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Eisenmangel - Behandlung im Eisenzentrum Wiesbaden

Unsere Praxis ist auf die Symptome des Eisenmangels und seine Folgeerscheinungen spezialisiert. Wir arbeiten nach der Methode „Swiss Iron System“ von Dr. Schaub.

Mehr dazu, was uns als Eisenzentrum auszeichnet lesen Sie hier.

 

Eisenmangel in den Körpergeweben und im Blut kann zu verschiedenen Symptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Haarausfall und Nagelbruch und sogar zum sogenannten Restless legs-Syndrom führen.

Als Praxis mit auch internistisch-psychosomatischem Schwerpunkt raten wir: vor einer Psychotherapie, aber auch vor anderen aufwändigen Therapien, immer einen versteckten Eisenmangel ausschließen – neben allen anderen erforderlichen körperlichen Checks. 

Eisenmangel-Syndrom oder Eisenmangel-Anämie?

Man unterscheidet das Eisenmangelsyndrom (IDS, Iron Deficiency Syndrome), also Eisenmangel ohne Blutarmut, von der Eisenmangelanämie (IDA, Iron Deficiency Anemia).

Das Eisenmangel-Syndrom ist zunächst immer nur eine Verdachtsdiagnose, während die Diagnose einer Eisenmangel-Anämie schon vor der Behandlung mit hoher Sicherheit gestellt werden kann. 

Eisenmangel: Was sind die Ursachen?

Eisenmangel tritt am häufigsten bei Frauen auf. Das hängt damit zusammen, dass Blutverlust die häufigste Ursache für Eisenmangel ist und jede gesunde Frau mit Eintritt der Geschlechtsreife bis zum Abschluss der Wechseljahre regelmäßig Blut verliert.

Über weitere Ursachen des Eisenmangels, die Funktion von Eisen und die Beschwerden, die durch Eisenmangel ausgelöst werden, lesen Sie im Beitrag über Eisenmangelanämie.

Die Eisenspeicher können im Blut gecheckt werden – Das Ferritin

Der im Labor bestimmte Ferritin-Wert aus dem Blut erlaubt eine zuverlässige Aussage über die im Körper vorhandene Eisenmenge, über den Füllungszustand der Eisenspeicher. Lesen Sie mehr über die Eisenspeicher-Kontrolle mittels Ferritin.

Wie im genannten Beitrag schon erwähnt: die in den medizinischen Labors gültigen unteren Normwerte für das Speichereisen, das Ferritin, sind viel zu niedrig angesetzt. Die Einhaltung dieser Werte stellt in den allermeisten Fällen gerade sicher, dass keine Blutarmut auftritt.

Wobei die Blutarmut das letzte Symptom in der Kaskade der Eisenmangelsymptome ist. Denn der Körper ist so schlau, bei bestehendem Eisenmangel die wichtigste Funktion, die Blutbildung, als Allerletztes zu reduzieren.

Professor Stanley L. Schrier  von der Stanford University School of Medicine gibt (Juni 2010) in der immer aktuellen medizinischen Internet-Datenbank UpToDate als normal Ferritinwerte von 40 bis 200 ng/ml an, Ferritinwerte unter 40 ng/ml ordnet er einem Eisenmangel ohne Blutarmut, Werte unter 20 ng/ml einem Eisenmangel mit milder Blutarmut zu und Werte unter 10 ng/ml werden einem Eisenmangel mit schwerer Blutarmut zugeordnet.

Das entspricht den Alltagsrealitäten eher, als die Normwerte, die in Deutschland häufig angegeben werden: auch unser Labor gibt als unteren Normwert für das Speichereisen 10 ng/ml an.

Wobei es tatsächlich so ist, das oft auch bei Ferritinwerten von 9 ng/ml oder weniger am Blutbild noch nichts Auffälliges zu erkennen ist. 

Eisenmangel: Was tun? Erfolgreiche Eisenmangel-Behandlung im Eisenzentrum

Seit vielen Jahren geht diesem Problem der Schweizer Internist Dr. Beat Stephan Schaub aus Binningen bei Basel nach. Er hat das „Swiss Iron System“ (SIS) begründet.

Hier finden Sie seine interessante Homepage zu Fragen des Eisenmangels.

Beim "Swiss Iron System" handelt es sich um ein funktionierendes Diagnose- und Therapiesystem von Eisenmangelzuständen. In einer internetbasierten Datenbank, auf die alle Eisenzentren, die nach dem Swiss Iron System arbeiten, Zugriff haben, kann der individuelle Eisenbedarf recht genau mit der „Basler Eisenformel nach Dr. Schaub“ berechnet werden.

Von Dr. Schaub haben wir gelernt, das selbst ein Ferritinwert von 40 ng/ml häufig noch zu knapp bemessen ist, 75 ng/ml, vielleicht auch 100 ng/ml, sollten es schon sein, um den Eisenbedarf des Körpers komplett zu decken.

Die Eisenmangelanämie ist im Blut recht klar zu erkennen. Bei Vorliegen einer Eisenmangel-Anämie sollte Eisen-Infusionen gegeben werden, und zwar nach genauer Dosis-Berechnung nach der sogenannten „Ganzoni-Formel“.

Anders beim IDS, dem Eisenmangelsyndrom. Hier gibt es keine klare Diagnose, es gibt nur einen erhärteten Verdacht, nämlich dann, wenn Eisenmangel-Symptome bei Ferritinwerten unter 50 ng/ml vorliegen.

Der erste Schritt im Management des Eisenmangelsyndroms (IDS) ist eine Selbst-Test.
(Hier finden Sie den Fragebogen für den Selbst-Test bei Verdacht auf Eisenmangel).

Wenn beim Selbst-Test mindestens ein Punkt vorliegt, sollte der Ferritinwert im Blut gemessen werden.

Wenn der Ferritin-Wert dann unter 50 ng/ml liegt, besteht ein erhärteter Verdacht auf das Vorliegen eines Eisenmangels, und Sie sollten mit Ihrem Arzt oder auch einem Arzt eines Eisenzentrums sprechen.

Wenn Sie nicht im Umkreis von Wiesbaden – wir sind Eisenzentrum –  wohnen, finden Sie hier die Liste der Ärztlichen Eisenzentren, die von Dr. Schaub geschult wurden.

Die Eisenfusion bei Eisenmangel-Therapie nach dem Swiss Iron System (SIS)

Gemeinsam mit dem Arzt legen Sie das weitere Vorgehen fest: Behandlung mit Eisentabletten oder mit Eiseninfusionen.

Vorher muss geklärt werden, ob Sie Eisen als Infusion erhalten können, ob andere Krankheiten vorliegen könnten, die vordringlich behandelt werden müssen. Weitere Laboruntersuchungen müssen die Verdachtsdiagnose weiter erhärten.

Schließlich muss die benötigte Eisenmenge nach der Basler Eisenformel nach Dr. Schaub genau berechnet werden. Das Berechnungsergebnis ist eine wichtige Grundlage für die Festlegung der Eisenmenge durch den Arzt des Eisenzentrums. Die Messwerte und Behandlungsergebnisse aller Eisenzentren fließen anonymisiert in eine Datenbank, die der ständigen Verbesserung des SIS-Konzeptes dient.

Je nach Vorgehensweise wird zwei oder drei Wochen nach Ende der Eisenzufuhr der Ferritinwert bestimmt. Ferner wird dokumentiert, ob sich die Beschwerden verändert haben.

Wenn die Behandlung erfolgreich war, das heißt, wenn die Symptome deutlich gemildert oder verschwunden sind, kann rückwirkend die Verdachtsdiagnose „Eisenmangel“ (IDS) als gesichert gelten.  Ist der Ferritinwert ausreichend angestiegen, sind die Symptome aber unverändert, muss umgehend nach anderen Ursachen der Beschwerden geforscht werden.

Nach erfolgreicher Therapie erfolgt nach drei Monaten eine erneute Kontrolle von Ferritin und Beschwerdebild. Anhand dieser Werte wird anhand der individuellen Umstände und mit Hilfe der Basler Formeln festgelegt, wie oft Erhaltungsbehandlungen notwendig sind und welche Eisen-Dosis dafür erforderlich ist, um das erneute Auftreten eines Eisenmangels zu verhindern.

Erhaltungsbehandlungen werden immer dann erforderlich sein, wenn die Eisenverluste weiter bestehen (z. B. Regelblutung)  beziehungsweise die Eisenzufuhr oder -aufnahme anhaltend gestört ist (z. B. gelegentlich bei Vegetarismus / Veganismus). Sonst ist der Eisenmangel-Rückfall garantiert.

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