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Neue Erkenntnisse zu Typ-2-Diabetes

Das bisherige Verständnis des Typ-2-Diabetes sah etwa so aus: Im Laufe der Zeit gehen immer mehr Insulin produzierende und damit den Blutzucker senkende Betazellen der Bauchspeicheldrüse zugrunde. Und zwar irreversibel. Um diesen Verlust an Betazellen auszugleichen, wird zu einer Ernährungsumstellung (weniger Zucker und Weißmehl) geraten und gegebenenfalls Insulin verabreicht.
Genau diese Vorstellung könnte nun auf den Kopf gestellt werden. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass sich die körpereigene Insulinproduktion zumindest bei stark übergewichtigen Typ-2-Diabetikern durchaus wieder ankurbeln lässt. Und zwar nur durch eine radikale Gewichtsabnahme.
Den größten Erfolg bei der Ankurbelung der körpereigenen Insulinproduktion hatten dabei Patienten, die erst kürzer (im Durchschnitt 2,7 Jahre gegenüber 3,8 Jahre) unter ihrem Diabetes litten.
Was heißt das?

  1. Anders als bisher gedacht ist der Verlust an Insulin bildenden Betazellen nicht grundsätzlich irreversibel.
  2. Stark übergewichtige Patienten, die noch nicht zu lange an ihrem Typ2-Diabetes leiden, können ihre körpereigene Insulinproduktion mitunter wieder normalisieren. In Anbetracht der möglichen Langzeitfolgen von Diabetes ein überaus lohnendes Ziel!


Quelle:
Ärztezeitung online vom 21.8.2018: Das Dogma wankt: Betazell-Verlust bei Typ-2-Diabetes ist umkehrbar. Von Professor Stephan Martin
Originalstudie: doi.org/10.1016/j.cmet.2018.07.003



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