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Ferritin - Blut-Messwert für die Eisenspeicher

Ferritin

Ferritin (von lateinisch "ferrum"= Eisen) ist ein großes Eiweißmolekül, das Eisen speichern kann. Ferritin findet sich überwiegend im Knochenmark, in der Leber und in der Milz. Etwa ein Fünftel der im Körper vorhandenen Eisenmenge ist im Ferritin gespeichert.

Der im Labor bestimmte Ferritin-Wert aus dem Blut erlaubt eine zuverlässige Aussage über die im Körper vorhandene Eisenmenge, über den Füllungszustand der Eisenspeicher.

Ferritin – wichtig für die Eisenmangel-Diagnostik

Der Ferritinwert ist die wichtigste Messgröße für die Eisen-Diagnostik. Aus der Bestimmung des Serum-Eisen-Wertes allein lassen sich keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die Eisenversorgung des Körpers ziehen. Dafür benötigen wir den Ferritin-Wert.

Die Normwerte für das Ferritin sind von der Labor-Mess-Methode abhängig.

Häufig wird der untere Normwert zwischen 10 ng/ml und 20 ng/ml  angegeben, der obere Normwert zwischen 250 ng/ml und 500 ng/ml.

Zu niedrige Ferritinwerte finden sich:

  • Bei Erkrankungen, die mit einer gestörten Aufnahme von Eisen im Körper einhergehen (Sprue=Zöliakie, entzündliche Darmerkrankungen).
  • Fehl- oder Mangelernährung (Alkoholkonsum, Verzicht auf tierische Lebensmittel).
  • Eisenverlust (Blutungen: schwere Verletzungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, wie zum Beispiel Blutungen aus Zwölffingerdarmgeschwüren  oder Darmpolypen, Blutungen bei Erkrankungen der Gebärmutter oder Blutungen aus den Harnwegen und andere).
  • Erhöhter Eisenbedarf in Schwangerschaft, Stillzeit und während der Zeit des Körperwachstums.
  • Eiweißverlust, zum Beispiel bei Nierenerkrankungen.

Der Ferritinwert kann auch zu hoch sein:

  • Eisenüberladung bei Erkrankungen des Eisenstoffwechsels (Hämochromatose)
  • bei Störungen der Blutbildung
  • als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen
  • bei Überdosierung von Eisenpräparaten (!)

Eisen-Therapie: Eisenüberladung vermeiden - Ferritin messen!

Eine Eisenüberladung muss unbedingt vermieden werden, da es zu Organschäden kommen kann. Unter Eisentherapie muss regelmäßig das Ferritin kontrolliert werden., die erforderliche Eisenmenge muss genau berechnet werden.  Eine Therapie mit Eisentabletten oder Eiseninfusionen sollte immer durch einen Arzt erfolgen.

Untere Normwerte für Ferritin sind zu niedrig angesetzt!

Die gängigen unteren Normwerte für das Ferritin sind zu niedrig angesetzt. In der amerikanischen Literatur findet man als unteren Grenzwert, bei dessen Unterschreitung ein latenter Eisenmangel beginnt, einen Ferritin-Wert von 40 ng/ml. Die praktische Erfahrung zeigt aber, dass erste Eisenmangelsymptome in Einzelfällen schon bei Ferritinwerten von 70 ng/ml auftreten können, dies ist allerdings eher eine Ausnahme.


Ab der Unterschreitung eines Ferritin-Wertes von 50 ng/ml sollte man daran denken, dass typische Beschwerden durch einen Eisenmangel bedingt sein können. Wenn Ihnen Ihr Arzt nicht weiterhelfen kann, nehmen Sie Kontakt mit einem ärztlichen Eisenzentrum auf.

Hier erfahren Sie mehr über die Diagnostik und Therapie des Eisenmangels in unserem Eisenzentrum.

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