die „hungrig“ nach einem negativen Teilchen, einem Elektron, sind. Sie holen sich die Elektronen quasi da, wo sie sie kriegen können. Diese Aufnahme von Elektronen wird in der Chemie „Oxidation“ genannt. Durch diese Oxidation verursachen die freien Radikale und ROS Schäden an Zellstrukturen. Es kommt zu Mutationen an der Erbinformation (DNA), Defekten an Zellmembranen, Veränderungen an Eiweißen, Lipiden (Fetten) und Kohlenhydraten. Solche Veränderungen können erhebliche Auswirkungen auf die Zelle haben.

Oxidiertes LDL-Cholesterin

Freie Radikale sind unter anderem verantwortlich für das Entstehen des „oxidierten LDL“. Oxidiertes LDL entsteht, wenn freie Radikale Elektronen vom LDL-Cholesterin abziehen. Dieses oxidierte LDL ist ein „unfreundlicher Zeitgenosse“: Es verletzt die Gefäßinnenschicht, lockt Abwehrzellen an den Ort des Geschehens, die das LDL aufnehmen und dann Schaumzellen bilden, die wiederum in die Gefäßwand eingebaut werden. Über die Beeinflussung von Wachstumsfaktoren und eine Zunahme der Verklumpung der Blutplättchen werden die Veränderungen der Gefäßwand und die Störung des Blutflusses beschleunigt.

Ein erhöhtes „oxidiertes LDL“ zeigt auch an, dass „oxidativer Stress“ im Organismus besteht.

Dies kann auch bei Menschen der Fall sein, die beschwerdefrei oder beschwerdearm sind. Deuten medizinische Befunde auf oxidativen Stress hin, sollte durch geeignete Maßnahmen versucht werden, den Zellstoffwechsel wieder auf das „Gleis der Gesundheit“ zurück zu führen: Solche Befunde können als Entgleisung des Zellstoffwechsels und Frühwarnsymptom für die Entstehung chronischer Erkrankungen bei vermeintlich Gesunden betrachtet werden.

Natürlicher Schutz vor freien Radikalen

Der Schutz vor der Wirkung der freien Radikale ist lebensnotwendig. Da die Entstehung von freien Radikalen in unserem Körper unvermeidbar ist, hat der Mensch im Laufe der Evolution einige wirksame Mechanismen entwickelt, die die freien Radikale schnellstmöglichst unschädlich machen. Für die wirksame Abwehr von freien Radikalen spielen „Antioxidantien“ eine Rolle, zu denen unter anderem die Vitamine A, C und E und das Coenzym Q10 gehören. Unter bestimmten Bedingungen gelingt dem Körper die Abwehr der freien Radikale nicht mehr ausreichend: zum Beispiel bei Nährstoffmangel, bei entzündlichen Vorgängen im Körper oder bei Dauerstress.

Oxidativer Stress hängt von unserer Lebensweise ab

Wer viel Stress hat, raucht oder unter chronischen Entzündungen leidet, hat mehr oxidativen Stress und damit einen höheren Bedarf an Antioxidantien. Gleiches gilt für Leistungssportler und Menschen, die schwer körperlich arbeiten und damit einen hohen Energieverbrauch haben. Auch bei Menschen, die übermäßig viel bzw. sehr energiereich essen, fallen vermehrt freie Radikale an. Zugleich sinkt etwa ab dem 40. Lebensjahr die körpereigene Bildung des schützenden Coenzym Q10. Auch bestimmte Medikamente, wie die Pille, Kortison oder Statine (Cholesterinsenker) können den Coenzym-Q10-Spiegel senken.

Malondialdehyd: Oxidativen Stress diagnostizieren

Ein diagnostischer Marker für das Vorhandensein von nennenswertem oxidativem Stress ist unter anderem das Malondialdehyd, das aus einer Blutprobe bestimmt werden kann. Diese Substanz ist das Stoffwechselendprodukt bei der „Peroxidation“ von Lipiden durch freie Radikale. Diesen chemischen Prozess kennen wir übrigens im Alltag als das Ranzig-Werden von Fetten.

Die Bestimmung des Malondialdehyds gehört zu unserem diagnostischen Spektrum beim Konzept der „Cellsymbiosistherapie nach Dr. Heinrich Kremer“, bei der durch verschiedene therapeutische Schritte unter anderem versucht wird, bei Bedarf die Konzentration an freien Radikalen und ROS in der Zelle zu senken und den Spiegel an schützenden Enzymen und Antioxidantien zu erhöhen.

Penicillin-Allergien: seltener als gedacht

Viele Patienten gehen davon aus, dass sie allergisch auf Penicillin reagieren. In den USA gilt das immerhin für jeden zehnten. Häufig sind es jedoch nichtallergische Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden oder Juckreiz, die fälschlicherweise zu dieser Annahme führen. Laut Allergietests haben die allermeisten von ihnen – nämlich 95 % – gar keine Penicillin-Allergie und verzichten damit unnötig auf dieses Antibiotikum. – Oftmals zu ihrem Nachteil. 

Warum ist das kritisch? 

Penicilline sind hochwirksame und vergleichsweise gut verträgliche Antibiotika. Als Alternative greifen Ärzte häufig zu anderen Antibiotika, die mitunter weniger wirksam sind und stärkere Nebenwirkungen haben. So stehen Fluorchinolone im Verdacht, Sehnen-, Gefäß- und Augenschäden zu verursachen, während Cephalosporine die problematische Ausbreitung bestimmter Bakterien (Clostridium difficile) im Darm begünstigen. Hinzu kommt, dass das Ausweichen auf andere Antibiotika mit einem breiten Wirkspektrum die Entstehung resistenter Keime fördert, die Medizinern schon jetzt weltweit jede Menge Kopfzerbrechen bereiten. 

Fazit 

Bei Verdacht auf eine Penicillin-Allergie sollte diese immer erst vom Allergologen abgeklärt werden, bevor vorschnell zu anderen Antibiotika gegriffen wird.

Quellen:

Ärzteblatt.de vom 13.2.2019: Viele vermutete Penicillinallergien sind gar keine.

Neue Erkenntnisse zu Typ-2-Diabetes

Das bisherige Verständnis des Typ-2-Diabetes sah etwa so aus: Im Laufe der Zeit gehen immer mehr Insulin produzierende und damit den Blutzucker senkende Betazellen der Bauchspeicheldrüse zugrunde. Und zwar irreversibel. Um diesen Verlust an Betazellen auszugleichen, wird zu einer Ernährungsumstellung (weniger Zucker und Weißmehl) geraten und gegebenenfalls Insulin verabreicht.

Genau diese Vorstellung könnte nun auf den Kopf gestellt werden. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass sich die körpereigene Insulinproduktion zumindest bei stark übergewichtigen Typ-2-Diabetikern durchaus wieder ankurbeln lässt. Und zwar nur durch eine radikale Gewichtsabnahme.

Den größten Erfolg bei der Ankurbelung der körpereigenen Insulinproduktion hatten dabei Patienten, die erst kürzer (im Durchschnitt 2,7 Jahre gegenüber 3,8 Jahre) unter ihrem Diabetes litten.

Was heißt das?

  1. Anders als bisher gedacht ist der Verlust an Insulin bildenden Betazellen nicht grundsätzlich irreversibel.
  2. Stark übergewichtige Patienten, die noch nicht zu lange an ihrem Typ2-Diabetes leiden, können ihre körpereigene Insulinproduktion mitunter wieder normalisieren. In Anbetracht der möglichen Langzeitfolgen von Diabetes ein überaus lohnendes Ziel!


Quellen:

Ärztezeitung online vom 21.8.2018: Das Dogma wankt: Betazell-Verlust bei Typ-2-Diabetes ist umkehrbar. Von Professor Stephan Martin

Originalstudie: doi.org/10.1016/j.cmet.2018.07.003

Verschluckte Batterien bei Kindern – Was tun?

Kleine Kinder stecken gerne Dinge in den Mund. Besonders beliebt – und leider auch gefährlich – sind Knopfzellen. Verschluckt werden sie vor allem von Kindern zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Allein in den USA landen pro Jahr 3000 dieser bonbongroßen Batterien in Kinderbäuchen.

Richtig gefährlich wird es, wenn die Knopfzelle in der Speiseröhre hängen bleibt. Dann kann der giftige Inhalt binnen nur zwei Stunden austreten, das umgebende Gewebe verätzen und sogar lebensbedrohlich werden.

Was können betroffene Eltern tun?
Amerikanische Ärzte empfehlen als Sofortmaßnahme Kindern ab einem Jahr alle zehn Minuten etwa zwei Teelöffel Honig zu geben, denn Honig

  • kann die ätzende Batterieflüssigkeit zum gewissen Grad neutralisieren,
  • sich mit seiner zähflüssigen Konsistenz schützend zwischen Knopfzelle und angrenzendem Körpergewebe legen,
  • ist in der Regel schnell zur Hand und
  • wird von den meisten Kindern gern gegessen.

Unabhängig von dieser Erstmaßnahme sollten Eltern schon beim Verdacht, dass ihre Kinder eine Batterie verschluckt haben, umgehend eine Klinik aufsuchen. Ein Röntgenbild verschafft bald die nötige Klarheit, so dass die Batterie im Fall der Fälle umgehend entfernt werden kann. Ähnliches gilt auch, wenn mehrere Magnete sowie scharfe und spitze Gegenstände verschluckt werden. Hier sollten Eltern ebenfalls umgehend einen Arzt aufsuchen.


Quellen:

Online-Ausgabe Süddeutsche Zeitung vom 17.07.2018 Erste Hilfe – Batterie im Bauch

Originalstudie: doi.org/10.1002/lary.27312

Viele Medikamente stören Darmbakterien

Dass Antibiotika die Darmflora stören, ist schon lange bekannt. Doch wie eine aktuelle Publikation in der Zeitschrift Nature zeigt, beeinflussen viele andere Medikamente ebenfalls die Darmflora. In der beschriebenen Studie wurde systematisch die Wirkung von rund 1200 Wirkstoffen auf 40 Bakterienarten untersucht, die als Vertreter einer natürlichen Darmflora bekannt sind.

Das Ergebnis: Jedes vierte Medikament hemmte das Wachstum mindestens einer Bakterienart, einige sogar das von mehr als 10 Bakterienarten – wobei Antibiotika noch nicht mit eingeschlossen waren!

Das Ergebnis gibt zu denken – zumal einige der betroffenen Medikamente, wie z.B. Psychopharmaka, über sehr lange Zeit eingenommen werden. Immerhin spielt eine intakte Darmflora eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Ein anderes Risiko gilt den Antibiotika-Resistenzen, die schon lange ein ernstes Problem darstellen und durch bakterienhemmende Medikamente zunehmen könnten.


Quellen:

Ärzteblatt online vom 21.3.2018 Originalstudie: https://www.nature.com/articles/nature25979

https://news.embl.de/science/commonly-used-drugs-affect-gut-bacteria/ 

Mehr Krebs durch Fertiggerichte

Schneller und bequemer geht es kaum: Raus aus der Verpackung, rein in Ofen oder Mikrowelle. Fertig ist die warme Mahlzeit!

Doch der Komfort, den uns Fertiggerichte zweifelsohne bieten, ist mitunter teuer erkauft. Denn Fertiggerichte treiben nicht nur Blutdruck und Körpergewicht nach oben, sondern erhöhen einer aktuellen Studie zufolge auch das Krebsrisiko. Schon 10 % mehr Fertiggerichte steigern demnach das Krebsrisiko um mehr als 10 %. Bedenkliche Zahlen, wenn man sich vor Augen hält, dass der Anteil von Fertiggerichten derzeit auf 25 bis 50 % geschätzt wird.

Schon lange weisen Experten darauf hin, dass Fertiggerichte oft zu viele Zusatzstoffe, Salz, Zucker und Fett enthalten, wobei nicht nur der Fettgehalt an sich, sondern insbesondere ihr Gehalt an ungesunden Transfetten und gesättigten Fettsäuren zu hoch ist. Zugleich enthalten Fertiggerichte weniger Ballaststoffe und Vitamine als Selbstgekochtes.

Verantwortlich für das erhöhte Krebsrisiko könnten auch Stoffe sein, die wie Acrylamid beim Erhitzen entstehen oder aus der Verpackung in die Lebensmittel gelangen können. Das gilt z.B. für Bisphenol A, das in unser Hormonsystem eingreift und häufig in Lebensmitteln aus Konservendosen nachgewiesen wird. Im Verdacht krebserregend zu sein, stehen zudem Zusatzstoffe wie Natriumnitrit und Titandioxid, die in Fertiggerichten verwendet werden dürfen.

Ganz nebenbei prägen Fertiggerichte auch unseren Geschmackssinn. So werden schön Kinder mit Fertiggerichten an süße, fette und intensiv schmeckende Speisen gewöhnt, so dass ihnen Selbstgekochtes gar nicht mehr richtig schmeckt. Und auch in preislicher Hinsicht schneiden Fertiggerichte meistens schlechter ab. Viele gute Gründe also, entgegen dem allgemeinen Trend doch wieder mehr selbst zu kochen.

Quelle:
BMJ January 2018; 360: k322

Bildquelle: happy_lark - AdobeStock

Lästig: Heuschnupfen

Akupunktur kann helfen

Die Nase läuft, die Augen brennen, der Gaumen juckt – Heuschnupfenzeit.

Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um mit der augmentierten Akupunktur nach Covic zu beginnen. Am besten starten Sie gleich in den ersten drei Tagen nach Auftreten der ersten Heuschnupfensymptome mit der Behandlung. Dann haben Sie die besten Chancen, Ihre Heuschnupfensymptome mit nur einer Behandlung über viele Wochen zu vertreiben oder deutlich zu vermindern.

In diesem Fall versuchen wir auch gern kurzfristig einen Termin für Sie einzurichten.

Rufen Sie uns unter an unter Tel. 0611 60 15 16. 


Hier erfahren Sie mehr zur augmentierten Akupunktur nach Covic.

Tödliche Pillen

Buchempfehlung

Dieses Buch handelt von der dunklen Seite der Pharmaindustrie, von der Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, produziert, vermarktet und überwacht werden. Es zeigt detailliert auf, wie Wissenschaftler Daten fälschen, um ihre Meinung zu verteidigen. Wenn es um kriminelle Strukturen geht, stehen die Pharmakonzerne der Mafia in nichts nach. Und es gibt wohl keine andere Branche, die mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat. Gøtzsche seziert aber nicht nur die gesamte Bandbreite der Probleme, sondern beschreibt auch mögliche Lösungen. Eindrücklich mahnt er die Notwendigkeit für umfassende Reformen an.

Nach Einschätzung Professor Gøtzsches sind Medikamente die dritthäufigste Todesursache - nach Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs.

Hier finden Sie einen TV-Beitrag zum Thema:
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/180931/index.html

Professor Peter C. Gøtzsche ist Facharzt für innere Medizin und hat viele Jahre für Pharmaunternehmen klinische Studien durchgeführt und sich um die Zulassung von Medikamenten gekümmert. Er hält eine Professur für klinisches Forschungsdesign und Analyse am Rigshospitalet Kopenhagen. Gøtzsche hat mehr als 300 Artikel veröffentlicht, seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden bisher über 15.000 mal zitiert.

»Dieses Buch ist ein Augenöffner.«
Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

»Gøtzsche beschreibt und bestätigt, dass das Gewinnstreben der Pharmaunternehmen unsere Gesundheit gefährdet, dass die dafür zuständigen Behörden insuffizient arbeiten und die Parlamente keine wirksamen Gesetze zum diesbezüglichen Schutz der Bevölkerung erlassen.«
Prof. Dr. Peter Sawicki, ehemaliger Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

»Wie kaum ein anderer Verfasser kennt er die Interna des Pharmageschäftes. Wer sein Buch liest, wird rasch verstehen, warum der provokante Titel keine Übertreibung ist.«
Wolfgang Becker-Brüser, Hrsg. arznei-telegramm

»Peter Gøtzsche ist der profilierteste Pharma-Mafia-Jäger auf diesem Globus.«
Dr. Frank Wittig, Bestsellerautor

riva Verlag – www.rivaverlag.de
ISBN 978-3-86883-438-3

Zu viele Operationen

Zeitmangel in Kliniken

Fallpauschalen: Chirurgen beklagen Zeitmangel im Krankenhaus

Dtsch Arztebl 2016; 113(13): A-586 /B-494 / C-490
Hillienhof, Arne
   
Ärzte im Krankenhaus stehen unter einem immensen Zeitdruck, der das Arzt-Patienten-Verhältnis beschädigen kann. Das kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). „Wir brauchen wieder mehr Zeit für das Gespräch mit den Patienten“, fordert die Präsidentin der Fachgesellschaft, Prof. Dr. med. Gabriele Schackert. Wenn Krankenhausstrukturen vor allem darauf ausgelegt seien, größtmögliche Erlöse zu erzielen, führe das häufig zu einem Vertrauens- und Informationsverlust.

Verantwortlich für die negative Entwicklung ist laut der DGCH die Klinikvergütung über die Fallpauschalen. „Es gilt, den maximalen Erlös zu erzielen – je mehr und je schwieriger die Fälle bei mittlerer Verweildauer sind, desto besser“, berichtet Schackert. Die Zeit, die man mit den Patienten verbringe, schlage sich hingegen nicht in der Vergütung nieder. Zuwendung werde damit zur „entbehrlichen Ressource“, so die Chirurgin.

Zeitknappheit sei auch eine der Ursachen, weshalb in verschiedenen Fachgebieten die Operationszahlen anstiegen. „Viele Eingriffe würden entfallen, wenn wir die Zeit hätten, im Gespräch den Willen des Patienten kennenzulernen und die richtige, individuelle Indikation zu stellen“, meint die Neurochirurgin. Dieser Zeitaufwand sei ebenso wichtig wie die Operation mit gutem Behandlungsergebnis und müsse in der Vergütung berücksichtigt werden. Die Fachgesellschaft fordert, sich auf Empathie und Verantwortung und das eigentliche Arzt-Patienten-Verhältnis zu besinnen.

Darmkrebs können Sie sich sparen

In Deutschland stellt Darmkrebs (Dickdarm) mit 66.000 Neuerkrankungen pro Jahr bei Frauen und Männer jeweils die zweithäufigste Krebsart dar. Damit nimmt Deutschland europaweit einen Spitzenplatz ein. 29.000 Erkrankte versterben jährlich an der Erkrankung.

Die gute Botschaft:
beim Darmkrebs bestehen gute Heilungschancen von über 90%, wenn er nur frühzeitig erkannt wird.

Informieren Sie sich hier, wie Sie Darmkrebs vermeiden können. Es lohnt sich.

Was essen? Buch- und Filmtipp

Was soll ich essen, damit ich möglichst gesund bleibe?

Vielfältige Ansichten gibt es zur "richtigen Ernährung": zahlreiche "Diäten" wurden entwickelt – einige davon füllten für eine gewisse Zeit die Spalten der bunten Gazetten und verschwanden dann wieder.

Wenn Sie den Standpunkt eines renommierten Ernährungswissenschaftlers dazu kennen lernen wollen, dann lesen Sie das unterhaltsame und provokante Buch: Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller!  von Professor Dr. Nicolai Worm.

Hier erfahren Sie, was der Mensch wirklich essen sollte. Vorab schon soviel: eines ist der Mensch auf keinen Fall, ein "Körnerfresser".

Wenn Sie wissen wollen, was Sie besser nicht essen, dann schauen Sie sich den vorzüglichen Dokumentarfilm "FOOD, INC. - Was essen wir wirklich?" an.

Auch wenn Ihnen bei einigen Szenen vielleicht der Appetit vergehen könnte; die Hintergrundinformationen sind wichtig, denn Sie können durch Ihre Lebensmitteleinkäufe mit "abstimmen", was Sie künftig auf dem Teller haben wollen. Denn die Nahrungsmittelindustrie produziert nur das, was auch verkauft werden kann.

Die fette Gefahr - Übergewicht und Krebs

DIE ZEIT berichtet in ihrer Ausgabe Nummer 31/2012 über neueste Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs:

Ein guter Teil von Krebserkrankungen dürfte auf das Konto des Risikofaktors Übergewicht gehen. Zitiert wird der Epidemiologe Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKZF)in Heidelberg.

Allein in den USA stürben jährlich bis zu 115.000 Menschen an einem durch Fettsucht ausgelösten Tumor – damit sei wohl jeder fünfte Krebstote dort letztlich seinem Übergewicht zum Opfer gefallen.

Bei einer Reihe von Krebsarten lasten die Experten bereits heute zwischen knapp 20 und mehr als 50 Prozent der Fälle allein den Speckschwarten an. Schon bald könnte das Rauchen seinen Rang als Krebsrisikofaktor Nummer eins an das Körperfett verlieren.

Nach den Statistiken sind gut 50 Millionen Bundesbürger übergewichtig, rund 20 Millionen seien fettsüchtig.

Die Epidemiologen haben berechnet: Wäre die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik normalgewichtig (unter BMI 25), würden in jedem Jahr allein bei den sieben wichtigsten mit Übergewicht assoziierten Tumorarten wohl mehr als 40.000 Neuerkrankungen vermieden.

Wobei der BMI* das Risiko unterschätzt. Denn das Feststellen des Körpergewichtes allein differenziert nicht zwischen Fett- und Muskelmasse. Sportlich weniger Aktive haben in der Regel mehr Fett- als Muskelmasse im Vergleich zu Menschen, die regelmäßig Ausdauersport betreiben. Gerade das Fett, das sportlich Inaktive im Bauchraum zwischen den Organen ansammeln, betrachten die Forscher als besonders gefährlich für die Krebsentstehung.

Besonders besorgt sind die Forscher auch in diesem Zusammenhang über die drastischen Zunahme des Übergewichtes bei Kindern und Jugendlichen.

*(BMI = Body-Mass-Index: Gewicht in Kilogramm, geteilt durch das Quadrat der Körpergröße. Beispiel: 81 kg : (1,88 m x 1,88 m) = 23 kg/m2. Als übergewichtig gilt, wessen BMI höher als 25 kg/m2 ist).

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der ZEIT.

Handy und Hirntumore - Gefahren bei Kindern und Jugendlichen

"Der Gebrauch von Handys nimmt unter Kindern und Jugendlichen immer stärker zu. Experten warnen vor den Gefahren, da Kinder durch die Strahlung stärker gefährdet sind. Aus einer kürzlich durchgeführten Studie folgerte ein internationales Forschungsteam, dass der Gebrauch von Handys unter Kindern nicht die Gefahr erhöht, an einem Gehirntumor zu erkranken.

Einen Grund zur Entwarnung sieht Prof. Joel M. Moskowitz von der University of California in Berkeley dennoch nicht. 

Das Problem: viele Studien sind von der Mobilfunkindustrie – zumindest teilweise – finanziert. Die erwünschte Unabhängigkeit der Forscher ist damit  nicht sicher gewährleistet. Bislang gibt es offensichtlich erst eine Studie, die von der Finanzierung her gesehen unabhängig ist.

Diese hat jedoch gezeigt, dass junge Menschen einem höheren Risiko als Erwachsene ausgesetzt sind, durch Handynutzung an einem Hirntumor zu erkranken.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag.

Weizenbier - gesund! - Alkoholfreies Bier gegen Infekte

Eine Studie der TU München an Marathonläufern fördert Erstaunliches zu Tage: alkoholfreies Weizenbier beugt Infekten vor.

277 Männer, Teilnehmer des Münchner Marathon 2009, wurden aufgefordert, drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Marathon täglich 1 bis 1,5 Liter alkoholfreies Weizenbier zu trinken.

Ein Teil der Versuchsgruppe erhielt eine Weizenbiersorte, die Polyphenole enthält, der andere Polyphenol-freies Weizenbier. Beide Getränke waren alkoholfrei.

Die Sportler, die über das Weizenbier vermehrt Polyphenole aufnahmen, hatten in der Zeit nach dem Marathon ein Drittel weniger Atemwegsinfekte. Waren sie doch betroffen, heilten die Infekte schneller aus oder waren milder.

Viele Polyphenole gelten schon lange als gesundheitsfördernd. Polyphenole sind Stoffe, die in Obst, Gemüse, Wein und nicht-alkoholischem Bier vorkommen. Pflanzen mit hohem Polyphenolgehalt sind beispielsweise die Apfelbeeren, Weintrauben oder der Granatapfel. Über den Polyphenol-Gehalt des Rotweins (Resveratrol) liest man ja in den letzten Jahren viel.

Einige Polyphenole wirken unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Auch über gehemmtes Krebswachstum unter Polyphenol-Einfluss und eine Rückbildung von Ablagerungen in Blutgefäßen wird berichtet. Das Risiko, eine Alzheimer-Erkrankung zu bekommen, soll sinken.

Die interessante Studie an Marathonläufern stützt das Konzept der CellsymbiosistherapieⓇ nach Dr. Heinrich Kremer, die als wichtige Therapiekomponente auch polyphenolreiche Pflanzenextrakte einsetzt.

Das Cellsymbiosis-Konzept, das wir auch in unserer Praxis umsetzen, ist ein wichtiger Pfeiler in der Behandlung chronischer Erkrankungen. Auch zum Erhalt der Gesundheit ist es sehr nützlich.

Lesen Sie hier mehr über die Cellsymbiosistherapie® nach Dr. Heinrich Kremer.

Guter Schlaf für ein langes Leben!

Langschläfer: Fittes Immunsystem und gut durchblutetes Herz!

Wenn Sie gut und ausreichend lange schlafen, tun Sie etwas für Ihr Immunsystem und sind offenbar seltener von Erkältungen betroffen!

Das hat eine US-Studie mit 153 gesunden Männern und Frauen im Alter von 21 bis 55 Jahren ergeben. Über 14 Tage protokollierten die Teilnehmer, wie lange sie schliefen und wie ausgeschlafen sie sich fühlten.

Anschließend wurden den Probanden Schnupfen-Viren in die Nase geträufelt. Personen, die weniger als sieben Stunden täglich geschlafen hatten, erkälteten sich fast dreimal häufiger als Personen mit einer Schlafdauer von acht und mehr Stunden. War die Schlafqualität schlecht, stieg das Erkältungsrisiko sogar auf das 5,5-fache an.

Die Studie zeigt, wie wichtig ein erholsamer Schlaf für eine gute Abwehrlage ist.  

Durch ausreichenden Schlaf können Sie nicht nur Ihr Immunsystem fit halten, Sie können auch etwas gegen den Herztod tun: Bei Menschen, die ausreichend lange schlafen, ist nach dem Ergebnis einer US-Studie die Wahrscheinlichkeit von Verkalkungen der Herzkranzgefäße um ein Drittel reduziert.

495 Personen im Alter von 35 bis 47 Jahren nahmen an der Studie teil. Zu Beginn war bei keinem der Untersuchten in der Computertomographie des  Herzens Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen nachweisbar. Fünf Jahre später hatten jedoch 61 Personen einen krankhaften Befund. Bei Personen, die im Schnitt eine Stunde länger schliefen als andere - die Schlafdauer wurde erfragt und auch durch Messgeräte am Handgelenk aufgezeichnet - war das Risiko für Koronarkalk um 33 Prozent verringert.

Eigentlich haben uns das schon unsere Großmütter gesagt: ausreichender Schlaf ist entscheidend wichtig zum Erhalt der Gesundheit. Jetzt ist es (erneut) wissenschaftlich bewiesen.

Doch aufgepasst: Schnarcher können gefährlich leben. Näheres hierzu finden Sie hier.


Quellen:

Cohen S et al.: Sleep Habits and Susceptibility to the Common Cold. Arch Intern Med 2009; 169 (1): 62-67

King CR et al.: Short Sleep Duration and Incident Coronary Artery Calcification. JAMA 2008; 300(24): 2859-2866

Yoga gegen Depression

Auswirkungen sind messbar

Yoga könnte nach dem Ergebnis einer Pilotstudie in den USA eine Therapieoption bei Depressionen oder Angststörungen sein. Beide Erkrankungen gehen mit erniedrigten Spiegeln eines Botenstoffes im Gehirn einher, der Gammaaminobuttersäure (GABA).

Das verblüffende Ergebnis der Studie: Yoga erhöht die GABA-Spiegel. Mit Hilfe von Kernspin wurden die GABA-Spiegel bei acht Yoga-erfahrenen Freiwilligen vor und nach einer sechzigminütigen Yoga-Sitzung gemessen.

Die Werte hatten sich nach den Yoga-Übungen im Mittel um 27 Prozent erhöht. In einer Vergleichsgruppe von elf Kontrollpersonen, bei denen die GABA-Werte vor und nach einer Lesesitzung gemessen wurden, gab es keine Veränderungen.


Quelle:

Streeter CC et al.: Yoga Ansana Sessions Increase Brain GABA Levels: A Pilot Study. J Alternative and Complementary Medicine 2007; 13: 419-426

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