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Verschluckte Batterien bei Kindern – Was tun?

Kleine Kinder stecken gerne Dinge in den Mund. Besonders beliebt – und leider auch gefährlich – sind Knopfzellen. Verschluckt werden sie vor allem von Kindern zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Allein in den USA landen pro Jahr 3000 dieser bonbongroßen Batterien in Kinderbäuchen.

 

Richtig gefährlich wird es, wenn die Knopfzelle in der Speiseröhre hängen bleibt. Dann kann der giftige Inhalt binnen nur zwei Stunden austreten, das umgebende Gewebe verätzen und sogar lebensbedrohlich werden.

Was können betroffene Eltern tun?
Amerikanische Ärzte empfehlen als Sofortmaßnahme Kindern ab einem Jahr alle zehn Minuten etwa zwei Teelöffel Honig zu geben, denn Honig

  • kann die ätzende Batterieflüssigkeit zum gewissen Grad neutralisieren,
  • sich mit seiner zähflüssigen Konsistenz schützend zwischen Knopfzelle und angrenzendem Körpergewebe legen,
  • ist in der Regel schnell zur Hand und
  • wird von den meisten Kindern gern gegessen.

Unabhängig von dieser Erstmaßnahme sollten Eltern schon beim Verdacht, dass ihre Kinder eine Batterie verschluckt haben, umgehend eine Klinik aufsuchen. Ein Röntgenbild verschafft bald die nötige Klarheit, so dass die Batterie im Fall der Fälle umgehend entfernt werden kann. Ähnliches gilt auch, wenn mehrere Magnete sowie scharfe und spitze Gegenstände verschluckt werden. Hier sollten Eltern ebenfalls umgehend einen Arzt aufsuchen.

Quellen:
Online-Ausgabe Süddeutsche Zeitung vom 17.07.2018 Erste Hilfe – Batterie im Bauch
Originalstudie: doi.org/10.1002/lary.27312



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Knopfzellen
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